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TopVier Entdeckungen, Erfindungen und Errungenschaften, die ich gern erleben würde

Seit ich auf diesem Planeten unterwegs bin1 hat sich in Sachen Wissenschaft und Fortschritt eine ganze Menge getan. Auch wenn die in Aussicht gestellten fliegenden Autos2 und die Besiedelung des Weltraums bislang auf sich warten lassen, sind gerade die Innovationen der letzten drei Jahrzehnte3 dermaßen bedeutsam, dass sie das Leben auf Erden nachhaltig verändert haben.

Das Sein schafft das Bewusstsein

Diese Zeilen hier dienen selbstredend vor allem der eskapistischen Erbauung und sind mit mindestens einem Augenzwinkern zu lesen. Sie stammen zudem zu einem Gutteil von dem kleinen Jungen, der noch immer in mir steckt und der begeistert in seinen PM-Heftchen4 über technische und wissenschaftliche Visionen geschmökert hat.

Dennoch bin ich alter Kulturoptimist durchaus der Überzeugung, dass technisch-wissenschaftlicher Fortschritt stets auch gesellschaftliche Verbesserungen nach sich zieht – zumindest auf lange Sicht.

Auch wenn ich mit zunehmendem Alter den Vorhersagen und Visionen des Herrn Marx immer weniger zugetan bin,5 schätze ich seine zugrundeliegende materialistische Philosophie mit den Jahren immer mehr. Und dieser Philosophie und seinem oben zitierten Grundsatz zufolge stehen die materiellen Bedingungen und Entwicklungen sogar stets am Anfang – und das individuelle beziehungsweise gesellschaftliche Bewusstsein folgt.

Doch genug von derlei Exkursen – zurück zu den PM-Heften!

Was bisher geschah

Der Schwerpunkt meiner kindlichen Begeisterung lag eindeutig beim Weltall und der Raumfahrt. Und auch wenn ich für Apollo 11 bis 17 ein sattes Jahrzehnt zu spät geboren bin, habe ich doch eine ganze Menge cooles Zeugs mehr oder weniger live6 miterlebt. Das alles in seiner Gänze hier aufzulisten würde jeden Rahmen sprengen, daher sei stichwortartig nur an die diversen Raumstationen,7 Marsrover, Kometenmissionen,8 Exoplaneten,9 und Fotos vom Rande des Sonnensystems10 erinnert.

Viel bedeutender war in dieser Zeitspanne natürlich die rasant fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung aller Lebensbereiche. Mit der Erfindung des Internets und der nur wenige Jahrzehnte später folgenden flächendeckenden Etablierung mobiler Kleinstcomputer11 habe ich zu meinen Lebzeiten einem einzigartigen Moment der menschlichen Entwicklung beiwohnen dürfen. Klingt das jetzt pathetisch? Aber im Ernst: Dass jeder Mensch12 zu jedem Moment von jedem Ort aus mit jedem anderen Menschen kommunizieren und auf das gesamte Weltwissen zugreifen kann, ist ein durchaus utopischer Zustand.

Schließlich möchte ich die generelle Entwicklung der medizinischen Forschung nicht unterschlagen. Auch wenn ich hier nicht einmal laienhaftes Interesse vorweisen und daher auch keinerlei Meilensteine benennen kann, möchte ich als potentieller Patient nicht einmal ein einziges Jahr in der Vergangenheit leben.

Da geht noch was

Der fortschrittsgläubige kleine Junge in mir will selbstredend noch mehr. Daher nun nach langer Vorrede13 meine Liste der Entdeckungen, Erfindungen und Errungenschaften, die ich gerne noch erleben würde.

1. Menschen auf anderen Himmelskörpern

Meine einstige Erwartung war natürlich stets, dass ich – spätestens wenn die Jahreszahl mit einer Zwei beginnt – am Fernseher die bemannte Marslandung würde verfolgen können. Entsprechend meiner diffusen kindlich-naiven Sowjetbegeisterung14 hatte ich fest mit einem Erfolg der Russen gerechnet.

Inzwischen würde ich mich auch mit einer Rückkehr zum Mond zufriedengeben. Fast noch cooler fände ich eine bemannte Landung auf einem Asteroiden oder Kometen. Ob das dann Taikonautinnen, Astronautinnen oder Kosmonautinnen sein werden, ist mir inzwischen egal. Von mir aus kann es auch der olle Elon Musk oder ein anderer Bond-Bösewicht sein. Ich würde mir die Livestreams jedenfalls mit Begeisterung reindrehen.

Wahrscheinlichkeit: Da es im Grunde “nur” eine Frage des Geldes ist, halte ich die Wahrscheinlichkeit für relativ hoch. Die Technologie zumindest für eine Mondlandung ist bekannt, die entsprechenden Raketen und Raumschiffe sind in der Entwicklung.15 Ab dem Zeitpunkt, an dem es eine Nation oder ein multinationaler Konzern wirklich will, dürfte die Landung höchstens ein Jahrzehnt entfernt sein.

Folgen und Nutzen: Da bin ich ehrlich. Außer, dass die allgemeine Fortschrittsbegeisterung mal wieder einen Schub erhält, wird es sicher nur wenig an Forschung, Bergbau et cetera geben, was nicht auch Maschinen hinbekämen.

Unrealistischer Bonuswunsch: Ein Träumchen wäre natürlich, wenn es zu meinen Lebzeiten noch die Möglichkeit für erschwinglichen Weltraumtourismus geben würde. Da würde mir selbstredend der erdnahe Orbit oder zur Not ein außeratmosphärischer Parabelflug genügen.16

2. Außerirdisches Leben

Der Nachweis, dass Leben keine irdische Besonderheit ist, wäre eine der aufregendsten Entdeckungen seit … keine Ahnung … der Erkenntnis, dass die Erde keine Scheibe ist.17 Echte außerirdische Einzeller an den Marspolen, in der Venusatmosphäre, auf einem der Jupitermonde oder in einem Kometen, die womöglich auf einer ganz anderen – oder noch erstaunlicher: auf derselben – Genstruktur basieren, das wäre eine erkenntnistheoretische Offenbarung. Schlagartig wüsste man, dass es da draußen von Leben nur so wimmelt, man könnte erstmals genauere Aussagen über die Wahrscheinlichkeit der Panspermie-These machen und es würde unseren Platz im Kosmos erstmals seit Galileo oder Hubble wieder ordentlich zurechtrücken.

Wahrscheinlichkeit: Ich rechne durchaus damit, dass noch zu meinen Lebzeiten eine Expedition18 beispielsweise zu den Jupitermonden aufbrechen wird, um gezielt nach Leben zu suchen. Ob die allerdings auch fündig wird, steht buchstäblich in den Sternen.

Folgen und Nutzen: Immerhin brächte es gewaltigen Erkennsnisgewinn über das grundsätzliche Wesen des Lebens an sich. Und das allein wäre bereits eine ganze Menge.

Unrealistischer Bonuswunsch: Das wäre naheliegenderweise natürlich die Entdeckung hochentwickelter außerirdischer Organismen19 oder gar einer nichtmenschlichen Intelligenz. Theoretisch könnte SETI schon morgen fündig werden und ein “echtes” Wow-Signal aufspüren oder eine Sternwarte entdeckt Hinweise auf kosmische Megastrukturen.20 Von einem tatsächlichen First-Contact ganz zu schweigen. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass jede nichtmenschliche Kultur derartig fremdartig wäre, dass wir sie nicht als solche erkennen würden – und umgekehrt.

3. Künstliche Intelligenz

Dass sich hier in absehbarer Zeit etwas tut, zählte damals in den 80ern zu den eher unwahrscheinlichen Vorhersagen.21 Inzwischen sieht die Sache etwas anders aus – auch wenn ich jetzt gar keinen konkreten Meilenstein benennen könnte, den ich erwarte.

Tatsächlich würde ich bereits eine erfolgreiche Simulation selbständigen intelligenten Handelns22 für einen enormen Durchbruch halten. Das würde es ermöglichen, unfassbar viele kommunikative und autonome Aufgaben in automatisierte Prozesse auszulagern.

Ich rechne also weniger mit dem Einschalten von Skynet oder Golem XIV23 – aber wenn erstmals wirklich ernsthaft der Turing-Test bestanden wird und das zugrundeliegende System täuschend “echte” Romane und Musikstücke produziert24, wäre das schon ein Knaller, der mich begeistern könnte.

Wahrscheinlichkeit: Ich bin nun wahrlich kein Experte auf diesem Gebiet. Aber die Entwicklung datenverarbeitender Netze im weitesten Sinne geht derart rasend voran, dass jede utopische Vision in wenigen Jahren Alltag sein kann. Wer hätte vor 20/30 Jahren beispielsweise ersthaft an (fast funktionierende) selbstfahrende Autos geglaubt?

Folgen und Nutzen: Das wird definitiv die nächste große gesellschaftliche Revolution nach Dampfmaschine, Computer und Internet sein. Echte – oder meinethalben auch nur simulierte – künstliche Intelligenz wird mittelfristig die Versorgung der Menschheit25 endgültig von der Arbeit entkoppeln. Erst dann werden Modelle wie das BGE26 wirklich an Bedeutung gewinnen – beziehungsweise sogar essentiell werden. Das wird die Art und Weise, wie wir zusammenleben und uns organisieren komplett umkrempeln.

