Coolendar

Veröffentlicht von Nerdlicht Nerdlicht am

Heute mal zu etwas völlig anderem …

Vor gut einer Woche habe ich auf web2null.de den Coolendar entdeckt, ein webbasierter Kalender, der in verführerischer Schlichtheit daherkommt: Eine Eingabezeile, in die man in quasi normaler Sprache einen Termin eingetippt (z.B. „Morgen 9:00 Brötchen holen“) – und das Tool macht den Rest, sortiert alles chronologisch und in die entsprechenden Spalten ein („heute“, „morgen“, „dieser Monat“).

Man wirbt bereits damit, dass das alles natürlich auch einen Community-Ausgang haben wird. Mit den aus Twitter bekannten Markierungen soll man seine Termine vertaggen und mit Communitymitgliedern teilen können (in etwa so: „Samstag 14:00 #Rollenspiel mit @docron @nerdiana und @myrkvid“).

Ganz zu Recht titelt das Netzlogbuch daher auch: „wenn Twitter ein Kalender wäre“.

Allerdings funktioniert dieser Community-Aspekt noch nicht.

Ohnehin handelt es sich um eine Beta-Version, mitten in der Entwicklung – und alles läuft noch ausschließlich auf englisch. Die von mir angeführten Beispiele funktionieren so also noch nicht. Man muss schon stets „tomorrow“, „saturday“ usw. benutzen. Dafür reicht mein Englisch natürlich grade noch – aber um dauerhaft damit zu arbeiten, müsste ich schon alsbald eine deutsche Version haben.

Bis auf winzige Bugs läuft das „Basisprodukt“ aber schon sehr gut. Man kann sich die Kalender-Daten beispielsweise in seinen Google-Kalender importieren. Und man erhält zuverlässig einen Alert per Mail (man meldet sich mit seinem Google-Account an), wenn einer der Termine ansteht. Ich arbeite (bzw. spiele) damit jetzt seit etwa einer Woche herum und bin recht angetan.

Nun war ich generell nie ein großer Kalender-Nutzer – müsste es aber sein, da ich gern mal den Überblick über meine Terminlage verliere. Da scheint mir dieses angenehm schlichte Konzept wie gerufen zu kommen.

Und zudem macht es Spaß, den Entwicklungsprozess zu verfolgen. Die Coolendar-Macher haben ein Uservoice-Feedback-Forum eingerichtet, in dem man Vorschläge einbringen und bewerten kann. Da tummel ich mich auch grad ein bisschen und bin schon sehr gespannt, was noch so draus wird.

Der Macher (ich habe den Verdacht, dass es sich um ein Ein-Mann-Projekt handelt) meldete diese Woche per Twitter, dass es bereits 7000 Nutzer gebe – ich wünsche ihm noch wesentlich mehr.