Filmtipp: Beowulf

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Entgegen ursprünglicher Planung hab ich nun doch Beowulf gesehen. Ich fand ihn durchaus besser, als ich erwartet hatte – allerdings waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch.
Dass der Film komplett computeranimiert ist, stört zum Glück nur während der ersten Minuten. Spätestens ab der Hälfte hat man’s vergessen.

Nun muss ich zu meiner Schande gestehen, den genauen Handlungsablauf der Original-Sage nicht im Detail zu kennen. Deswegen weiß ich nicht genau, wie nah dieser Film an der Vorlage ist. Nun wird die Urhandlung nicht weit über das Held-tötet-Monster-Motiv hinausgehen. Das tut der Film auch nicht. Der alles überspannende (offensichtlich) vom Drehbuchautor (niemand Geringeres als Neil Gaiman) erdachte Handlungsrahmen ist ne nette Idee – alles in allem bleibts aber bei schlichter Klopperei.

Zwei Dinge fragt sich der historisch interessierte Zuschauer doch: Wie kann im 6. Jahrhundert Vinland (=Amerika) erwähnt werden (so geschehen in einem Dialog zwischen Beowulf und Wiglaf relativ am Anfang), wenn Leif Eriksson es erst um das Jahr 1000 entdeckt hat?
Außerdem war mir neu, dass es zu jener Zeit schon High-Heels gab … :)

Um es kurz zu machen: Nettes Popcorn-Kino.

Linktipp/Conbericht: Weiteres RPG-Werkzeug (plus Spielemesserückblick)

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Dungeon-Baukästen gibt’s selbstredend auch online – zum Beispiel diesen hier. Scheint zwar auf D&D abgestimmt, ist aber sicher auch für andere Systeme brauchbar.

Namensgeneratoren findet man im Netz wie Sand am Meer – sind aber auch extrem nützlich.
Zumindest mir fällt es immer wieder schwer, mir für irgendwelche NSCs Namen auszudenken. Ein einfacher wäre dieser hier.
Deutlich besser bedient ist man aber damit – hier sind sogar zufällig generierte Charakterbeschreibungen im Angebot. (bis hier alle Links in englisch)

Das neue „Master’s Survival Pack“ (s.u.) wird übrigens auch kurz in Folge 52 des RPG-Radio erwähnt, die ansonsten unter dem Titel „Messerundgang“ einen weiteren schönen Rückblick auf die Spielemesse in Essen bietet.

Neu/Linktipp: Hilfreiches und spaßiges RPG-Werkzeug für Spieler und Spielleiter

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Bei Lorp.de ist kürzlich eine Rezension über ein neues „Master’s Survival Pack“ aus dem Hause Redaktion Phantastik erschienen. Der mittlerweile sechste Teil bietet ganz klassisch einen Baukasten für Dungeon-Grundrisse zur allgemeinen Verwendung samt Abenteuervorschlägen. Nach den Raumstationen in Teil fünf geht’s also wieder zurück zu den Wurzeln des Rollenspiels.

Spieler mit wenig Lust, Talent oder Zeit zum Zeichnen können zur Bebilderung ihres Charakterblatts auf die Hero Machine (englisch) zurückgreifen. Die Auswahlmöglichkeiten erschöpfen sich zwar ziemlich schnell (und für Fantasy ist es nur bedingt verwendbar – keine Zwerge o.ä.), ein nettes Spielzeug bleibt die Seite aber allemal.

Neu: RPG goes web 2.0?

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Zurück zum Thema: Am 1. November habe ich in zwei einschlägigen Foren den (Werbe-)Eintrag zum „Aleator“ gefunden. Mit einer wenig informativen bunten Grafik wurde da auf eine neue Web-Community-Seite a la Xing & Co. hingewiesen – nur eben für Rollenspieler.
Im Tanelorn-Forum (ehemals Grofafo) brach daraufhin sogleich eine heftige Diskussion los und zwei Tage später hat der Rollenspiel-Almanach einen der Macher ausführlich zu Wort kommen lassen. Demnach scheinen durchaus hehre Absichten hinter dem Projekt zu stehen.
Ein jeder mag sich ein eigenes Urteil bilden. Ein paar Klicks auf der Seite selbst lassen mich aber auch eher zu den Skeptikern tendieren.
Gut, das Ganze ist zunächst eine Beta-Version – aber es ist doch etwas unglücklich, dass man erst durch langes Probieren (oder durch Hinweise in den genannten Foren) dahinter kommt, dass das Aleator-Forum erst mit Klick auf die „Chips“ zu finden ist.
Richtig übersichtlich ist das so entdeckte Forum in dem winzigen Fenster auch nicht gerade.
Die bei Tanelorn/Grofafo kritisierte Anmeldung mit Realnamen und Ortsangabe ist in Online-Communitys durchaus üblich – aber dieses Bonussystem für fleißige Mitglieder mag dem Ganzen schon einen leichten Ruch des Unseriösen verleihen.
Die Frage bleibt offen, ob es wirklich purer Altruismus ist, weswegen die Aleator-Jungs diesen Bonus wie sie selbst sagen „aus eigener Tasche“ zahlen.
Auf jeden Fall möchte ich mich dem Urteil des Rollenspiel-Almanachs anschließen, wonach „in dem Projekt noch eine Menge Arbeit steckt“.