Unrealistischer Bonuswunsch: So einen persönlichen KI-Buddy hätte ich ja schon gern. Einen lieben HAL27 vielleicht oder sogar Data. Aber ich glaube nicht daran, dass künstliche Intelligenz etwas abgetrenntes Eigenständiges sein wird, das sich von der Menschheit abspalten oder sie sogar bedrohen könnte. Wie jede Technologie wird auch diese sehr eng mit den Menschen verzahnt sein – tatsächlich sogar enger als jemals zuvor. Mensch und Technik werden sich wechselseitig beeinflussen, verschmelzen und die Trennlinie wird immer unschärfer werden. Aber bis es soweit ist werden noch etliche Terabit durch die Datenleitungen fließen.

4. Transhumanismus

An dem Traum, uns selbst zu optimieren, damit wir über das “normale” Menschsein hinauswachsen, arbeiten wir letztlich schon seit der ersten medizinischen Behandlung.28 Jeder Wirkstoff, jedes Hilfsmittel, das Beschwerden lindert und den Alltag erleichtert, wird von diesem Traum angetrieben. “Echter” Transhumanismus hingegen, also die tatsächliche Verbesserung unserer körperlichen Fähigkeiten oder die Entfernung aller Ein- und Beschränkungen, die unseren Leib so quälen, scheint mir tatsächlich noch reine Zukunftsmusik zu sein.29

Dennoch habe ich großes Vertrauen in die medizinische Forschung und Entwicklung und erlaube mir durchaus die Hoffnung, dass es noch zu meinen Lebzeiten Durchbrüche zum Beispiel bei der Züchtung von Organen und dergleichen geben könnte und ich zumindest den Anfang der Entwicklung hin zur Kontrolle über unsere Körper erlebe.

Wahrscheinlichkeit: Ich mache mir nichts vor. Der menschliche Körper ist ein dermaßen komplexes Ding, dass die großen Durchbrüche wie McCoys Pille zum Nieren nachwachsen lassen oder Philip J. Frys wohlmeinende Parasiten30 noch sehr lange auf sich warten lassen werden.

Folgen und Nutzen: Sollte die Menschheit jemals die volle Kontrolle über ihre Körperlichkeit erhalten, sind die Folgen aus heutiger Sicht gar nicht abzusehen. Einen vagen Ausblick bietet die 21. Reise der Sterntagebücher von Stanislav Lem.31 Eine Lektüre, die ich stets wärmstens empfehle.

Unrealistischer Bonuswunsch: Naja … Also, so ein kleiner Jungbrunnen würde mir schon gefallen. Muss ja nicht gleich die Unsterblichkeit sein – aber extreme Langlebigkeit bei gleichbleibender Gesundheit wäre durchaus nett.

Honorable Mention

Nun ließe sich die Liste natürlich schier endlos mit allen Science-Fiction-Visionen fortsetzen, mit denen Star Trek, Perry Rhodan und Co. aufwarten. Vom Warp-Antrieb über Materietransmitter bis zum Holodeck gäbe es noch einiges, das mich sehr begeistern würde.

Ein wenig hervorheben möchte ich jedoch den Fusionsreaktor, der uns seit Jahrzehnten als saubere und unerschöpfliche Lösung unseres Energie- und Umweltproblems versprochen wird.32 Man hat jedoch lange nichts mehr davon gehört33 und vermutlich wäre die Suche nach brauchbaren Energiespeichermethoden in Verbindung mit erneuerbaren Energiequellen der sinnigere Weg.

Kommt alles anders

Und schließlich wird sowieso alles anders kommen und wir werden in den nächsten Jahrzehnten mit völlig anderen Entdeckungen überrascht werden, die noch gar nicht abzusehen sind. Vieles davon wird uns zum Staunen bringen und unsere Begeisterung wecken – und hoffentlich auch dafür sorgen, dass wir auf lange Sicht einer immer besser werdenden Zukunft entgegeneilen. Und nicht dem großen Filter …

––––––––––––
  1. Ende 1974 ging’s los – richtig bewusst aber erst seit den 80ern.[]
  2. Jaja … Hubschrauber … Pfff![]
  3. so um und bei[]
  4. “Peter Moosleitners interessantes Magazin” – gibt’s das eigentlich noch?[]
  5. “Wer mit 20 kein Kommunist ist …” Na, ihr kennt das ja.[]
  6. im TV, im Internet oder eben in besagten PM-Heften[]
  7. von den Saljuts über die Mir bis zur ISS[]
  8. Wie großartig war bitte Philaes Landung auf dem Kometen?[]
  9. Hallo? Wir wissen inzwischen, dass andere Sonnen auch von Planeten umkreist werden. Und das nicht zu knapp. Das ist doch der Hammer![]
  10. zuletzt das Pluto-Herz[]
  11. Muss man Apple einfach zugestehen.[]
  12. zumindest theoretisch[]
  13. endlich[]
  14. Als Wessi wohlgemerkt![]
  15. Die NASA baut meines Wissens die Orion und die passende Trägerrakete. SpaceX hat seine Riesenrakete am Start und die Chinesen sind auch nicht müßig.[]
  16. Ich erinnere mich noch gut an den Penny-Prospekt vor zehn/fünfzehn Jahren, der einen touristischen Raumflug für 10.000 Schleifen feilbot. Mit viel Kleingedrucktem darunter natürlich …[]
  17. Und das wusste im Grunde schon Grumpf der Urmensch.[]
  18. selbstredend unbemannt[]
  19. Wale auf dem Mond Europa zum Beispiel[]
  20. Dyson-Sphäre, Matrjoschka-Gehirn, … so Sachen halt[]
  21. Selbst dass Maschinen je auf zwei Beinen gehen können würden, wirkte damals geradezu unmöglich.[]
  22. mehr könnte ein Turing-Test letztlich nie belegen[]
  23. Den hat sich Stanilsav Lem mal ausgedacht. Die Beschreibung der KI nutzte er wie üblich für diverse philosophische und soziologische Gedankengänge sowie einige erstaunlich akkurate Vorhersagen über die Möglichkeiten einer solchen Maschine[]
  24. Eine der Lem’schen Vorhersagen, an denen bekanntlich bereits gewerkelt wird.[]
  25. Produktion, Logistik, Dienstleistungen, … alles[]
  26. Von dem ich aktuell übrigens wenig halte – aber das ist ein anderes Thema.[]
  27. Wie hieß der blauäugige Parallelrechner auf der Erde aus 2010 noch mal? CAL? Der war doch nett.[]
  28. Hier war wieder Grumpf der Urmensch am Werk.[]
  29. Und ich spreche hier nicht von Doping oder dergleichen.[]
  30. Futurama S03E02 “Im Reich der Parasiten”[]
  31. Ja, den mag ich.[]
  32. Eigentlich auch ein würdiger Punkt für die Hauptliste – aber ich will es partout bei vier Punkten belassen.[]
  33. Sollte in Frankreich nicht ein riesiger Testreaktor gebaut werden? Und was ist aus diesem gezwirbelten Magnet-Torus-Ding in Süddeutschland geworden?[]

Das Beste aus dem Hause DC-Comics

Erneut stellt Volker1 für die Datengrundlage einer kommenden Sendung ein paar Fragen in den virtuellen Raum. Diesmal geht es um das Comicuniversum von Batman, Superman und Co.

Bekanntlich ziehe ich das Haus der Ideen2 vor. Dennoch kann ich auch dem Mitbewerber viel abgewinnen und sehe mich mit ausreichender Kompetenz gesegnet, die Fragen zu beantworten.

Wie immer ist das Ganze ein prima Aufhänger für einen Blogpost, in dem ich meine knappe Twitter-Antwort etwas ausführen kann. Beginnen wir also mit Frage eins.

Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Filme

Das mit den Filmen bekommt das MCU bekanntlich deutlich besser hin. DC ist allerdings schon sehr viel länger im Filmgeschäft tätig – und hat sich mit seinen aktuellen Produktionen auch wieder mehr als gefangen. Ausreichend Material also, um gute bis sehr gute Filme zu identifizieren und eine Top-5-Liste3 zu befüllen.

1. Wonder Woman (2017) – Was soll ich sagen? Bester Film! Alles richtig gemacht.

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2. The Dark Knight (2008) – Nach einem kürzlichen Rewatch habe ich festgestellt, dass sich meine einstige Begeisterung für diesen Film nicht mehr ganz reproduzieren lässt. Zu seiner Zeit war er aber mit das Beste, was wir in Sachen Superhelden-Zeugs hatten. Und er hat den besten Joker.

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3. Aquaman (2018) – Auch hier kein Grund zum Meckern: Großartige Hauptfigur, interessantes Szenario, runde Geschichte.

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4. Batman Returns (1992) – Hier gilt in noch höherem Maße, was ich für den zweiten Nolan-Batman oben angemerkt habe. Mit Blick auf den Trailer glaube ich kaum, dass mich der Film heute noch begeistern könnte.4 Aber damals war er mein absoluter Liebling.

