Lesetagebuch: Captain Marvel und Heinz Strunk

Veröffentlicht von Herr Kowski am
Lesetagebuch: Captain Marvel und Heinz Strunk

Liebes Lesetagebuch, wann soll ich das nur alles lesen ...?

Heute mal etwas knapper gehalten: Ich habe einen Comic ausgelesen (ach was!), komme bei Olympos wieder voran (ach nee!) und interessiere mich für deutsche Gegenwartsliteratur (huch!). Aber lest selbst …

Gerade ausgelesen

  • Der Tod von Captain Marvel: Ich war ja immer der Meinung, dass die Superheldencomics erst ab den 90er Jahren etwas komplexer und anspruchsvoller wurden. Tatsächlich haben sie wohl schon etwas früher damit begonnen, ihren Kolportage-Stiefeln zu entwachsen. Zumindest ist diese Story aus den 80er Jahren, in der der Krebstod des – bis dato eher oberflächlichen – Helden Captain Marvel geschildert wird, sehr … eindringlich und bewegend. Erschien in der Hachette-Reihe als „Classic“ Nr. 25. Sehr lesenswert.

Aktueller Lesestoff

  • Olympos: Hier komme ich tatsächlich mal wieder etwas flotter voran – angesichts der Fülle der Seiten ist das Ende dennoch noch nicht abzusehen. Immerhin wird es wieder etwas spannender. Langsam scheint sich zu offenbaren, was es mit den „Griechischen Göttern“ auf sich hat und wer sie wirklich sind. Wobei es schon im ersten Band Ilium offensichtlich war, dass es sich um Wesen mit sehr fortschrittlicher Technik handelt. Zudem wird mehr und mehr deutlich, dass hier Kräfte am Werk sind, die mit Wahrscheinlichkeiten und Parallelwelten rumspielen, was einige der Protagonisten beenden wollen, da es die Existenz des gesamten Sonnensystems bedroht. Mich stört ein wenig, dass Simmons in die bislang zwar absurde aber doch „diesseitige“ Zukunftsgeschichte ein wenig esoterisches Zeugs einzuflechten scheint. Aber das ist bislang nur so eine Ahnung. Ich bleibe tapfer dran.

Was als nächstes?

  • Heinz Strunk: Jetzt da er mit seinem neuesten Werk „Der Goldene Handschuh“ über den Mörder Fritz Honka gerade Furore macht, kommt in mir erneut der Wunsch auf, das Komplettwerk des großartigen Heinz Strunk zu konsumieren. „Fleisch ist mein Gemüse“ zählt zu den wenigen Büchern, bei denen ich beim Lesen schallend lachen musste. Auch „Die Zunge Europas“ habe ich mit großer Freude gelesen. Und auch was man sonst noch so aufschnappt zeigt, dass er ein großartiger Beobachter mit Blick für die menschlichen Details ist, der die Sprache eines Milieus, einer Zeit so wunderbar wiedergeben kann, dass es eine Freude ist. Das alles gepaart mit einem unglaublich trockenen Humor. Ein Traum! Muss ich alles lesen. Bald.