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Lesetagebuch: Gratis Comic Tag 2017

Gratis Comics in Großbuchhandlung

Darüber, wem dieser alljährliche Feiertag der Neunten Kunst eigentlich nützt (Spoiler: den Verlagen), will ich mich an dieser Stelle gar nicht mehr groß auslassen. Das habe ich vor ein paar Jahren schon einmal erschöpfend getan und möchte nur hinzufügen: Dass mittlerweile immer mehr Filialen von Großbuchhandelsketten wie Thalia & Co. daran teilnehmen, finde ich irgendwie befremdlich. Mit dem sprichwörtlichen local comic book store, den es hier eigentlich zu fördern gilt, hat das nicht mehr viel zu tun.

Mein Comicheft-Sextett

Von den 30 Ausgaben, die in diesem Jahr beim Gratis Comic Tag zur Auswahl standen, hat meine geliebte Familie die sechs vielversprechendsten ausgesucht. Und hier meine Meinung zu den Heften:

Panini: DC-Comics – Rebirth

Ich hatte eigentlich gehofft, dass Panini sich hier gebessert hat – leider fällt der Superhelden-Monopolist aber wieder in alte Schemata zurück und liefert kaum mehr als eine Leseprobe ab. Enthalten sind drei Auftakt-Geschichten zur aktuellen Rebirth-Geschichte, in der das DC-Universum anscheinend mal wieder neugestartet wird (ich bin schon zu lange raus, um das richtig beurteilen zu können). Die Harley-Quinn-Kiste mit dem Deadpool-Klon ist dämlich und die Superman-Story mit seinem Sohn immerhin interessant. Wonder Woman hingegen könnte mich tatsächlich zum Wiedereinstieg bei DC bewegen. Ihr wurde in diesem Heft auch eine Zusatz-Geschichte spendiert, um den Leseprobe-Charakter etwas zu kaschieren. Ihre Suche nach einem Phoenix-Ei ist eine sehr gelungene Kurzgeschichte.

Panini: Marvel-Comics – Spider-Man

Der Auftakt zum neuen Spider-Man-Klon-Gedöns hat mich erst einmal nicht so berührt, ich will hier aber nicht voreilig urteilen. Spider-Island fand ich ja durchaus nett. Die abgeschlossene Kurzgeschichte mit dem Geier ist großartig. Er sitzt im Knast und soll einem ekligen Typen zur Flucht verhelfen. Er hat aber die Rechnung ohne den Geier gemacht. Schließlich ist noch der Auftakt zu “Spidey” enthalten. Offenbar eine neue Reihe, in der die Geschichte unseres Netzschwingers noch mal kindgerecht von vorne erzählt wird. Könnte was für Töchterlein sein.

Cross Cult: Predator vs. Judge Dredd vs. Aliens

Ein Predator landet auf Judge Dredds Erde und hat – wie sollte es anders sein – etwas Alien-DNA dabei. Leider gerät er dabei in die Fänge eines durchgeknallten Mutanten-Wissenschaftlers. Aber der Judge ist zum Glück schon auf dem Weg. Ich mag so Crossover-Zeugs. Ob ich aber mehr als diesen ersten Band jemals lesen werde, steht noch in den Sternen.

Egmont Ehapa: 65 Jahre Daniel Düsentrieb

Dem Ingenieur ist nichts zu schwör! Definitiv das Highlight dieser Sammlung – zumal ich die beiden enthaltenen Barks-Geschichten noch nicht kannte.

Dani Books: Monster Allergy Episode 1 – Das Haus der Monster

Keine Ahnung, ob Urban Fantasy hier wirklich der korrekte Begriff ist. Die Geschichte spielt jedenfalls in einer Welt ähnlich der unseren mit ein paar übersinnlichen Ergänzungen. Die Handlung ist recht klassisch, aber nicht minder spannend. Ein Mädchen zieht in eine neue Nachbarschaft und freundet sich schnell mit einem etwas merkwürdigen Jungen an – der zufällig mit Monstern und Geistern reden kann. Das ganze ist sehr witzig und gut gezeichnet.