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5. Shazam (2019) – Dieser Film hat schlicht und einfach Spaß gemacht. Auf die Art und Weise hat das DCEU5 eine echte Zukunft.

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Meine Top 5 der besten/liebsten DC-TV-Serien

In Sachen TV-Serien hatte ich schon öfter betont, dass ich hier den Vorteil bei DC sehe. Keine der Marvel-Serien konnte mich bislang überzeugen – bei DC waren es allerdings bereits einige. Auch wenn ich längst nicht in alle reingeschaut habe.

1. The Flash – Ja, es ist schnulzig, es ist trashig, es ist seifenoperig – aber The Flash ist aktuell meine absolute Lieblings-Superheldenserie.6 Bei allen Plot- und Logiklöchern macht sie in Sachen Charakter-Chemie einfach alles richtig. Inzwischen habe ich Staffel fünf konsumiert, freue mich darauf, dass die sechste erschwinglich streambar wird und hoffe, dass es noch etliche geben wird.

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2. Batman: The Animated Series – Diese Serie aus den 90ern kann man gar nicht hoch genug einschätzen, hat sie doch der Legende des Dunklen Ritters etliche Figuren und Handlungselemente hinzugefügt. Mir hat sie damals vom Stil und von den Geschichten her sehr gut gefallen – und ich glaube, das meiste davon würde auch heute noch gut funktionieren.

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3. Legends of Tomorrow – Die Ursprungsserie des DC-Arrowverse7 hat mich tatsächlich nie so gepackt. Ihr zweiter (?) Spinoff nach “The Flash” (siehe oben) jedoch umso mehr. Von den Legends of Tomorrow habe ich bislang zwar nur die erste Staffel gesehen, das trashig-unlogische Zeitreise-Chaos hat mir aber extrem gut gefallen. Das muss ich alsbald unbedingt mal weitergucken.

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4. Superman: The Animated Series – Hm. An das Intro kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern. Ich bin auch sicher, dass diese Serie nie ganz an das Batman-Pendant (siehe oben) herankam. Aber sie hatte auch etliche gute Folgen – will mir mein Gedächtnis zumindest weismachen.

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5. Batwoman – Als dritte Arrowverse-Serie, die würdig ist, in meine Top-5-Liste aufgenommen zu werden, gesellt sich Batwoman hinzu. Ich find’s durchaus schade, dass Ruby Rose den Fledermausmantel wieder abgelegt hat. Mal schauen, was in Staffel zwei draus wird.

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Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Charaktere

An ikonischen und interessanten Figuren mangelt es DC wahrlich nicht. Dennoch habe ich mich ab Platz drei durchaus schwer getan.

1. Bruce Wayne / Batman – Den guten Bruce auf Platz eins zu setzen hat ehrlich gesagt fast nur noch nostalgische Gründe. Ja, Batman ist cool. Ja, er ist als8 einziger normaler Mensch unter all den Superwesen etwas ganz besonderes – vor allem, wenn er trotzdem gegen sie bestehen kann.

Mittlerweile finde ich seine Rolle des düsteren Einzelkämpfers für die Gerechtigkeit aber mächtig ausgelutscht. Wenn es mich einstmals fasziniert hat, dass er sogar erfolgreich gegen Superman selbst antritt, finde ich dieses Motiv mittlerweile nur noch ermüdend. Spätestens in der unsäglichen Martha-Szene haben sie diese Idee dermaßen totgeritten – ich hoffe, sie lassen es damit endgültig gut sein.9

Bezeichnend vielleicht, dass meine liebste Batman-Version der letzten Jahre der Lego-Batman ist, der all diese Düsterheit so herrlich auf die Schippe nimmt.

2. Diana von Themyscira / Wonder Woman – Eigentlich gehört diese Dame auf Platz eins. Einer der ältesten Superhelden überhaupt ist nämlich eine Frau – und dabei kein Imitat oder Sidekick eines männlichen Pendants. Wonder Woman steht für sich allein,10 ist niemandem untergeordnet – und nicht einmal Batman weiß ein Mittel, sie zu überwinden.

Hinzu kommt der griechisch-mythologische Hintergrund – und hin und wieder ein unsichtbares Flugzeug. Was will man mehr?

3. Barbara Gordon / Batgirl – Auch wenn die gute Barbara sowohl vor als auch während ihrer Oracle-Zeit11 zu glänzen wusste, mag ich vor allem die Burnside-Version mit dem neuen Kostüm aus der New-52-Ära. Die coole blitzgescheite Informatikstudentin, die eigenständig in Gothams Hipster-Stadtteil12 unterwegs ist, macht mächtig Laune.

4. Green Lantern – Dem aufmerksamen Beobachter wird aufgefallen sein, dass ich hier keinen Klarnamen angegeben habe. Das liegt daran, dass ich keine spezifische Green Lantern – also etwa Hal Jordan, John Stewart oder Kyle Rayner – meine, sondern vielmehr den Superhelden und seine Fähigkeiten an sich.

Das kosmische Helden-Korps, das mit purer Willenskraft durchs All reisen und dort für Recht und Ordnung sorgen kann, hat es mir angetan.

5. Oliver Queen / Green Arrow – Ich beende diese Teil-Liste mit einem Verlegenheitseintrag. Hier ist zudem ausdrücklich nicht der Oliver Queen aus der TV-Serie gemeint, der mir doch zu arg als Batman-Klon daherkommt (düster und so). Generell ist auch die Comicversion sehr nah am Dunklen Ritter dran (tagsüber stinkreicher Konzernchef, nachts Superheld ohne Superkräfte) – was mir in den wenigen Comics, die ich mit ihm gelesen habe, aber immer gefallen hat, ist seine Revoluzzer-Ader, die vor allem in Elseworld-Geschichten zum Tragen kommt, wenn Superman und/oder Batman mal wieder die Seiten wechseln.

Meine Top 5 der besten/liebsten DC-Comics

Das Wichtigste zuletzt: Die Comics selbst. Hier habe ich natürlich inzwischen dermaßen viel gelesen, dass eine solche Auswahl arg schwierig wird. Ganz spontan ohne viel Nachdenken kam folgende Liste zustande. Erstaunlich, dass ich gar keinen reinen Batman-Comic mehr dabei habe.13

1. Genosse Superman / Red Son – Kal-El ist immer dann eine großartige Figur, wenn seine Macht und seine Fähigkeiten konsequent zuende gedacht werden. Dies gelingt in den meisten Fällen nur in den Elseworld-Geschichten, in denen die Restriktionen der Original-Handlung nicht gelten müssen.

So in dem legendären Band “Red Son”, der von der schlichten Prämisse ausgeht, dass Baby-Superman einen halben Tag später die Erde erreicht und dadurch nicht in Kansas, sondern in der Sowjetunion landet.

Dadurch wird natürlich alles anders, Kal-El ist nun ein tapferer Sowjet-Bürger, der Stalin nach seinem Tod sogar als Staatsoberhaupt beerbt. Das alles ist sehr klug, spannend, einfallsreich und konsequent zuende erzählt.

2. Gotham Central – Wie ergeht es eigentlich den ganz normalen Menschen in einer Welt voller Superhelden und Superschurken – beispielsweise den regulären Polizistinnen und Polizisten in Gothams Innenstadt?

Dieser Frage geht diese abgeschlossene Serie sehr “realitätsnah” auf den Grund.

3. Animal Man (New 52) – Zu Recht eine der am höchsten gelobten Serien der New-52-Ära. Unter anderem habe ich hier und hier ein paar Worte darüber verloren.

4. Injustice: Gods Among Us – Ähnlich wie in “Red Son” (siehe oben) wird auch in dieser Serie etwas konsequenter auserzählt, was ein Superman so alles kann, wenn man ihn von der Leine lässt – beziehungsweise er sich selbst. Die Injustice-Comics basieren ursprünglich auf dem gleichnamigen Videospiel, spannen aber ein recht einfallsreiches Alternativ-Universum auf, das damit beginnt, dass der Joker Superman dermaßen auf die Palme bringt, dass er kurzerhand den Joker im Affekt tötet und danach beschließt, das Böse ein für alle mal restlos vom Antlitz der Erde zu tilgen. Rigoros und konsequent.

Dabei gleitet er natürlich bald in diktatorische Gefilde ab, wird aber lang von vielen Mithelden begleitet, da sie das hehre Ziel einer utopischen Welt durchaus teilen. Und selbstverständlich schart sich der Widerstand mal wieder um Batman, der Staffel für Staffel vergeblich versucht mit anderen Mitteln14 Supermans immer drastischer werdende Herrschaft zu beenden.

5. Wonder Woman (New 52) – In diesem “Run” wurde die gute Diana erneut eng an ihre griechisch-mythologischen Wurzeln herangeführt. Es geht darin um ihre Herkunft und ihr Erbe und sie muss sich vor allem mit der olympischen Götterwelt herumschlagen, die im DC-Universum natürlich sehr real unterwegs ist.

