Lesetagebuch: Superhelden-Comics

Veröffentlicht von Nerdlicht Nerdlicht am
Lesetagebuch: Superhelden-Comics

Da geht's lang!

Dank diverser ComiXology-Sales und mittlerweile zwei Hachette-Sammelreihen bleibt ein Großteil meines Lesestoffs Zeugs aus den Häusern Marvel und DC. Ersteres überwiegt unverändert. Aber lest selbst …

Gerade ausgelesen

  • Stormwatch: Ja, ich lese hin und wieder auch Sachen von DC. Selten, aber es kommt vor. Bevor wir uns also meinem Marvel-Stapel zuwenden kurz ein paar Worte zu dieser Serie aus dem Jahr 2011.
    Ich habe damals den DC-Neustart unter dem Label New52 recht intensiv verfolgt und war meinem Ziel, von den meisten zu dem Zeitpunkt neugestarteten Serien wenigstens das erste Heft zu lesen, durchaus recht nahe gekommen. Kürzlich habe ich den Batman-Run von damals komplett nachgeholt – und mich daran erinnert, welche Serien ich außerdem noch mal vertiefen wollte.
    Darunter war auch Stormwatch. Gemeinsam mit dem späteren Authority war das ursprünglich eine eigene Superhelden-Kiste, die DC sich im Zuge von New52 ins Boot geholt hat. Da ich das Original einstmals sehr mochte, war ich auch auf die eingegliederte Version sehr gespannt. Ich hatte das damals bei meiner Rezi für Heft 1 etwas ausgeführt.
    Meinen Plan, diese – mittlerweile abgeschlossene – Serie komplett nachzuholen, habe ich nach dem ersten Sammelband hiermit erst einmal gestoppt. Merkwürdigerweise sind nur die ersten und die letzten sechs Hefte in solchen Sammelbänden zusammengefasst, was bedeutet, dass ich die Hefte dazwischen einzeln erstehen müsste. Da mich „Volume 1“ jetzt nicht restlos begeistert hat, werde ich damit vermutlich noch etwas warten.
    Dabei ist die Geschichte selbst durchaus okay. Irgendeine fiese kosmische Bedrohung bahnt sich an, der sich – aus welchem Grund auch immer – nur Stormwatch stellen kann, da die Justice League und das Lantern Corps wohl gerade Mittag machen. Und da offenbart sich auch das Problem dieser Eingliederung. Stormwatch bleibt ein Fremdkörper im DC-Universum – zumal ja etliche Figuren als Parodie oder Allegorie gedacht waren. Batman und Superman im selben Universum wie den Midnighter und Apollo zu haben ist schon merkwürdig. Und dieser Dorn am Kinn vom Midnighter ist auch ziemlich dämlich.
    Aber gut. Ich werde das irgendwann wieder aufnehmen, denn ein wenig gespannt, wie das alles ausgeht, bleibe ich doch.
  • Howard the Duck: Diese Ente zählt zu den abgefahrensten und witzigsten Figuren des Marvel-Universums. Man möge sich da von der trashigen 80er-Jahre-Verfilmung nicht täuschen lassen. Sowohl Howards erster klassischer Auftritt aus den 70er Jahren als auch sein letzter Run von 2015/16 haben mir sehr gefallen. Nachdem ich schon vor einiger Zeit den ersten Sammelband genossen habe, in dem Howard sehr kosmische Abenteuer bestreitet, habe ich mir jetzt das Prequel What the Duck gegönnt, in dem es noch etwas irdischer zugeht. Howard verdingt sich als Privatschnüffler und rasselt dabei mit She-Hulk, Spider-Man, Tante May, Doctor Strange und diversen Skrull aneinander. Sehr amüsant!
  • Guardians of the Galaxy: Mein guter alter Kumpel @myrkvid wies mich unlängst darauf hin, dass ich ja mal dringend ältere Guardians-Comics lesen müsse, da diese die aktuelleren Serien deutlich in den Schatten stellen würden. Und was soll ich euch sagen? Er hat Recht! Die großartige Cancerverse-Schose hatte ich schon vor einer Weile mit Begeisterung gelesen. Jetzt hatte ich mir die unmittelbare Vorgeschichte War of Kings zu Gemüte geführt und war sehr angetan. Darin spielt unter anderem Adam Warlock eine zentrale Rolle, in der er an seine klassische Jim-Starlin-Storyline anknüpft und erneut seinen inneren Konflikt mit seiner bösen zukünftigen Identität des Magus auslebt. Dagegen fiel die neuere Handlungsebene Cosmic Avengers etwas ab. Schlecht war die auch nicht, mit Tony Stark und Agent Venom im Team und ein paar Remineszenzen an besagte Cancerverse-Handlung war das alles schon recht munter – aber eben nicht so rund und spannend wie die älteren Geschichten.
  • Battle Scars: Bei der Marvel-Hachette-Sammelreihe bin ich auch ein wenig weitergekommen und habe den Band Battle Scars gelesen, der eine durchaus gelungene Umsetzung crossmedialer Ideen darstellt. In dieser Geschichte werden nämlich die MCU-Version von Nick Fury und der in den Filmen erfundene Agent Coulson hoch offiziell in das 616-Universum eingeführt. Und ich muss sagen: In diesem Fall funktioniert das tatsächlich mal und stellt eine schöne Bereicherung des klassischen Comic-Universums dar.
  • Marvel-Superhelden-Sammlung: Nach langem Zögern hab ich nun auch mit der „roten“ Hachette-Sammelserie angefangen. Band 1 stellt die Avengers vor. Unvermeidlicherdings ist natürlich wieder die allererste Geschichte enhalten – insofern schon eine Dopplung zur „schwarzen“ Hachette-Reihe. Die folgende Ultron-Geschichte war mir allerdings noch nicht bekannt und hat mir gut gefallen. Hier werde ich also wohl auch längerfristig investieren müssen.

Aktueller Lesestoff

  • Captain Marvel: Ich mag diese Figur ja in fast all ihren Inkarnationen ziemlich gerne. Die Serien, in denen Carol Danvers unter diesem Namen unterwegs ist, habe ich fast alle gelesen – und sie haben mir ausnahmslos gut gefallen. Selbst beim ansonsten eher missglückten Civil War 2 war ich auf ihrer Seite. #TeamCarol!
    Von ihrer aktuellen Serie, die unmittelbar danach startete, bin ich bislang (ich stecke im ersten Sammelband) aber eher enttäuscht. Das ganze ist stinklangweilig und verschenkt das Potential dieser Figur total. Sie ist ein kosmischer Superman-Level-Held und wird hier in eine winzige kammerspielartige Handlung gezwängt, die nicht mal gut ist. Und was soll dieser Quark mit ihrer TV-Show? Mittlerweile ist die Serie wohl auch schon wieder eingestellt – bzw. 2017 mit dem Untertitel Dark Origins neu gestartet worden.

Was als nächstes?