Kult Comics: Professor van Dusen findet den Ring des Polykrates

Die Zeichnungen sind echt klasse. Im Stile frankobelgischer Alben brauchen sie sich nicht hinter Marsupilami, Asterix und Co. zu verstecken. Die Storys sind leider eher schlicht. Die Titelgeschichte ist eine einfache Sherlock-Holmes- bzw. Agatha-Christie-Adaption mit einem unfehlbaren Privatermittler, etwas dusseligem Gehilfen und nur mäßig kompetenter Polizei. Die zweite Geschichte spielt bei den Pfadfindern und enthält allzu harmlose Witzchen in diesem Umfeld.

Lesetagebuch: Alter Zwist zwischen Avengers und X-Men und Visions neue Familie

Dabei hat mich der 2012er Marvel-Epos “Avengers vs. X-Men” enorm begeistert. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Entenhausen Edition: Schon vor einer Weile habe ich die Bände 19 und 20 der hervorragenden Barks-Fuchs-Komplettedition aus dem Hause Ehapa genossen. Darin solche Klassiker wie der Wettstreit zwischen Onkel Dagobert und dem Maharadscha von Zasterabad, die in ihrem Eifer, ihren Reichtum zu Beweisen, die Stadt mit immer gewaltigeren Emil-Erpel-Statuen vollpflastern. Herrlich! Aber es sind auch immer wieder Geschichten dabei, die ich noch nicht kannte. Sehr lohnende Sammlung also.

Hawkeye vs Deadpool: Auf die großartige Hawkeye-Miniserie folgte ein kleines Crossover mit Deadpool im gleichen Stil. In sehr kurzweiligen Episoden raufen sich die beiden zusammen, um gegen eine perfide Schurkerei der Black Cat anzugehen. Hat Spaß gemacht.

Invincible 2: Auch der zweite Sammelband dieses Superhelden-Epos aus dem Hause Image-Comics macht sehr viel Spaß. In einem deutlich an das DC-Universum angelehnten Szenario lernt Superheldenspross Invincible immer besser mit seinen Kräften umzugehen und springt schon mal für seinen Papa ein. Langsam stellt sich allerdings heraus, dass der ach so perfekte Herr Vater wohl doch nicht so lupenrein ist. Es wird also weiterhin mit den klassischen Klischees gespielt und gebrochen. Sehr spannend und unterhaltsam.

The Vision: Endlich war der erste Sammelband dieser neuen Serie um den Avengers-Androiden Vision bei Comixology im Angebot. Das Szenario fand ich von Anfang an reizvoll. Der Gute hat sich nämlich eine Familie nach seinem Abbild gebaut und ist mit ihr in einen spießigen Vorort gezogen, um dort weiter daran zu arbeiten, menschlich zu werden. So weit so Data-mäßig. Schon im ersten Volume dieser zu Recht bejubelten Reihe stellt sich aber heraus, dass das alles nicht so einfach ist. Ohne zu viel verraten zu wollen: Der Weg der Visions in Richtung normaler Familie ist mit Leichen gepflastert Ich warte gespannt auf den zweiten Sammelband.

Avengers versus X-Men: Das hättet ihr mir aber schon mal früher sagen können, wie großartig dieses Marvel-Crossover-Event von 2012 ist. Eigentlich gehen mir Superhelden-gegen-Superhelden-Szenarien ja mittlerweile ein wenig auf den Zeiger. Den ersten Civil War fand ich ja noch durchaus ganz nett. Die filmische Adaption wirkte schon etwas bemühter – und der aktuelle Aufguss in den Comics Civil War 2 hat mich bislang gar nicht überzeugt.