Grundplot ist, dass der olle Zeus spurlos verschwunden ist und die übrigen Olympier beginnen, um den vakanten Thron zu intrigieren. Bis ein bis dato unbekannter Erstgeborener des Göttervaters auftaucht, der besagten Thron auf sehr rubuste Weise für sich beansprucht. Aber da hat Wonder Woman auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Vorfreude auf den Podcast

Soweit mein Beitrag zu des Selbstgesprächlers Podcast-Recherche. Inzwischen ist das Ergebnis seiner Bemühungen in den Aether gewandert. Lauschet also:

Selbstgespräche im Zwiegespräch 018 – Das Beste/Liebste aus dem Universum von DC – Teil 1

––––––––––––
  1. Dessen wunderbarer Podcast in jeden Podcatcher gehört. Aktuell zieht er den Dialog vor und produziert überwiegend die Selbstgespräche im Zwiegespräch.[]
  2. Marvel[]
  3. Eigentlich will ich ja gerade eine TopVier-Kategorie in meinem Blog etablieren. Für Volker mache ich aber selbstverständlich eine Ausnahme.[]
  4. Über nostalgische Verklärung hinaus.[]
  5. Oder wie die offizielle Abkürzung des aktuellen DC-Filmuniversums lauten mag.[]
  6. Dabei fand ich die Figur in den Comics immer total doof.[]
  7. “Arrow”[]
  8. fast[]
  9. Interessanterweise wird Batman im Arrowverse tunlichst gemieden und für verschollen erklärt. Ein wenig Abwesenheit tut der Figur sicherlich mal ganz gut.[]
  10. “Wonder Man” wurde Jahre später erst erdacht – und dann auch noch beim Konkurrenzverlag.[]
  11. Wir erinnern uns: Der Joker schoss sie im legendären “Killing Joke” in den Rollstuhl. Bekanntlich sind Rückgratverletzungen im DC-Universum jedoch über kurz oder lang heilbar.[]
  12. Oder war’s ein Vorort?[]
  13. Selbst in Gotham Central kommt er nur sehr am Rande – ich glaube sogar nur in ein, zwei Panels – vor.[]
  14. Schurken, Magie, Götter, Parallelwelten[]

TopVier Vatertags-Edition

Was böte sich da mehr an, als die vier besten Väter aus Film, Funk, Fernsehen, Buch und Comic zu küren?1 Hier also die – selbstredend nicht ganz ernst gemeinte – TopVier-Liste2 der fiktiven Väter:

1. Papa Schlumpf

Wenn man seine Funktion schon hochoffiziell als Namen trägt,3 muss einem diese Rolle durchaus am Herzen liegen. Und ich finde der Gute macht seinen Job ganz ordentlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er rund 100 Schutzbefohlene4 unter seinen Fittichen hat. Er beschützt seine Schlümpfe, hat immer ein Ohr für ihre Sorgen, ermutigt sie und hilft ihnen, wo er kann. Da darf man es ihm durchaus nachsehen, dass er hin und wieder zu seinem Kumpel Homnibus verschwindet und die Chaoten für ein paar Tage ihrem Schicksal5 überlässt.

2. Halvar von Flake

Ob es wirklich eine gute Idee ist, seinen minderjährigen Sohn auf Raubzüge mitzunehmen, ist gelinde gesagt diskutierenswert. Was Halvar aber zu einem großartigen Vater macht ist die Tatsache, dass er es relativ schnell akzeptiert, dass Wickie ein sanfteres Wesen hat und nicht in seine6 gewalttätigen Wikinger-Fußstapfen treten möchte.

3. König Fergus

Man sehe mir die Doppelung nach7 – aber ich finde, Meridas Vater gehört unbedingt auch auf diese Liste. Zumal er sich im Gegensatz zu Halvar nicht groß zur Akzeptanz seiner nonkonformistischen8 Tochter durchringen musste. Außerdem scheint er mir ein Vater zu sein, der trotz seiner königlichen Pflichten so oft wie möglich bei seiner Familie ist, anstatt ständig auf irgendwelche Abenteuer, Raubzüge oder Sauftouren9 zu gehen.

4. Captain Jean-Luc Picard

Aus rein biologischer Sicht war der gute Captain10 Zeit seines Lebens nie Vater.11 Für mich ist er dennoch eine geradezu idealtypische Vaterfigur, die durchaus streng aber stets verantwortungsbewusst und zugewandt seine “Kinder” anleitet, unterstützt und beschützt. Wie es ein guter Vater eben tut. Unter seinen Fittichen reift sein Erstgeborener12 wohlgeraten heran13 und sein Lieblingskind14 erhält stets die notwendige zusätzliche Förderung und Hilfe – aber keines seiner anderen Kinder wird dabei vernachlässigt. Und er ist immer für sie alle da.

Honorable Mentions

In willkürlicher Reihenfolge noch ein paar fiktive Väter, die mir spontan in den Sinn kamen: Mando,15 Marlin,16 Dr. Evil,17 Arthur Weasley,18 Homer Simpson,19 Johnathan Kent,20 Donald Duck,21 Sir Samuel Mumm,22

Wen habe ich vergessen?23 Ergänzungen sind auf jeden Fall hoch willkommen.24

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  1. was bestimmt noch nie einer gemacht hat[]
  2. Ich denke, ich werde es bei diesen Vierer-Listen so halten, dass sie nominal und nicht ordinal skaliert sind. Ein höherer Listenplatz soll also nichts über eine höhere oder niedrigere Qualität aussagen. Die Reihenfolge ist also weitgehend willkürlich.[]
  3. Ja, ich weiß. In Peyos Original ist er “Le Grand Schtroumpf“. Der Name “Papa” stammt aus der englischsprachigen TV-Serie. Ich finde aber, dass dieser spätere Name gut passt und sich daher zu Recht auch in der deutschsprachigen Comic-Übersetzung durchgesetzt hat.[]
  4. Eine Zahl, die nur vage zu fassen ist. Vor allem, wenn man sich erneut auf die TV-Serie bezieht. Ist Baby Schlumpf der 101.? Was ist mit Tarzan Schlumpf? Opa und Oma Schlumpf? Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Zahl aller in der Serie namentlich erwähnten Schlümpfe um und bei 150 oder so liegt.[]
  5. Dass das aber auch immer schiefgehen muss![]
  6. Halvars[]
  7. An fiktiven rotbärtigen Nordmann-Vätern gibt es wahrlich keinen Mangel. Haudrauf von Berk beispielsweise wäre ein tatsächlich zu offensichtlicher Halvar-Klon.[]
  8. Bezogen auf ihr gesellschaftliches Umfeld – ihrer Familie gegenüber ist sie sehr verbunden und treu.[]
  9. Nun, das vielleicht hin und wieder.[]
  10. Admiral, Pensionär, Winzer[]
  11. und er hat auch nie rein formal ein Kind per Adoption o. ä. angenommen[]
  12. Riker[]
  13. Auch wenn er das elterliche Haus erst reichlich spät verlässt.[]
  14. Data[]
  15. Baby-Yoda könnte sich keinen besseren Pflege-Papi wünschen.[]
  16. Etwas übervorsichtig vielleicht – tut für Nemos Sicherheit aber alles.[]
  17. Ich will ehrlich sein: Er ist ein furchtbarer Vater. Aber wie gekonnt er stets Scotts Widerworte in den Griff bekommt, verlangt mir jedes Mal Respekt ab.[]
  18. Sein Vaterherz ist groß genug für noch ein paar Zaubererwaisen mehr.[]
  19. Naja, zumindest manchmal gibt er sich redlich Mühe.[]
  20. Explizit ist aber nicht die Man-of-Steel-Variante mit dem dämlichen Opfertod gemeint. Ich meine den Pa Kent, der für seinen angenommenen Sohn lebt und nicht stirbt.[]
  21. Blenden wir die frühen ruteschwingenden Episoden aus, ist er für seine drei Neffen ein durchaus respektabler Ersatzvater.[]
  22. Sein Anspruch, dem Nachwuchs auch in den arbeitsintensivsten Krisenzeiten jeden Abend zum Einschlafen vorzulesen, ist immerhin erwähnenswert.[]
  23. sicherlich etliche[]
  24. Ob ein gewisser mythologischer Übervater, der in der anderen Bedeutung des heutigen Feiertages eine gewisse Rolle spielt, in diese Auflistung gehört hätte, ist reine Glaubensfrage, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte. Meiner bescheidenen Meinung nach hat er sich in Sachen Vaterschaft jedenfalls nicht mit wesentlich mehr Ruhm bekleckert, als seine Kumpels Zeus und Odin.[]

Die 3×5 besten Marvel Cinematic Universe Sachen

So ein Zwiegespräch will gut vorbereitet sein. Unser Volker geht sehr vorbildlich vor und fragt vor jeder Themensendung stets das Publikum nach seinen Vorlieben. Diesmal geht’s um das Marvel Cinematic Universe kurz: MCU.

