Schlagwort: Hobbit

Es war einmal in Ukonio City

Die Älteren werden sich erinnern: Bevor das #Lego-Fachmagazin zusammengebaut.com das Licht der Welt erblickte, hatte das Nachrichtenportal #Ukonio für Furore gesorgt, bei dem ich die Freude und Ehre hatte, hin und wieder einige Beiträge beizusteuern. Lang ist’s her und inzwischen ist die Seite auch vom Netz genommen worden.

Meine neun besten Artikel1 aus den Jahren 2011 bis 2014 habe ich jetzt hierher gerettet2 – auch, damit die Verlinkungen dorthin wieder funktionieren.3

Gratis Comic Tag

In den Jahren 2011 und 2012 habe ich über den jeweiligen #GratisComicTag berichtet und mir den ein oder anderen Gedanken über diesen Festtag für #Comics gemacht.

Neue nerdige Magazine

Im Jahr 2012 kamen zwei neue Printerzeugnisse auf den Markt, was ich entsprechend kommentierte.

Tablet und Lego

Für die Medienhistoriker:innen: Ukonio hatte damals eine umfangreiche Tech-Sparte, in der über neue Smartphones und andere technische Erzeugnisse berichtet wurde. Einmal durfte ich auch. Und es gab bereits eine Lego-Sparte, aus der sich dann Zusammengebaut entwickelt hat.

  • März 2013 – Google Nexus 10 im Test: Traum-Tablet? – Keine Ahnung, ob das Ding für seine Zeit damals wirklich so gut war, wie ich behauptet hatte. Hab es jedenfalls als Lesegerät für Comics in guter Erinnerung – und in irgendeiner Schublade fliegt es auch noch rum. Funktioniert natürlich nicht mehr, da der schmale Speicherplatz irgendwann fast komplett vom Betriebssystem in Anspruch genommen wurde – und es irgendwann auch keine Updates mehr gab. Aber irgendwie fehlt mir ein solches Gerät schon. Ob ich mir doch mal das Pixel Tablet genauer anschauen sollte?
  • August 2014 – Lego Space Exo Suit: Rückkehr des Weltraum-Klassikers in grün und gut gerüstet – Was soll ich sagen? Lego geht immer.

Film und Serie

Und das war die Zeit, in der ich noch ab und an zu Pressevorführungen ins Kino gegangen bin. Den ein oder anderen #Film habe ich da mitgenommen – und einmal sogar die Pilotfolge einer Serie.

Von Cheeseburgern, Currywürsten und Webfundstücken

Vieles Schöne aus dieser Zeit lebt jedoch nur noch in meiner Erinnerung weiter. Gern denke ich an unsere gemeinsamen Rubriken CWD und CBD zurück. Im Rahmen des “Currywurst Donnerstag” und des “Cheeseburger Donnerstag” hatten wir uns als Gastrokritiker versucht – und das gar nicht mal so schlecht. Und schließlich hatte ich dort meine Webfundstücke-Rubrik – die “Eskapistischen Links der Woche” – als monatliche Zusammenfassung zweitverwertet. Those were the days.

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  1. Jaja. “Wenn das die besten sind, möchte ich die schlechten nicht lesen.” Witzig, witzig![]
  2. archive.org macht’s möglich[]
  3. Ich halte mein Blog in Schuss – zumindest gebe ich mir Mühe.[]
  4. die Serie finde ich ja auch ganz nett[]

Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 34/2018

Bücher & Lesen

Comics & Graphic Novels

Daddeln & Zocken

Interessante Spielidee mit interessantem Setting

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Gesang & Geräusch

Die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen.

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  • Die Titelmusik von Knight Rider war – sind wir doch mal ehrlich – das einzig gute an der Serie. Als Banjo-Cover von Banjo Guy Ollie gewinnt sie sogar noch mal ne Ecke dazu. (via Geeks are Sexy)
  • Das liegt vermutlich am Alter – aber auf einmal gefallen mir die Rolling Stones. Entsprechend sagt mir dieses Zeitraffer-Video ihres Schaffens von Angel Nene, das das Kraftfuttermischwerk entdeckt hat, sehr zu.
  • Zur Beruhigung gibt’s beim Kraftfuttermischwerk dieses Debussy-Musikvideo mit Mondbildern der NASA.
  • Und diese spontane Musiksession in einem Restaurant, in der eine Reisegruppe aus Profimusikern mal eben Circle of Life aus König der Löwen intoniert, ist herzerwärmend. Das Kraftfuttermischwerk hat’s bei 여행에미치다 gefunden.
  • Unsere Floppotron-Dosis gibt uns erneut Geeks are Sexy: Paweł Zadrożniaks Maschine intoniert sowohl Thunderstruck als auch den kleinen spanischen Floh auf ihre ganz spezielle und liebenswerte Weise.