Bei AvX ist es aber anders. Allein deswegen, weil Mutanten und X-Men schon immer eine Sonderrolle hatten und im Marvel-Universum ein Gleichnis für unterdrückte Bevölkerungsteile sind. Die Unterdrückung und/oder Ausgrenzung der Mutanten und ihre Reaktion darauf war von Anfang an ein Kernthema aller X-Men-Storys. Und so wird der hier beschriebene Zwist sehr schlüssig hergeleitet. Alle Ereignisse mindestens ab M-Day (“No more Mutants”), Genosha und dem Schisma führen sehr nachvollziehbar zu dem Standpunkt, den Cyclops und seine X-Men einnehmen.

Und auch die Avengers haben mindestens seit dem Heldenfall einen Weg zurückgelegt, der ihre Position in diesem Disput sehr gut erklärt.
Und darum geht’s: Die verbliebenen X-Men unter Cyclops haben ihre Basis auf Utopia bezogen, einer kleinen Insel vor Kalifornien. Unter ihnen ist Hope Summers, ein Mädchen aus der Zukunft, das als Messias der Mutanten gilt und das Überleben der auf wenige Hundert Individuen reduzierten Art sichern soll. Als sich die Phoenix-Force erneut der Erde nähert, glaubt man auf Utopia, dass es Hopes Bestimmung sei, diese in sich aufzunehmen und die Mutantenheit mit dieser Macht zu retten. Der Rest der Welt fürchtet – nicht ganz zu Unrecht – die totale Vernichtung der Erde.

Und so wollen die Avengers Hope untersuchen und nötigenfalls von der Erde wegschaffen, denn sie scheint tatsächlich das Ziel der planetenvernichtenden Urgewalt zu sein. Der Konflikt ist also unvermeidlich – obwohl sich Hope sogar zunächst beiden Fraktionen entzieht, um einen eigenen dritten Weg zu wählen.

Es kommt ohnehin ganz anders, denn fünf andere X-Men nehmen im weiteren Verlauf die Phoenix-Kraft in sich auf – und nutzen diese schier unbegrenzte Macht, um die ganze Welt in ein Utopia zu verwandeln.

Was dann kommt erinnert in Teilen an das Szenario von Injustice, in dem Superman durchdreht und seine Macht einsetzt, um mal richtig für Ordnung auf der Welt zu sorgen. Kann aber nicht sein, da das Spiel und die darauf basierenden DC-Comics erst ein Jahr später erschienen sind. Egal.

Kernthema ist die Frage, ob man mit unbegrenzter Macht die Welt zu ihrem Glück zwingen darf – und ob unbegrenzte Macht am Ende nicht doch unbegrenzt korrumpiert. Und da selbst einige der Helden im Laufe der Handlung ob dieser Frage (ver-)zweifeln und mehrfach die Seiten wechseln, wird es dem Leser nicht ganz so leicht gemacht, sich für eine Seite zu entscheiden.

Gegen Ende wird es dann doch recht deutlich – denn natürlich übertreiben es die Phoenix Five damit, der Welt ihr Glück aufzuzwingen. Und natürlich müssen sie am Ende unter sehr hohen Verlusten niedergerungen werden.

Aber: Im Nachklapp bleibt doch ein kleines Fragezeichen, denn in der Folge gibt es durch das Wirken der Phoenix-Kraft auf einmal wieder Millionen Mutanten auf der Welt. Und so bleibt Cyclops – obwohl er seine Gräueltaten eingesteht – auch im Knast, wo er endet, trotzig. Und allein diese Charakterentwicklung vom langweiligen Augenschießer zum fanatischen Mutanten-Aktivisten, macht AvX zu einer großartigen Sache.

Sehr zu empfehlen im Übrigen auch die drei Begleitbände, in denen Parallelgeschichten erzählt und einige Szenen und Episoden vertieft werden. Darunter eine großartige Geschichte, in der der arme Captain Marvel (der erste) kurzzeitig wieder zum Leben erweckt wird – und die Nummer mit Sinister London, einer unterirdischen Viktorianischen Stadt voller Mister-Sinister-Klone. Pures Gold!