Da ich mich terminlich immer schwer tue, musste ich das großartige Angebot, selbst an der Sendung teilzuhaben, ausschlagen. Aber eine adäquate Antwort möchte ich dem guten Volker immerhin geben. Aus Sicherheitsgründen hier vielleicht besser eine

WARNUNG VOR DEM (milden) SPOILER

Top 5 MCU-Filme

Ich werde jetzt bei jeder Rubrik betonen, dass es unglaublich schwer und ungerecht ist, jeweils nur fünf auswählen und nennen zu dürfen. Es gab tatsächlich in den zehn Jahren keinen Film, der mir so gar nicht gefallen hätte. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin und nur die fünf Filme nehme, die mich wirklich von Anfang bis Ende ohne Längen und Fragezeichen komplett begeistert haben, dann werden es wohl diese hier sein. (Und natürlich schummel ich, indem ich Infinity War und Endgame zusammenfasse.)

Top 1 – Avengers: Infinity War & Avengers: Endgame

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Als Endpunkt nahezu aller Entwicklungen der ersten drei MCU-Phasen sind diese beiden Filme auf allen Ebenen der Gipfel dieser einzigartigen Filmreihe. Keine Diskussion.

Top 2 – Thor: Ragnarok

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Als Freund der Geschichten aus der nordischen Mythologie mag ich die Filme mit dem Donnergott ohnehin ganz gerne – wobei die beiden ersten aus der Thor-Trilogie nie in die engere Wahl für diese Top-5-Liste gekommen wären. Der dritte Film ragt aber deutlich heraus – nicht nur, weil es eigentlich ein Thor-Hulk-Film ist, der gekonnt Elemente aus den Planet-Hulk-Comics verarbeitet. Der Film sprüht vor Witz, glänzt mit großartigen Nebenfiguren (Jeff Goldblums Grandmaster, Loki, Valkyre und Korg, um nur einige zu nennen) und setzt die eigentliche Charakterentwicklung Thors überhaupt erst in Gang, die sich schließlich über die abschließenden Avengers-Filme erstreckt. Und sie spielen Led Zeppelin.

Top 3 – Guardians of the Galaxy

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Lange Zeit mein unangefochtener Liebling unter den MCU-Filmen – mit seinem einfallsreichen Science-Fiction-Szenario, den witzigen Charakteren und einer rasanten Handlung. Und dann die Musik! Und das Raumschiff! Herrlich!

Top 4 – Black Panther

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Einer der insgesamt “rundesten” MCU-Filme, was die Charaktere, die Handlung, Botschaft und Thema und das Sägen an filmhistorischen Gewohnheiten angeht. Mit Killmonger präsentiert er einen der schlüssigsten Antagonisten, dem man seine Motivation 100%ig abnimmt – und der man sogar folgen kann, wenn man das möchte.

Top 5 – Spider-Man: Homecoming

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Aber was wäre ein Marvel-Kino-Universum ohne Spider-Man? Wie gehyped war ich, als klar wurde, dass er in Civil War seinen ersten Auftritt haben würde. Und wie sehr hat sich meine leichte Skepsis zerblasen, als ich seinen ersten eigenen MCU-Film bestaunen durfte, der glücklich den dritten Anlauf dieser Figur auf der großen Leinwand darstellte. Denn sie haben damit alles richtig gemacht. Es wurde nicht zum x-ten Mal sein Origin erzählt, sondern eine frische flotte Geschichte über Spideys erste eigenständige Gehversuche unter Iron Mans Fittichen. Auch ihm wurden wunderbare Charaktere zur Seite und ein stimmiger Antagonist gegenübergestellt. Großartig!

Top 5 MCU-Figuren

In dieser Rubrik fällt mir die Auswahl am schwersten. Denn für mich heißt es nach hirnzermarterndem Sinnieren, dass ich Captain America, Shuri, Okoye, Loki, Wasp, Ant-Man, Killmonger, Hawkeye, Ned, Rocket und viele andere nicht aufführen kann. Und das ist unverzeihlich.

Top 1 – Iron Man

In den Comics hat dieser Knabe ja immer eher ein Dasein in der zweiten Reihe gefristet. Ja, er war auch hier Gründungsmitglied der Rächer, hatte interessante Handlungsbögen und stets eine Menge Potential. So richtig durchgestartet ist er aber erst mit seiner Interpretation durch Robert Downey Jr. – und nicht zuletzt dadurch wurde er schnell zur Schlüsselfigur der drei ersten MCU-Phasen, die neben seiner eigenen Trilogie auch die vier Avengers-Filme sowie Civil War und Spider-Man: Homecoming dominiert hat. In seiner Figur fokussieren sich die Zweifel und inneren Konflikte, die mit derartigen Machtmitteln gepaart mit dem naiven Willen, allen zu helfen, einhergehen. Tony Stark aka Iron Man geht den Weg vom selbstsüchtigen Waffenhändler bis zum selbstaufopfernden Weltenretter in den zehn Jahren MCU in aller Konsequenz und sehr eindringlich dargestellt bis zum bitteren Ende.

Top 2 – Spider-Man

Peter Parker sollte immer die einfallsreichste und wichtigste Figur in jedem Marvel-Universum sein, denn er repräsentiert originär das, was die Marvel-Superhelden grundsätzlich von den klassischen Kollegen bei DC unterscheidet. Es sind allem voran normale Menschen mit normalen Konflikten und Problemen – die nebenher versuchen, mit der Macht und der Verantwortung klarzukommen. Dies darzustellen gelingt dankenswerter Weise auch der MCU-Version des Netzschwingers. Da steckt noch ganz viel Potential drin.

Top 3 – Captain Marvel

Gewaltiges Potential steckt auch in Carol Danvers. Sie wird eine der wichtigsten Figuren der folgenden MCU-Phasen sein – auch und vor allem dank ihrer Interpretation durch Brie Larson. Ähnlich wie bei Iron Man ist es ihr gelungen, die zwar interessante aber immer etwas im Hintergrund stehende Comic-Vorlage mit noch mehr Power und Leben zu erfüllen. Von ihr und ihren Filmen verspreche ich mir noch sehr viel.

Top 4 – Thanos

Es ist dem MCU auffallend oft gelungen, den Heldinnen und Helden sehr gute Antagonisten entgegenzustellen. Immer wieder handelt es sich um Figuren, die von durchaus nachvollziehbaren Motiven getrieben werden, bei denen man ein wenig darüber nachdenken sollte, ob es nur Zufall ist, dass sie hier gerade auf der Seite der “Bösen” stehen. Thanos ist ein Idealbeispiel dafür – und ein bisschen mehr. Denn er steht für die durchaus verbreitete These, dass die so genannte “Überbevölkerung” Wurzel allen Übels auf Erden sei. Es ist dem MCU zu danken, klipp und klar darzustellen, was die letzte Konsequenz dieser Analyse tatsächlich bedeutet: nämlich, dass irgendjemand sich herausnimmt zu entscheiden, dass sehr viele Leute sterben. In der Figur des Thanos ist dieser Wahnsinn hervorragend dargestellt worden.

Top 5 – Dr. Strange

Er ist so ein bisschen die magische Tony-Stark-Version – und doch ganz anders. Auch er will nichts geringeres als die Welt beschützen, ist dabei aber nicht (mehr) von allzu vielen Selbstzweifeln geplagt. An der Figur werden wir in den kommenden Phasen noch einige Freude haben. Naja, und ich mag den Cumberbatch halt.

Top 5 Marvel-Zeugs außerhalb des MCU

Die Zahl der Dinge, die für diese Auswahl die Grundgesamtheit bilden (Comics, Serien, Filme, etc. aus 80 Jahren Verlagsgeschichte) ist derart riesig, dass es die Aufgabe in den Bereich des Absurden abgleiten lässt. Dennoch fiel es mir überraschend leicht, mich hier auf fünf Dinge festzulegen.

Top 1 – Spider-Man: Into the Spider-Verse

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Das ist so ein unfassbar guter Film. Miles Morales ist ein großartiger Spider-Man und er wird so toll in Szene gesetzt – und gleichzeitig wird die Peter-Parker-Legende angemessen gewürdigt. Guckt den Film einfach! Und falls ihr ihn schon gesehen habt – guckt ihn noch mal!

Top 2 – Logan

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Es soll ja tatsächlich Leute geben, die den Hugh-Jackman-Wolverine nie so recht mochten. Vielleicht, weil er ihrer Meinung nach der Comic-Vorlage nicht ausreichend gerecht würde – keine Ahnung. Ich mochte ihn immer sehr. Sowohl in den ursprünglichen X-Men-Filmen als auch in seinen nur mäßig zusammenpassenden Solo-Auftritten. Seinen Höhepunkt hatte er aber zweifelsohne im Schlusspunkt seiner Laufbahn, in seinem allerletzten Auftritt in dieser Rolle. Selbiges gilt im Übrigen für den Patrick-Steward-Professor-X, der in diesem Film in einer schauspielerischen Meisterleistung sein ebenso tragisches Ende findet. Ganz großes Kino!

Top 3 – Ms. Marvel aka Kamala Khan

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Diese Figur erblickte mit ihrer eigenen Comic-Reihe 2014 das Licht der Welt und ist eine der besten Neuerfindungen des Marvel-Universums seit Miles Morales. Auch sie steht in bester Spidey-Tradition als jugendliche Beschützerin der eigenen Nachbarschaft mit etlichen allzu menschlichen Problemen vor der Brust. Die junge Kamala Khan aus Jersey City ist Tochter pakistanischer Einwanderer, absolutes Geek-Girl und größter lebender Carol-Danvers-Fan. Als sich dann auch noch herausstellt, dass sie Inhuman-Gene in sich trägt und (mehr oder weniger) spontan Superkräfte entwickelt, wird sie die neue Miss Marvel. Großartige Figur! Großartige Comics!