Gesellschaft & Soziales

  • Unter dieser viel zu selten genutzten Rubrik möchte ich auf zwei lesens- und nachdenkenswerte Artikel von Geekgeflüster hinweisen. In beiden wird sich klug und differenziert mit den Themen Gender und Fandom sowie Sexismus und Gaming auseinandergesetzt. Lesen!

Internet & Online-Szene

  • Das Buchfresserchen hat entschieden und verkündet hiermit: Die Montagsfrage geht weiter – nun allerdings bei Lauter&Leise.

Lego & Minifiguren

Da hat einer die original #Lego-Holzente aus original Lego geschnitzt.

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  • Erinnert ihr euch noch an den nur mäßig gelungenen offiziellen Lego-Ideas-DeLorean? Bei den Brothers Brick gibt’s grad eine wesentlich gelungenere – wenn auch aufwändigere – Version der Zeitmaschine aus Zurück in die Zukunft. thewdarren hat sie geMOCt.
  • Zusammengebaut plant offenbar ein Lego-Treffen in Hamburg im September.
  • Weiteres wie immer drüben bei Zusammengebaut in der allwöchentlichen LegoLinkListe.

Tolkien & Mittelerde

George RR Martin lobhudelt JRR Tolkien. Und womit? Mit Recht!

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  • So schlecht, wie alle immer tun, fand Ich die #Hobbit-Verfilmung jetzt ja nicht. Ein bisschen zu lang war sie aber vielleicht schon. Laut io9 gibt’s da einen Typen, der aus den drei Teilen einen Zwei-Stunden-Hobbit-Cut gemacht hat. Wollen wir jetzt natürlich alle sehen.

TV & Serien

  • Bei Geeks are Sexy gibt’s noch ein etwas ausführlicheres Video über Patrick Stewarts Auftritt von Majestic Entertainment News. Und der gute Andres bei Zusammengebaut ist über Picards Rückkehr natürlich total aus dem Häuschen.
  • Ich hab ja noch nicht mal Clone Wars und Rebels zu Ende geguckt (ein sträfliches Vergehen, ich weiß) – und da hauen die schon die nächste Serie raus. Unter anderem bei Robots & Dragons gibt’s den ersten Trailer zu Star Wars: Resistance.

Wissenschaft & Visionen

Watt is eigentlich ein Wurmloch?

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Die eskapistischen Links der Woche – Ausgabe 35/2015

Comics & Graphic Novels

Nun ist auch bald bei Panini ganz offiziell Schluss mit den #StarWars-Comics aus dem Hause Dark Horse. Der letzte Sonderband mit entsprechendem Material ist gerade erschienen. Panini juckts wenig, denn sie haben ja auch die Marvel-Lizenz hierzulande. Also kündigen sie hiermit den entsprechenden Neustart (übrigens kanonisch!) an.

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Fandom & Nerdtum

Ich finde ja nicht, dass die #Comics das zu oberflächlich angehen. Kurt Wagner weist eigentlich immer auf die Einschränkungen seiner Fähigkeit hin. Wie war das mit “Jumper” eigentlich noch mal? Waren das ursprünglich Romane oder Comics?

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  • Beides glaub ich schon recht alt – aber immer noch gut: Ein Piepmatz macht den R2D2 – und eine Schranktür den Chewbacca. (via SF-Signal)
  • Nu isser fertig. Robots & Dragons zeigt uns den kompletten Star-Trek-Fanfilm Renegades. Fand den beim oberflächlichen durchklicken jetzt nicht so reizvoll. Auf Axanar setz ich da größere Hoffnungen.

Gesang & Geräusch

Ganz nettes Video. Die Musik ist so mittel. Halte die Vorlage, die hier persifliert (oder homagiert) werden soll, aber auch für überschätzt.

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Internet & Online-Szene

  • Gruselig und interessant gleichermaßen: io9 stellt ein Tool vor, das einem anscheinend die Social-Media-Aktivitäten beobachtet und mittels einer KI dann die eigene Persönlichkeit rekonstruiert. Bzw. eine KI simuliert dann das Post-Verhalten nach dem gelernten und setzt es auf Wunsch auch nach dem Ableben des Teilnehmers fort. Das auszuprobieren hab ich mich ehrlich gesagt nicht so recht getraut.