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Ruht seit Wochen. Will grad nur Comics lesen. Vielleicht nächste Woche im Urlaub wieder. Hab aber auch noch so viele Comics.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Ruht ebenfalls. Töchterlein und mir sind beim abendlichen Vorlesen drei Ausrufezeichen dazwischengekommen. Ich möchte nicht darüber sprechen.

Axis: Einige Zeit nach AvX macht der Red Skull mal wieder Ärger. Er hat sich nämlich das Gehirn von Xavier und somit seine Fähigkeiten einverleibt – und sich dann auch noch als erneuter Onslaught reinkarniert. Bin gespannt, wie Avengers und X-Men (haben sich wieder lieb) das in den Griff kriegen wollen.

Was als nächstes?

Comics, Comics, Comics: Als nächstes werden wohl die fünf Ms. Marvel Sammelbände dran sein, die es kürzlich bei Comixology im Angebot gab. Spätestens nach AvX hätte ich auch mal Lust, ein wenig mehr über Namor zu erfahren, der ja immerhin einer der ältesten Marvel-Superhelden ist. Zuletzt hatte er 2015 seine eigene Serie. Mit Freuden hab  ich außerdem vernommen, dass es neue (?) Warhammer-40k-Comics gibt – und Dr. Aphra kriegt ihre eigene Star-Wars-Comic-Serie. Juhu!

Lesetagebuch: Marvel, Donald und Goodwin (der russische Oz)

Gerade ausgelesen

Spider-Man – Marvel Team-Up: Dieser Marvel-Klassiker hat mir mal nicht so doll gefallen. Die antiken Spidey-Team-Ups waren sehr auf Kloppereien ohne viel Handlung fokussiert. Ist nicht so meins. Ein bisschen um was gehen sollte es schon. Immerhin bekam ich mal eine frühe Carol Danvers zu sehen (das Origin der aktuellen Captain Marvel hab ich noch nicht so ganz auf dem Schirm).

Warlock Teil 1: Ganz anders dagegen dieses klassische Bombast-Weltraum-Epos, in dem der kosmische Überheld Warlock gegen sein durchgedrehtes zukünftiges Ich namens Magus antreten muss. Herrlich abgedreht und psychodelisch – 70er halt. Nebenbei enthält es auch das tatsächliche Origin von Gamora. Hat mir rundum gut gefallen.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Das Steam-Fantasy-Werk von Jim Butcher ruht weiterhin auf meinem Kindle – obwohl sich die ersten Kapitel sehr gut gelesen haben. Ich greif zur Zeit einfach lieber zu Comics.

Der Zauberer der Smaragdenstadt: Die russische Nacherzählung des Zauberers von Oz macht viel Spaß. Ich habe das Original jetzt nicht mehr so präsent, aber die Unterschiede beschränken sich wohl auf die Namen und Bezeichnungen (Dorothy heißt hier beispielsweise Elli und Oz heißt Goodwin beziehungsweise Goodwins Land) sowie einige wenige Handlungsdetails. Ist auf jeden Fall eine sehr schöne Zu-Bett-geh-Geschichte für Töchterlein. Und ich find’s auch sehr gut.

Entenhausen Edition: Und dann gab’s mal wieder Nachschub für meine stetig wachsende Sammlung der Barks-Fuchs-Komplettedition aus dem Hause Ehapa. Frisch herein kamen die Ausgaben 19 und 20. In ersterem muss sich der arme Donald unter anderem mit dem penetranten Glückspilz Gustav herumschlagen. Interessant aber auch eine kleine Geschichte mit Oma und Daisy Duck, die sich mit Hilfe zweier Mäuse aus Cinderella (?) gegen Kater Karlo durchsetzen müssen. Ja, auch sowas hat der gute Carl Barks gemacht.

Was als nächstes?