Top 4 – Avengers versus X-Men

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Derartige Comic-Crossover-Events gibt’s bei Marvel ja ständig. Man hat manchmal gar das Gefühl, dass sie nahtlos aufeinander folgen. Soll mir aber recht sein, ich mag die Meta-Geschichten, die sich über die verschiedenen Superhelden-Serien erstrecken meist sehr gern. Zu den besten zählt für mich Avengers versus X-Men von 2012. Der Name ist Programm – aber nur oberflächlich geht es hier um das übliche Kräftemessen zweier Helden-Teams. Tatsächlich wird hier die oft aufgeworfene Frage nach der unendlich korrumpierenden unendlichen Macht verhandelt. Die X-Men haben es nämlich mal wieder mit der Phoenix-Kraft zu tun, der sich schließlich fünf von ihnen ergeben. Sie nutzen diese Macht zunächst, um das Paradies auf Erden zu erschaffen, was es den Zweiflern unter den Avengern schwer macht, moralisch gegen sie zu mobilisieren – abgesehen davon, dass die Phoenix-Five nahezu unverwundbar sind. Das ganze ist also nicht nur Actiongeladen sondern auch sehr klug erzählt. Hat mir sehr gefallen und mich nachhaltig beeindruckt.

Top 5 – Der Fox-X-Men-Quicksilver

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Ich erlaube mir, diese Listen mit einem etwas abseitigeren Punkt zu schließen. Was mich in den neueren X-Men-Filmen (“Days of Future Past”, “Apocalypse” und vermutlich auch “Dark Phoenix” – letzteren habe ich noch nicht gesehen) nämlich besonders beeindruckt hat, war die vor allem tricktechnische Darstellung der Figur des Quicksilver. Korrigiert mich gern – aber ich wüsste nicht, dass irgendwo schon einmal filmisch so gut ein Speedster dargestellt wurde. Zumindest in den beiden ersten Filmen gipfelt das immer in einer Szene, in der der gute brillieren darf. Die erste aus DoFP ist für mich immer noch die Krönung.

Alles weitere dann alsbald beim Selbstgesprächler.

Die fünf besten Filme und Serien 2018

Der Selbstgesprächler rief dazu auf, ihm die fünf besten Filme und Serien des letzten Jahres zu nennen. Da simmer natürlich dabei. Damit ist dann aber auch gut mit Jahresrückblicken.

Volker sammelt fürs Zwiegespräch

Hintergrund ist der Aufruf des beliebten Podcasters Volker, der für seine kommende Sendung gern unsere liebsten Filme und Serien aus 2018 gewusst hätte. Dem leiste ich selbstredend Folge. Ehrensache!

Die besten Filme 2018

In Sachen Filme hatte die Frage per Twitter knapp beantwortet, das gilt es nun ein wenig auszuführen.

1. Spider-Man: Into the Spider-Verse

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Für mich die absolute Überraschung des Jahres – obwohl ich schon die ersten Trailer mit großem Interesse verfolgt hatte. In den Jahren zuvor hatte ich das Thema “Animierte Superheldenfilme” nicht mehr so auf dem Schirm gehabt beziehungsweise es nicht so ernst genommen – sicherlich zu Unrecht. Davon abgesehen hat Sony hier nicht nur handwerklich ein Meisterwerk abgeliefert, das mit meiner Vorstellung von Superhelden-Zeichentrick so gar nichts mehr zu tun hat. Auch und vor allem die vielschichtigen glaubhaften Charaktere, die kurzweilige Story und die relevanten behandelten Themen sind auf absolut höchstem Niveau. Den Fokus auf den “neuen” Spider-Man Miles Morales zu legen und dabei trotzdem die Legende des “alten” Peter Parker zu würdigen, war die beste Idee – und ist auch hervorragend umgesetzt.

2. Avengers: Infinity War

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Noch bis November/Dezember wäre dieser Film zweifellos meine numero uno geworden. Der allgemeinen Lobhudelei will ich gar nicht mehr viel hinzufügen. Was Marvel in zehn Jahren und ich-weiß-grad-auch-nicht-wievielen Filmen unvergleichliches gelungen ist, kumuliert in diesem Film: Einen Kino-Kosmos zu erschaffen, in dem es bei allen Höhen und Tiefen keinen wirklich ernsten Ausreißer gibt und der eine komplexe und spannende Abenteuergeschichte mit unfassbar vielen interessanten Figuren erzählt. Und ja, Thanos ist ein großartiger Bösewicht.

3. Black Panther

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Aus besagtem Universum erschienen 2018 nicht weniger als drei Filme, die eigentlich alle in diese Liste gehört hätten. So leid es mir um The Wasp und Ant-Man tut – es war dann noch nicht genug Platz für alle. Zumal Black Panther unter allen MCU-Filmen herausragt und einer der besten Superheldenfilme überhaupt ist. Auch und vor allem wegen seiner inhaltlich-thematischen Relevanz – aber auch weil er schlicht ein gut erzählter Film voller interessanter Charaktere ist, mit denen man gern mitfiebert.

4. Christopher Robin

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Als alter Winnie-Pu-und-Ferkel-Fan habe ich mich auf diesen Film ganz besonders gefreut. Und wie ich nach den ersten Trailern schon erwartet habe, ist er nur zum Teil ein Kinderfilm – das aber auch. Der Fokus liegt natürlich auf dem titelgebenden erwachsengewordenen Besitzer der belebten Plüschtiere, der seine verlorene kindliche Unbeschwertheit zurückgewinnen muss, um nicht in einer Prä-Midlife-Krise zu versauern. Genau mein Thema also.

5. Solo: A Star Wars Story

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Und für den vermutlich letzten Star-Wars-Story-Film überhaupt muss ich auch noch mal eine Lanze brechen. Denn mir hat er schlicht und einfach gefallen. Ja, er mag bestenfalls überflüssig sein, da er der Figur unseres Lieblingsschmugglers nichts Relevantes hinzuzufügen vermag. Aber ich habe mich über die zahlreichen schönen Bilder, witzigen Szenen, guten Einfälle und netten Nebenfiguren gefreut und mich gut unterhalten gefühlt. Einen zweiten Teil mit Darth Maul hätte ich durchaus gern gesehen. Aber das Thema ist ja wohl durch.

Die besten Serien 2018

Volkers strenge Regeln lassen leider nur Serien beziehungsweise Staffeln zu, die auch 2018 erschienen sind. Aber Battlestar Galactica habe ich ohnehin schon ausreichend gelobhudelt.

1. Star Trek: Discovery

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Der zweite Teil der ersten Staffel wurde ab Januar 2018 ausgestrahlt und beinhaltete mit der Spiegeluniversums-Handlung den bisherigen Höhepunkt der Serie. Die ausführliche Darstellung des Terranischen Empires hat mir sehr gefallen. Auch über Discovery hatte ich mich ja schon ausführlicher ausgelassen und erläutert, dass ich die weit verbreitete Kritik nicht teile. Dass sich hier noch einiges zusammenrütteln muss – allein wegen der Querelen im Vorfeld der Produktion – sei unbenommen. Aber das wurde bisher noch jeder Star-Trek-Serie zugestanden.

2. Better Call Saul

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Die vierte Staffel der Breaking-Bad-Spinoff-Serie erschien im Sommer 2018. Die Vorgeschichte des Anwalts James MacGill (der spätere Saul Goodman) wird hier weitererzählt und rückt dem Ausgangspunkt der Mutterserie langsam erkennbar näher. Ich finde, dass die Serie ungebrochen eine hervorragende eigenständige Geschichte erzählt und den bekannten Figuren neue Facetten verschafft. Allein der Handlungsstrang mit Gustavo Fring und einem gewissen deutschen Ingenieur ist großartig.

3. Der Tatortreiniger

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Eine der besten deutschsprachigen Serien überhaupt fand im Winter 2018 mit ihrer siebten und letzten Staffel ihr Ende (ja, das Video zeigt Staffel 6, ich weiß, gab nix anderes bei YouTube). Und das nicht wegen schwindender Quoten sondern weil die Autorin festgestellt hat, dass sie die Figur und ihre Themen auserzählt hat. Selbst dies ist ein Indiz für den hohen Anspruch, den die Macherinnen und Macher an die auf den ersten Blick leichte Comedyserie hatten. Neben dem großartigen Humor fasst die Serie aber in jeder Folge auch ein relevantes Thema an, das meist mit Vergänglichkeit und dem Umgang mit dem Tod zu tun hat – und fast jede Staffel hat eine Folge, die ein wenig ins Fantastische abgleitet.