Kino & Film

  • Interessante Infografik zum nun gültigen Star-Wars-Kanon bei Geeks are Sexy.
  • Geeks are Sexy enthüllt Hintergründe zu Zurück in die Zukunft. Ein paar Dinge davon wusste ich tatsächlich noch nicht.

Lego & Minifiguren

  • Die Brothers Brick haben ein sehr schönes Mondrian Haus gefunden.
  • Und der Bricknerd eine nicht minder schöne Wespe (gemeint ist die Marvel-Superheldin).
  • Weitere MOCs und Links gibt’s (fast) jeden Montag drüben bei Zusammengebaut.

Tolkien & Mittelerde

Ich weiß, ihr findet die #Hobbit-Filme alle scheiße. Mir haben sie aber durchaus gefallen – und ich freu mich auch auf die noch ausstehende Extended Edition des dritten Teils – wohlgemerkt R-rated.

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TV & Serien

  • Aha. Für den Heroes-Neustart gibt’s also eine Prequel-Webserie. Ihr könnt ja mal reinschauen und mir sagen, ob das was taucht. (via Robots & Dragons)
  • Da freuen wir uns aber drauf! Die Galaxy-Quest-Serie kommt! (via Robots & Dragons)

Wissenschaft & Visionen

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere – Trailer ohne Gänsehaut

Die ersten Bewegtbilder aus dem Abschluss der zur Trilogie aufgeblähten #Hobbit-Verfilmung können selbst mich kritiklosen Fanboy (noch) nicht ganz packen. Aber bevor ich euch noch weiter beeinflusse schaut erst mal selbst zwecks Eigenurteilsbildung:

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Verhaltene Reaktionen

Da der gestern schon überall rumging, habt ihr ihn sicher eh schon gesehen. Die diversen einschlägigen Seiten und Meinungsführer haben eher verhalten bis kritisch auf den Trailer des “Defining Chapters” reagiert. Man macht es vereinzelt daran fest, dass die Spezialeffekte wohl noch nicht ganz fertig seien, so dass man für den nächsten Trailer durchaus noch auf mehr hoffen könne. Aber auch wenn ich sehr auf mächtig viel Rummsbumms im dritten #Film setze und hoffe, hätte ich mir doch ebenso den ein oder anderen wohligen Schauer gewünscht, der in einem ersten Trailer auch ohne besondere Spezialeffekte rüberzubringen wäre. Den Trailern zu den ersten beiden Filmen ist dies gelungen – diesem hier irgendwie nicht.

Ein Film zu viel?

Jaja, zwei Filme hätten’s auch getan. Das Thema hatten wir ja schon. Dennoch glaube ich nicht, dass das das Kernproblem ist – oder wäre. Man kann den vorhandenen Stoff durchaus in drei Filme ausdehnen, wenn man das denn möchte.

Zu weit vom Buch zu nah an den anderen Filmen?

Neben dem fehlenden (oder versemmelten: “Waaaarrr”) Gänsehautmoment nerven mich eigentlich nur zwei Dinge: Wieso muss Galadriel da wieder rumrennen – und was soll das mit der Musik?

Zu Galadriel: Ja, ich weiß, was das soll. Cate Blanchet hat einen Vertrag und sie spielt die Rolle ja auch gut. Und Legolas und Tauriel tauchen im Buch ja auch nicht auf. Aber mit den anderen beiden kann ich noch gut leben – schließlich ist Legolas Thranduils Sohn und es wäre eher merkwürdig, wenn er da nicht rumspringen würde, und ein paar mehr weibliche Charaktere tun der Geschichte unwidersprochen gut. Galadriel ist aber eine uralte Noldor, die sich überhaupt nicht mehr um die Geschehnisse außerhalb Lothloriens schert. Was macht die da?

Zur Musik: Warum ist der Trailer mit einer Neuinterpretation von (Edit: Ron weist zu recht darauf hin, dass es keine Neuinterpretation ist.) Pippins Lied unterlegt? Es ist ein Hobbit-Lied, das er für Denethor gesungen hat – ein Lied, das “nicht für große Hallen gedacht” war. Das hat außerhalb der großartigen Gänsehaut-Szene, in der es gesungen wird, nichts zu suchen.

Beides ist symptomatisch für den offenkundigen Zwang Jacksons, die Hobbit-Filme in Handlung, Bildsprache und sonstigem so eng wie möglich an die Ring-Filme zu binden. Schon im zweiten Teil hat das ohne Not dafür gesorgt, dass einige Szenen nur wie ein schwacher Abklatsch ähnlicher Szenen aus der Ring-Trilogie wirkten – dabei hat der Hobbit so viele eigene Schlüsselszenen zu bieten, die man zu eigenständigen Gänsehautmomenten ausbauen kann.