Hawkeye vs Deadpool: Im Stil der großartigen Hawkeye-Miniserie “Mein Leben als Waffe” und “Mein Leben als Held” kam noch ein “Hawkeye vs. Deadpool” Anhängsel raus. Das gab’s jetzt günstig bei Comixology. Mal schauen, ob das was taucht.

Lesetagebuch: Zurück nach Entenhausen

Nicht nur mein Comixology-lese-Tablet (braucht man sowas noch für was anderes?) ist hoch voll – auch der Donald-Duck-Stapel auf meinem Nachttisch wächst stetig. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Spider-Island: Das hat Spaß gemacht – und in mir endgültig wieder ein veritables Spidey-Fieber entfacht. Die Infektion aller Einwohner von Manhattan mit Spinnengenen klingt zunächst vielleicht nach einem ziemlich dämlichen Schurkenplan – mündet aber in eine durchaus witzige und spannende Geschichte, die mir zumindest Peter Parker und sein komplexes Umfeld wieder etwas näher gebracht hat. Vor allem die Nebenhandlung über den aktuellen Venom Flash Tompson hat mir gut gefallen. Der einstige High-School-Bully und dekorierte Kriegsveteran bekommt den Symbionten zwar wesentlich besser in den Griff als seine Vorgänger – überraschende Ausbrüche gibt’s hier aber auch hin und wieder. Auch der Showdown hat es in sich – aber gemeinsam mit Venom, Captain America und dem ein oder anderen Klon kriegt Spidey die Sache wieder in den Griff. Den Rest machen die Jungs und Mädels von Damage Control.

Spider-Verse: Auch wenn es die Massenansammlung von Spider-Leuten aus Spider-Island schlicht auf die Spitze zu treiben scheint – dieses Marvel-Großereignis um unseren guten Peter Parker hat mich noch mal einen Zacken mehr begeistert. Es geht in diesem herrlich abgedrehten multiversalen Epos um nichts Geringeres als das Schicksal aller Spider-Men, Spider-Women und sonstiger Spider-Lebewesen, die es in allen denkbaren Parallelwelten gibt. Es stellt sich nämlich heraus, dass der Lifeforce-mäßige Vampir Morlun Teil einer ganzen Sippschaft ist, die per Dimensionstor Jagd auf alle Spider-Leute aller Universen macht. Letztere tun sich schließlich zu einer regelrechten Spider-Armee zusammen, um die fiesen interuniversellen Vampire niederzuringen. Dabei treffen wir natürlich auf alles, was Marvels diverse What-If-Szenarien zu bieten haben: vom Steam-Punk-Spider-Man bis zum Punk-Spider-Man ist alles dabei – und natürlich wurden sich für diese Saga noch etliche neue Varianten des Netzschwingers ausgedacht. Herrlich auch, wenn Morlun & Co. auf alte TV-Serien-Inkarnationen von Spidey treffen – auch wenn das oft nicht gut für diese ausgeht. Das Ganze ist episch und lustig gleichermaßen und hat mir irre Spaß gemacht.

Civil War II: Tja, und dann legt Marvel ja gerade das Thema “Superhelden zerstreiten sich und kloppen sich gegenseitig die A-A aus dem Leib” neu auf. Das ganze nennt sich “Civil War II” und soll natürlich an den Erfolg des letzten Films anschließen. Da gab es bei Comixology gerade Heft Nr. 1 im Angebot – sowie die erste Nummer von “Chosing Sides”. Da musste ich natürlich zuschlagen. So recht überzeugt hat mich das ganze aber noch nicht. Sicherlich wird es im Zuge dieses Events noch gute Geschichten geben – aber die Prämisse ist erst einmal ziemlich wenig einleuchtend. Man zerstreitet sich nämlich darüber, ob man die Informationen eines prophetisch begabten Inhuman für Einsätze nutzen sollte oder nicht. Iron Man sagt “nö” – Captain Marvel sagt “klar doch”. Gleich zu Beginn gelingt es dadurch eine große Bedrohung rechtzeitig auszuschalten – der zweite Einsatz geht jedoch unter großen Verlusten beinahe in die Hose. Überzeugt mich wie gesagt nicht sonderlich, dass sich die Helden darüber so in die Wolle kriegen, dass sie in einen erneuten Bürgerkrieg gegeneinander ziehen. Schließlich hatte man schon sehr oft mit Prophezeiungen und Vorhersagen der Zukunft zu tun – und ist irgendwie damit klargekommen. Und aus welcher Quelle die intel nun kommt ist doch zunächst mal egal. Man muss doch immer fallbezogen bewerten, was man damit anfängt. Nee, da bleib ich erst mal nicht dran.