4. The Man in the High Castle

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Im Herbst 2018 ging die dritte Staffel dieses Parallelweltepos’ auf Sendung. Inhaltlich hat sie sich damit schon länger von der Romanvorlage aus der Feder von Philip K. Dick entfernt, spinnt das Szenario aber durchaus spannend weiter. Nun ist die Idee “Was wäre, wenn die Nazis gewonnen hätten?” gelinde gesagt ziemlich ausgelutscht und jede Darstellung einer solchen Welt birgt immer die Gefahr, selbige in zu weichgezeichnetem Licht darzustellen. Es gelingt der Serie aber stets, dies zu umgehen und dem Szenario trotzdem Spannung abzugewinnen. Ohnehin verschiebt sich der Fokus immer mehr auf den Wechsel zwischen den Parallelwelten, was Lust auf weitere Staffeln macht.

5. Weißensee

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Und noch eine deutsche Serie, die mit hervorragenden Schauspielern und Drehbüchern zeigt, dass es auch hierzulande geht. Weißensee erzählt anhand zweier sehr unterschiedlicher ostdeutscher Familien den Niedergang der DDR und die ersten Jahre nach der Maueröffnung. Im Frühjahr 2018 wurden eine Mini-Webserie (siehe Video) und eine vierte Staffel nachgeschoben. Letztere dreht sich um die Themen Treuhand und Einführung der D-Mark und führt die Fäden des Familiendramas zu einem Ende. Vielleicht nicht mehr ganz so gut wie die vorangegangenen Staffeln – aber trotzdem immer noch sehr sehenswert.

Montagsfrage: Leserückblick

Die letzte Montagsfrage des vergangenen Jahres soll meine erste des neuen sein. Sie lautet: “Was war dein Lesehighlight 2018?”

Viele Bildergeschichten und ein paar ohne

Mein Leseschwerpunkt lag 2018 (erneut) bei der Neunten Kunst. Ich habe also mächtig viele Comics verkonsumiert und nur wenige Romane und Kurzgeschichtensammlungen. Obige Frage möchte ich daher gern zweimal beantworten: einmal für das gedruckte Wort und einmal für das bebilderte.

20 Jahre altes Highlight

Ich habe es an anderer Stelle bereits erwähnt: Mit meinem Lesehighlight war ich 2018 eigentlich 20 Jahre zu spät dran. Ich habe nämlich endlich Harry Potter für mich entdeckt.

Die Filme kenne und schätze ich schon länger. Für die Bücher steckte ich Ende der 90er aber wohl in einem zu ungünstigen Alters-Zeitfenster: zu alt beziehungsweise noch nicht alt genug, um die Lektüre zu schätzen. Als ich nun endlich meine Nase in Harry Potter und der Stein der Weisen steckte und in einem Rutsch mit der Kammer des Schreckens durchschmökerte, war ich heilfroh, diese Lücke endlich gefüllt zu haben. Wirklich ein ganz großartiges Buch – und selbst bei Kenntnis der Filme ein Gewinn. Die Filme weiß ich im Übrigen nun noch mehr zu würdigen, da sie trotz Auslassung einiger kleinerer Details sehr angemessen und gelungen sind. Da ich jedoch noch mehr erwähnenswertes gelesen habe, erlaube ich mir, meine Top 5 Lesehighlights 2018 aufzulisten.

  1. Joanne K. Rowling: Harry Potter (und der Stein der Weisen / und die Kammer des Schreckens) – siehe oben
  2. Alex Jahnke (Hg.): Reiten wir! – Großartige Sammlung mit Kurzgeschichten aus dem Karl-May-Kosmos.
  3. Heinz Strunk: Das Teemännchen – Auch Strunk versucht sich an einer Anthologie. Nicht alle Kurzgeschichten kommen an Der Goldene Handschuh oder Fleisch ist mein Gemüse heran. Dennoch ein großer Spaß.
  4. Terry Pratchett: Atlas der Scheibenwelt – Wunderbar gestaltetes Kartenwerk mit detaillierten und amüsanten Einträgen zu jeder Region dieser einfallsreichen Fantasywelt.
  5. Walter Moers: Weihnachten auf der Lindwurmfeste – Ein kleiner amüsanter Zwischensnack aus dem Moers’schen Käptn-Blaubär-Zamonien-Fantasy-Kosmos.

Ein Lindwurm und triviale Weltraumhelden

Und nun das Ganze noch einmal in Sachen Comics. Auch hier hatte ich mein Highlight eigentlich schon vertwittert. Es war nämlich die zweibändige Comic-Adaption des Zamonien-Romans Die Stadt der Träumenden Bücher.

Die Zeichnungen sind einfach grandios und die dichte Atmosphäre der Vorlage scheint in den detailreichen Paneln nochmals zu gewinnen. Ein Genuss! Auch hier sei mir die Auflistung meiner Top 5 Comics 2018 gestattet.

  1. Walter Moers und Florian Biege: Die Stadt der Träumenden Bücher – siehe oben
  2. Rick Remender, Tony Moore, Jerome Opena: Fear Agent – Großartige Pulp-Space-Opera mit rasenden Raketen, fiesen Robotern und Helden mit Strahlenkanonen.
  3. Brian K. Vaughan und Fiona Staples: Saga – Eigentlich ganz ähnlich und doch ganz anders hat diese nicht minder großartige Space-Opera noch eine Menge Magie und Fantasy-Klischees beigemengt. Sammelband neun endet mit einem fiesen Cliffhanger.
  4. Mark Millar und Goran Parlov: Starlight – Die Dritte in diesem Bunde trivialer Weltraum-Heldengeschichten kommt wieder recht klassisch daher, dreht das Flash-Gordon-Motiv aber geschickt weiter, indem der Held nun in seinem Rentenalter noch einmal zur Strahlenpistole greifen muss.
  5. DC-Comics: New52 – In Sachen Superhelden ziehe ich das Haus Marvel ja stets ein bisschen vor. Das ist bei mir aber wie bei Lego und Playmobil: eigentlich mag ich beides. Also war 2018 mal wieder etwas mehr DC an der Reihe und ich habe ein Paar Serien aus der New-52-Ära zwischen 2011 und 2016 nachgeholt. Die Ära ist deswegen für den sporadischen Leser ganz günstig und interessant, da in ihr die Geschichten der klassischen Helden von Wonder Woman bis Batman abgeschlossen und leicht variiert neu erzählt werden. Das gelang meist ganz gut, wie bei den beiden genannten, der Justice League und der Justice League Dark – allerdings nicht immer.

TV-Serien: Was ich (vorerst) abgebrochen habe

Hier im Rahmen meiner kleinen TV-Rubrik sozusagen mein Serien-Abstellgleis.

Stand: 8.5.2017 | Wie immer gilt: Keine Spoiler zu befürchten.

Daredevil

  • Erstveröffentlichung: seit 2015
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit je 13 Folgen (Staffel drei in Arbeit)
  • Mein Guck-Stand: etwas die Hälfte des Pilotfilms
  • Worum geht’s: Nach dem eher mäßigen Kinofilm von 2003 ist dies ein erneuter Versuch, Marvels Mann ohne Furcht vom Comicheft in bewegte Bilder zu transformieren. Dabei ist diese TV-Serie ausdrücklich Bestandteil des Marvel Cinematic Universe, spielt also in derselben Welt wie “SHIELD”, “Agent Carter” und die Marvel-Kinofilme. Die Hauptfigur dieser Serie ist als Kind bei einem Unfall erblindet – hat aber dadurch auch extrem verstärkte Sinne inklusive eines Radar-/Sonar-Sinnes erhalten. Aus Gründen beginnt er in späteren Jahren eine Karriere als Superheld. Wie das halt so läuft.
  • Wie isses: Das Netz jubelt ja schon seit dem ersten Tag der Veröffentlichung auf Netflix in höchsten Tönen. Ich bin mit der Figur Daredevil bisher ja nie so richtig warm geworden – obwohl es natürlich großartige Geschichten mit ihm gibt. Von der ersten Folge war ich allerdings mächtig enttäuscht und kann die Jubelarien nicht so recht nachvollziehen.
  • Abbruchgrund: Die erste Folge war schlicht und einfach unfassbar langweilig inszeniert. Auf das kurze Origin folgte ein viel zu langer Beicht-Monolog, dann eine kurze Batman-Szene im Containerhafen und dann weitere unheimlich schleppende und leblose Dialogszenen. Hier geht es mir wie schon bei Agents of SHIELD (s.u.) – vermutlich lautet die bittere Wahrheit, dass Marvel einfach keine Serien hinbekommt. Aber dafür sind die Comics und die Kinofilme ja wenigstens großartig.
  • Zweite-Chance-Chance: Also, wenn ich mal doll Langeweile hab und es sonst grad nichts zu gucken gibt, erhält die Serie natürlich noch mal eine Chance. Irgendwas muss ja dran sein, wenn ihr die alle so lobt. Vielleicht kommt sie nach ein paar Folgen ja in die Gänge.
  • Link: Daredevil bei Wikipedia