Die Hoffnung bleibt

Genug gemeckert. Da obige Forderung im bisherigen Material ausreichend oft erfüllt wird, bleibe ich guter Hoffnung, dass der Abschluss der Hobbit-Trilogie der erwartbare Kracher wird – und meine Nackenhärchen noch genug Gelegenheit bekommen, sich aufzurichten. Ich meine, habt ihr die Zwergenkavallerie auf den Widdern gesehen?

Filmkritik: „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ – mehr Action, weniger Märchen

Mit „Smaugs Einöde“ wird die Geschichte um den Hobbit Bilbo Beutlin fortgesetzt. Darin begleitet er eine Gruppe aus dreizehn Zwergen auf ihrer Reise zum „Einsamen Berg“, wo es gilt, den Drachen aus dem ehemaligen Zwergenreich zu vertreiben. Diesem Ziel kommt man im zweiten von geplanten drei Filmen schon deutlich näher – doch nicht ganz.

Erneut entführt uns Peter Jackson nach #Mittelerde und lässt uns vollends in Tolkiens Welt eintauchen. Doch ist dies auch noch die Welt, die der geneigte Leser aus der Buchvorlage kennt und schätzt?

Gelungener Leinwandsprung

Es ist Peter Jackson vor nun mehr als zehn Jahren gelungen, den bis dato als unverfilmbar geltenden Stoff des „Herrn der Ringe“ auf die Leinwand zu heben – und es dabei nahezu allen recht zu machen. Vom Filmverleih über den gemeinen Popcorn-Kinobesucher bis hin zum eingefleischten #Tolkien-Fan war fast jeder von dem Kino-Epos begeistert.

Von ein paar Puristen abgesehen, verzieh man ihm auch in der letzteren Gruppe die mehr oder weniger behutsamen Änderungen, Auslassungen und freien Interpretationen des Romanstoffs, da sie bei dem Transfer von Buch zu Film größtenteils unerlässlich waren, damit letztendlich ein massentaugliches Leinwandprodukt entstehen konnte. Ein hervorragendes, wie an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betont sei.

Vom Kinderbuch zum Fantasy-Blockbuster

Die größte Herausforderung mochte dabei gewesen sein, den ausladend epischen Stoff der Roman-Trilogie an der ein oder anderen Stelle zu kürzen.

Eine Herausforderung, die sich beim #Hobbit, der Vorgeschichte zum Ring-Epos, eher nicht stellte. Das verhältnismäßig schmale Büchlein basiert auf einer Kindergeschichte, die Tolkien dereinst für seinen Sohn erdachte und erst später in seinen Mittelerde-Kosmos einfügte bzw. dazu ausbaute. Entsprechend magisch und märchenhaft kommt die Geschichte auch daher und lässt Hobbit und Zwerge relativ unbekümmert von Abenteuer zu Abenteuer stolpern, ehe alles auf ein dramatisches Ende zuläuft.

Schon im Vorfelde verwunderte es daher den ein oder anderen, als erneut von drei Filmen die Rede war. Der Autor dieser Zeilen teilte die Skepsis nicht und war auch nach dem wuchtigen ersten Hobbit-Film der Meinung, dass sich die Handlung – inklusive einiger Erweiterungen – durchaus über eine komplette Kino-Trilogie tragen kann. Nach Genuss des zweiten Teils kommen ihm da erstmals kleine Zweifel.

Kurzweil garantiert

Dabei geht es gar nicht mal darum, dass der Film seine Längen hätte. Denn kurzweilig ist er allemal. Vielmehr drohen durch die selbst auferlegten Zwänge – zur Ausdehnung auf drei Filme kommt noch der Drang, sich stilistisch an die „Herr der Ringe“-Filme anpassen zu müssen – einige Aspekte der Buchvorlage zu kurz zu kommen.

Dabei sind einige Erweiterungen durchaus auch sinnvoll oder wenigstens charmant. Zu zeigen, was Gandalf da eigentlich treibt, wenn er kurz vorm Düsterwald die Biege macht, bietet sich offensichtlich an. Rückblenden und Erzählungen auch filmisch darzustellen ebenso – und ein Auftritt von Legolas in und um Papa Thranduils Hallen ist ja nun mehr als naheliegend.

Zu viel des Guten?

Um der reinen Y-Chromosom-Besetzung des Buchs wenigstens eine starke weibliche Rolle hinzuzufügen, sei auch die hinzugedichtete Elbin Tauriel noch gestattet – auch wenn schon auffällt, dass ihr Handlungsstrang etwas weniger Zauber versprüht, als jene mit „Tolkien-Zertifikat“.

Auch der Zwang, Szenen zu produzieren, die offensichtlich widererkennbar zu Szenen der Ring-Trilogie sein sollen, wirkt etwas bemüht.

Weniger märchenhaft

Besonders schade ist aber, dass durch die Umdeutung des Stoffs zu einem reinen Action-Spektakel einiges vom Märchencharakter und Zauber des Buches verloren geht. Dies wird vor allem an der Begegnung mit Beorn deutlich. Eine der witzigsten Szenen des Buches wird hier auf eine „Bärenjagd“ verkürzt. Ebenso fällt der Zauber der Waldelben im Düsterwald – zugegeben sehr kurzweiligem – Ork-Geschnetzel zum Opfer.

Schlüsselszenen

Nun ist der für diesen Film gewählte Abschnitt des Buches auch relativ arm an spektakulären Schlüsselszenen. Wo Film eins mit der zwergischen Abendgesellschaft bei Bilbo und dem Rätselduell zwischen Bilbo und Gollum glänzen konnte und wir in Film drei ein grandioses Finale erwarten können, hängt der Mittelteil einfach ein wenig in der Luft. Bilbos Kampf mit den Spinnen im Düsterwald war schon klasse – hätte aber vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Diese sollte aber ganz offensichtlich einem vorbehalten bleiben.

Der Drache

Smaug soll natürlich der unbestrittene Höhepunkt des Films sein und so wird sein Auftritt deutlich ausgedehnt und um einen Kampf mit den Zwergen im Einsamen Berg erweitert. Die Schlüsselszene ist auch hier das Wortduell zwischen Smaug und Bilbo, das durchaus zu gefallen weiß.

Die Optik – und was sonst noch klasse ist

Grandios ist aber in jedem Moment des Films die Optik. Thranduils Hallen öffnen einem die Augen, die Neuseeländische Landschaft weiß gewohnt zu begeistern und Seestadt ist sehr überzeugend. Ohnehin Seestadt: Die Darstellung der Stadt Esgaroth und der Zustände darin ist eine kleine Perle im ganzen Film. Stephen Fry gibt einen großartigen Meister der Stadt ab, seine kurzen Auftritte sind sehr unterhaltsam.

Ausblick

„Smaugs Einöde“ entfernt sich ohne Zweifel von allen bisherigen Tolkien-Filmen am deutlichsten von der Buchvorlage – leider oftmals ohne Not. Die handwerkliche Perfektion gleicht dies durchaus aus. Es bleibt somit ein hervorragender #Fantasy-Film, der dennoch das Tolkien-Feeling an vielen Stellen zu halten vermag. Es ist aber unbestritten ein „Übergangsfilm“, der vom großartigen Einstieg des ersten Films zu einem – hoffentlich – grandiosen Finale im nächsten Jahr überleitet.

Wir werden berichten.

ANMERKUNG: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem einstigen Nachrichtenportal #Ukonio, das bedauernswerterweise vor einiger Zeit seinen Betrieb eingestellt hat.

Hobbit-Variationen

Als alter Tolkien-Fanboy schätze ich die direkten und indirekten Erzeugnisse seines Schaffens ohnehin über alle Maßen. Zudem gehöre ich zu jenen Angehörigen dieser Spezies, die auch die Verfilmung des Hobbit in diese kritiklose Verehrung mit einbeziehen. Für mich ohne Zweifel der Film des Jahres 2012.

Großen Anteil an der Verehrungswürdigkeit dieses Films hatte erneut die Musik. Schon im Falle der Ring-Trilogie genügen ein paar Takte aus den Haupt-Motiven, um mir einen wohligen Schauer über den Rücken fahren zu lassen. So auch beim Hobbit, der mit dem Zwergengesang ein wunderschönes neues Motiv hinzufügt. Diese Ansicht wird offenbar weithin geteilt – daher finden sich im Netz bereits etliche wunderbare Coverversionen.

Harmonische Geigen und harte Gitten

Beginnen wir mit einem Tipp von @docron, eine wunderschöne orchestrale Version. Ich gestehe, sie treibt mir Pipi in die Augen.

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Eine Stromgitarren-Versionen hab ich ebenfalls gefunden. Und zwar beim @fadenaffe.

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Wohin wurden eigentlich die Hobbits gebracht?

In dem Zusammenhang bin ich mal wieder auf den Klassiker They’re Taking the Hobbits to Isengard gestoßen. Über so einen Quatsch kann ich mich ja stundenlang beömmeln (in diesem Fall genau zehn).

Und jetzt haltet euch fest! Das gibt’s auch in live! Großartig!

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