Steam Wars: Der Vollständigkeit halber habe ich mir die restlichen Heftchen aus dieser Star-Wars-Steampunk-Verarbeitung zugelegt und durchgeschmökert. Kann man machen. Ist nett. Gibt’s wohl auch für Star Trek. Danach begebe ich mich vielleicht irgendwann mal auf die Suche.

Aktueller Lesestoff

Windjäger: Ruht angesichts meines aktuellen Comic-Fiebers grad ungelesen im Kindle – obwohl das Steam-Fantasy-Werk von Jim Butcher durchaus gut losging.

Entenhausen-Edition: Dank größerer und kleinerer Einkäufe bei den einschlägigen Online-Händlern hat sich ein mächtiger Stapel Ausgaben dieser Barks-Fuchs-Komplettsammlung auf meinem Nachttisch angesammelt. Der ist jetzt erst mal dran. Aktuell die Nummer drei mit großartigen Klassikern wie dem Drachenwettbewerb und den drei dreckigen Ducks.

Was als nächstes?

Tja, ich weiß gar nicht, sowohl mein SUB als auch die Liste der Bücher, die man sich irgendwann mal zulegen müsste, nähert sich der Unendlichkeit. Konkretes Neues, nach dem man mal Ausschau halten sollte, kann ich momentan gar nicht benennen. Ich arbeite einfach erst einmal ab.

Lesetagebuch: Wir sehen uns dann bei Band 3000

Unlesbares wird gnadenlos aussortiert (sorry Perry), anderes schnell abgearbeitet und die mobilen Endgeräte mit ordentlicher Ferienlektüre gefüllt. Aber lest selbst.

Abgebrochen

Die ParaFrakt-Konferenz: Gut, das war’s auch schon wieder. Mit Perry-Rhodan-Band 2859 erkläre ich meine Rückkehr in die Stammleserschaft meiner einstigen Lieblings-SF-Serie offiziell für beendet. So begeistert ich von einigen der neueren Autoren auch war – es reichte nicht aus, dass ich mich erneut durch schlechte Hefte quäle, um hin und wieder auf die ein oder andere Perle zu stoßen. Auch wenn ich Uwe Anton als einen der besseren Autoren von damals in Erinnerung hatte – es ist einfach unfassbar langweilig, wenn er Absatz- und Seitenweise Exposédaten oder Charakterisierungen der Protagonisten runterrattert, anstatt diese in der Handlung darzustellen. Für sowas ist mir meine Zeit zu kostbar – und es gibt da draußen viel zu viel deutlich besseres, das gelesen werden will.

Gerade ausgelesen

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten war auch diese Episode der Dark-Times-Storyline unter dem Titel Feuerträger großartig. Hier steht der eigentliche Hauptheld Dass Jennir übrigens mal nicht im Fokus. Er wird nur in ein, zwei Sprechblasen am Rande erwähnt. Hier geht es vielmehr um das Schicksal des Jedi-Meisters K’Kruhk, der mit einigen Jünglingen auf der Flucht vor dem Imperium ist. Darth Vader kommt ihm in einer Parallelhandlung bei seiner Jagd auf die letzten Jedi gefährlich nahe – allerdings ohne es selbst zu ahnen. Denn die Jedi haben in den Reihen des Imperiums noch vereinzelte Freunde – Offiziere, die einst zu Republik-Zeiten an ihrer Seite gekämpft haben. Das alles gibt eine sehr dramatische und spannende Handlung, die schließlich doch zu einem hoffnungsvollen Ende führt. Aber dies sind natürlich alles nur Legenden.