Agent Carter

  • Erstveröffentlichung: 2015-2016
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit acht bzw. zehn Folgen (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: Staffel eins Folge zwei
  • Worum geht’s: Die Abenteuer von Peggy Carter in den 40er Jahren nachdem Captain America vermeintlich über dem Atlantik gestorben ist. Die Serie knüpft direkt an den entsprechenden Kinofilm an und ist somit auch Teil des Marvel Cinematic Universe.
  • Wie isses: Nach dem, was ich so gehört habe, soll’s ganz gut sein. Die Trailer, die ich bislang so aufgeschnappt habe, fand ich jetzt eher mäßig. Aber das muss nichts heißen. Die ersten beiden Folgen waren dann durchaus etwas vielversprechender.
  • Abbruchgrund: Ach, ich weiß auch nicht. Soo der Burner war es dann halt doch nicht.
  • Zweite-Chance-Chance: Ist zumindest höher, als bei den reinen Netflix-Serien von Marvel, die mich ja mächtig enttäuscht haben.
  • Link: Agent Carter bei Wikipedia

Agents of SHIELD

  • Erstveröffentlichung: seit 2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je 22 Folgen
  • Mein Guck-Stand: die ersten 20 Minuten des Pilotfilms
  • Worum geht’s: Der supergeheime Geheimdienst SHIELD – dem Marvel-Comic-Fan längst ein Begriff und auch dem Freund der Comicverfilmungen von “Iron Man” bis “Avengers” kein Unbekannter mehr – muss auch ohne die großen Superhelden gegen die Bedrohungen dieser Welt antreten. Dabei ist die Handlung der Serie mehr oder weniger eng mit den Ereignissen der Filme verknüpft und somit ausdrücklich Bestandteil des Marvel-Cinematic-Universe.
  • Wie isses: Die erste Staffel soll verhältnismäßig mau sein – tatsächlich fand ich den Piloten schon so dermaßen langweilig, dass ich nach 20 Minuten abbrechen musste. Gegen Ende der ersten Staffel soll die Serie aber Fahrt aufnehmen – Staffel zwo soll dann richtig gut sein.
  • Abbruchgrund: Siehe oben. Der Pilot hat mich so überhaupt nicht vom Hocker gehauen.Tatsächlich fand ich ihn stinkend langweilig. Die Handlung kommt nicht in die Gänge, die blassen Charaktere ergehen sich in langatmigen Dialogen. Die Vorstellung, das jetzt 22 Folgen lang durchzuhalten, war nicht im mindesten verlockend.
  • Zweite-Chance-Chance: Ganz aufgeben will ich die Serie tatsächlich nicht, da es ja wie gesagt auch viel Gutes darin geben soll. Und es ist immerhin Marvel. Vielleicht mach ich mich irgendwann mal dran, ausgewählte Folgen aus Staffel eins zu schauen, um dann mit Staffel zwei noch mal richtig einzusteigen.
  • Link: Agents of SHIELD bei Wikipedia

House of Cards

  • Erstveröffentlichung: seit 2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit je 13 Folgen (Staffel vier läuft gerade an)
  • Mein Guck-Stand: Folge eins
  • Worum geht’s: Im Grunde ein Polit-Thriller um den Kongressmann Frank Underwood, der Kalif anstelle des Kalifen werden will. Oder so.
  • Wie isses: Die Welt da draußen ist sich einig, dass die erste Staffel grandios, die zweite etwas zäh und die dritte wieder überwältigend ist. Ich fand ehrlich gesagt schon die erste Folge reichlich zäh. Das ist handwerklich alles hervorragend gemacht – aber irgendwie wollte es mich nicht packen.
  • Abbruchgrund: WAS?!? DU HAST HOUSE OF CARDS ABGEBROCHEN?!? Es tut mir ja auch leid – aber das hat mich in der ersten Folge alles nicht überzeugt. Schon die Grundprämisse (Politiker sind alles korrupte Machtschweine) finde ich etwas ermüdend. Und bis das mal in die Gänge kommt. 75% der ersten Folge wird immer nur behauptet, was für ein toller Intrigant Underwood doch ist – und seine große Tat am Ende ist dann, dass er einen Gesetzesentwurf an die Presse petzt. So ganz kaufe ich die Charaktere von ihm und seiner Frau auch nicht. Ja, sie sind ganz doll pöse und gnadenlos. Sie schmeißt Leute raus und er … Gläser auf den Boden – aber warum? Und dieses Mit-dem-Publikum-Sprechen ist auch arg gewöhnungsbedürftig.
  • Zweite-Chance-Chance: Der soziale Druck, diese Serie zu sehen, bleibt enorm hoch. Und vermutlich kommt das ganze ab Folge zwei auch in die Gänge. Die Chance, dass ich da noch mal weitergucke, ist daher recht hoch. Aber erst mal nicht.
  • Link: House of Cards bei Wikipedia

Vikings

  • Erstveröffentlichung: seit 2012
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je neun bzw. zehn Folgen (Staffel vier ist in Arbeit/läuft)
  • Mein Guck-Stand: Pilotfolge
  • Worum geht’s: Mehr oder weniger historisch akkurat werden das Leben und die Abenteuer einer kleinen Wikinger-Sippe beschrieben.
  • Wie isses: Hab viel gutes gehört. Soll sehr kurzweilig sein und zumindest das Gefühl historischer Akkuratesse vermitteln. Letzteres stimmt – ersteres nicht so.
  • Abbruchgrund: Die Bilder sind wirklich sehr hübsch. Tolle Landschaften, ansehnliche Kulissen und Kostüme. Aber der Pilotfilm ist unheimlich schleppend inszeniert. Man hat buchstäblich das Gefühl, dass die Handlung mit halber Geschwindigkeit vorangeht. Vermutlich hätte es geholfen, die ersten zwei, drei Folgen zu einer zusammenzuschneiden. Hat aber niemand gemacht.
  • Zweite-Chance-Chance: Hm. Weiß nicht. Das Szenario hat durchaus was – aber es hätte mich auch handlungsmäßig wie damals bei Rome mehr packen müssen. Ich glaube, das wird wohl erst mal nix.
  • Link: Vikings bei Wikipedia

Person of Interest

  • Erstveröffentlichung: seit 2011 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit 22 bzw. 23 Folgen (Staffel fünf in Arbeit)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Folge eins
  • Worum geht’s: Ein rätselhafter Milliardär rekrutiert einen Ex-Spezialagenten, um mit ihm Verbrechen zu verhindern, die eine künstliche Intelligenz vorausberechnet. Das ganze entwickelt sich wohl von einer Krimi-Geschichte zu handfester Science-Fiction, wenn die KI in den Vordergrund der Handlung tritt.
  • Wie isses: Gerade die späteren Staffeln sollen richtig gute SF sein. Schon die Pilotfolge ist spannend und macht durchaus Spaß.
  • Abbruchgrund: Tja, weiß gar nicht so recht. Irgendwie war es dann wohl doch nicht packend genug, um mich wieder an den Bildschirm zu rufen. Ruht erst mal.
  • Zweite-Chance-Chance: Doch, das nehme ich bestimmt irgendwann mal wieder auf. Wenn alles andere durchgeguckt ist.
  • Link: Person of Interest bei Wikipedia

The IT Crowd

  • Erstveröffentlichung: 2006-2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit je sechs Folgen + ein Abschluss-Special (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: Staffel drei, Folge eins
  • Worum geht’s: Die IT-Abteilung einer britischen Firma und der alltägliche Wahnsinn, dem man dort begegnet.
  • Wie isses: Jetzt nicht böse sein, aber … also sooo doll find ich’s jetzt ehrlich gesagt nicht. Die meist ganz guten Gags werden oft durch unnötige Übertreibung wieder versaut. Ich hatte auch mehr popkulturelle Anspielungen und … naja … fachliche Gags erwartet. Dennoch: Man muss durchaus in jeder Folge ein, zwei Mal schmunzeln.
  • Abbruchgrund: Nachdem ich die zweite Staffel schon etwas besser fand – immerhin zwei Folgen daraus habe ich sogar als richtig gut befunden –, hat mich der Auftakt zur dritten Staffel dermaßen angeödet, dass ich hier endgültig einen Cut machen musste. Ich glaube, meine Enttäuschung hat viel mit meiner Erwartungsshaltung zu tun. Ich hatte mit dem witzigeren (weil britischen) Urvater der Big Bang Theory gerechnet und ein Feuerwerk aus popkulturellen und IT-bezogenen Gags erwartet. Ich bekam Mr. Bean vor einem Computer – mit etwas mehr Text.
  • Zweite-Chance-Chance: Nee … ich glaub nicht. Den Hammer-Gag mit dem Internet in der Schachtel hab ich auch so schon oft genug gehört.
  • Link: The IT Crowd bei Wikipedia

Bereits in dieser Reihe erschienen:

TV-Serien: Kinder- und Jugendserien

Teil fünf meiner losen Reihe zum Thema widme ich der Sparte ab FSK 0 – meist Zeichentrick oder sonst wie animiert (naja, eigentlich fast alles) und auch gut als Erwachsener verkonsumierbar. Dabei mische ich neues Zeugs, das ich durch meinen eigenen Nachwuchs kennengelernt habe, mit altem Kram, den ich aus meiner Kindheit kenne. Wird unregelmäßig ergänzt.

Stand: 8.5.2017 | Keine Sorge: Keine Spoiler zu befürchten.

Die Schlümpfe

  • