Filmtipp: Beowulf

Veröffentlicht von Nerdlicht Nerdlicht am

Entgegen ursprünglicher Planung hab ich nun doch Beowulf gesehen. Ich fand ihn durchaus besser, als ich erwartet hatte – allerdings waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch.
Dass der Film komplett computeranimiert ist, stört zum Glück nur während der ersten Minuten. Spätestens ab der Hälfte hat man’s vergessen.

Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, den genauen Handlungsablauf der Original-Sage nicht im Detail zu kennen. Deswegen weiß ich nicht genau, wie nah dieser Film an der Vorlage ist. Nun wird die Urhandlung nicht weit über das Held-tötet-Monster-Motiv hinausgehen. Das tut der Film auch nicht. Der alles überspannende (offensichtlich) vom Drehbuchautor (niemand Geringeres als Neil Gaiman) erdachte Handlungsrahmen ist ne nette Idee – alles in allem bleibts aber bei schlichter Klopperei.

Zwei Dinge fragt sich der historisch interessierte Zuschauer doch: Wie kann im 6. Jahrhundert Vinland (=Amerika) erwähnt werden (so geschehen in einem Dialog zwischen Beowulf und Wiglaf relativ am Anfang), wenn Leif Eriksson es erst um das Jahr 1000 entdeckt hat?
Außerdem war mir neu, dass es zu jener Zeit schon High-Heels gab … 🙂

Um es kurz zu machen: Nettes Popcorn-Kino.