World of Warcraft – Legion: Auch Band 3 dieser kostenlosen WoW-Comic-Reihe liest sich flott weg. Das ganze ist offenbar die Vorgeschichte zur nächsten Erweiterung des beliebten MMORPG. Auch wenn ich mich dort vor gut zehn Jahren zum letzten Mal eingeloggt habe, bin ich dem Universum durchaus noch wohlwollend verbunden. Die kurzen Episoden beschreiben, wie sich die einzelnen Völker auf die Rückkehr der Legion (oder geht es um den ersten Angriff damals? ich steck da nicht mehr so drin) vorbereiten. Nach Zwergen und Nachtelfen sind nun die Tauren und Trolle dran.

Atlas der fiktiven Orte: Streng genommen ist das Buch eine Mogelpackung, denn von einem Atlas kann eigentlich keine Rede sein. Ja, es werden fiktive Orte vorgestellt und den jeweiligen Kapiteln sind auch kartenähnliche Illustrationen beigefügt – aber zumindest ich hätte mir ein akkurates Kartenwerk gewünscht und es auch erwartet. Nichtsdestotrotz hat der Foliant einige schöne Mußestunden bereitet und mir Welten nahegebracht, die ich bislang nicht erkundet habe. Entscheidender Minuspunkt sind aber leider die eklatanten Fehler in den Tolkien-Kapiteln. Der Autor hat so offensichtlich keine Ahnung von den Regionen Mittelerdes – und dann auch noch so fehlerhaft recherchiert, dass es einem die Fußnägel hochklappt. Das hat mir den Genuss bei der Lektüre endgültig verleidet, sodass ich letztlich von einem Kauf sogar abraten muss.

Entenhausen Edition: Wie angekündigt habe ich Jagd und Sammlung dieser Barks-Fuchs-Komplett-Edition in Angriff genommen und damit brav bei den ersten beiden Bänden begonnen. Die Entenhausen Edition bringt die Werke des Großmeisters in chronologischer Reihenfolge, so konnte ich die ersten noch sehr klassisch gezeichneten Donald-Geschichten genießen, die aber bereits mit sehr ausgefeiltem Humor begeistern. Es ist eine wahre Freude.

Aktueller Lesestoff

Blutroter Stahl: Bei dieser Fantasy-Anthologie nähere ich mich auch langsam dem Ende. Die einzelnen Geschichten bleiben durchwachsen – einige sind gut, andere mehr so mittel. Alles in allem macht die Lektüre aber Spaß. Ich werde mich final noch mal ausführlicher dazu äußern.

Windjäger: Dieses Steam-Fantasy-Wasauchimmer-Werk des Dresden-Files-Autors habe ich letzte Woche nicht angerührt. Was aber nicht aus Geringschätzung geschehen ist – vielmehr möchte ich es mir für meinen Urlaub aufsparen. Die ersten Absätze waren durchaus vielversprechend.

Die Krone des Schäfers: Die Handlung des letzten Scheibenwelt-Romans schwenkt nach Lancre um, direkt zu Oma Wetterwachs. Was muss ich noch sagen? Herrlich!

Was als nächstes?

Perry Rhodan: Watt? Doch nicht aufhören? Naja, man geht ja nie so ganz. Spätestens in Band 3000 – der erscheint in knapp drei Jahren – schau ich mit Sicherheit wieder rein. Aber jetzt ist erst einmal Urlaub und ich verschmökere, was ich so auf Kindle und Comixology-Tablet habe. Ich werde berichten.

Lesetagebuch: ein letzter Besuch auf der Scheibenwelt und viele Comics

Aber auch in Sachen Prosa geht es munter weiter – unter anderem zum letzten Mal auf der Scheibenwelt. Aber lest selbst.

Gerade ausgelesen

Die Zwerge: Doch, hat mir gut gefallen. Ist recht klassische Fantasy – aber das mag ich ja hin und wieder. Die Zeichnungen sind ziemlich gut (geht in Deutschland also auch) und ich bin gespannt, wie es weiter geht. An der Serie bleib ich also dran.

Donald Duck Entenhausen Edition 38: Für einen alten Donaldisten wie mich ist es eine Schande, dass ich keine Barks-Fuchs-Komplettsammlung im Haus habe. Dem wird mit der Entenhausen Edition ab sofort Abhilfe geschaffen.

Aktueller Lesestoff

Atlas der fiktiven Orte: Arbeite mich hier durch die letzten Kapitel, in denen immerhin so interessante Orte wie Springfield vorgestellt werden. Bewertendes gibt’s dann, wenn ich durch bin.

Blutroter Stahl: Nach ein paar Durchhängern war die achte Geschichte dieser Fantasy-Anthologie wieder ganz gut.

Die ParaFrakt-Konferenz: Der Perry-Rhodan-Band 2859 geht schon etwas flotter los und ist ob seiner offensichtlichen Relevanz für die Metahandlung auch gleich recht spannend. Leider hat Uwe Anton wohl immer noch die Unart älterer PR-Autoren, für die Handlung unwichtige Details zu beschreiben. Ist mir doch völlig Wurst, welche exakte Länge das Raumschiff hat, das da gerade im Hintergrund vorbeifliegt. Erzähl mir, was passiert!

Die Krone des Schäfers: Nun ist es wirklich soweit. Ein letztes Mal geht es für mich auf die Scheibenwelt. Diesen letzten Roman des Meisters lese ich nun zum ersten Mal. Da die Junghexe Tiffany Weh im Mittelpunkt der Handlung steht, geht es hier wieder etwas magischer und märchenhafter zu. Schön!

Windjäger: Bin noch auf den ersten Seiten dieses Steam-Fantasy-Romans – fängt aber schon mal interessant an. Eine magisch (?) begabte junge Dame aus gutem Hause rebelliert ein wenig gegen ihre Mutter. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Star Wars Masters 14: Wie zu erwarten, wird die Dark-Times-Storyline auch mit diesem Band hervorragend fortgesetzt. Sehr spannend, sehr dramatisch. Und wie wir seit kurzem wissen, können auch im neuen Kanon ja Legenden wahr werden.

Was als nächstes?

Marvel All New All Different: Na, das passt ja. Da hatte ich mir gerade vorgenommen, mal bei den ganz neuen Marvel-Serien einzusteigen, da gibt’s auch schon die ersten Sammelbände der laufenden Serien im Sonderangebot bei Comixology. Zunächst habe ich mal in Guardians of the Galaxy und Howard the Duck investiert. Bei den anderen Sachen bin ich mir noch unschlüssig. Avengers? Spider-Man? Oder gar Squirrel Girl? Besser, ich entscheide mich bald, wer weiß, wie lange das Angebot noch gilt.

Kanan – The Last Padawan: Was? Star-Wars-Comics gibt’s auch grad im Angebot? Dann muss ich mir die Kanan-Vorgeschichte wohl doch mal holen – auch wenn ich von “Rebels” bislang nur den Piloten gesehen hab.

World of Warcraft – Legion: Oh, von diesem umsonstenen WoW-Comic bei Comixology gibt’s auch schon ein drittes Heftchen. Gleich mal runterladen.

Entenhausen Edition: Hier geht es unverdrossen weiter. Band 1 und 2 sind in diesem Moment auf dem Postwege unterwegs zu mir.

Die Zwerge: Auch hier soll es weitergehen. Im September erscheint wohl Band 2: Der Thronanwärter. Ich bin gespannt.

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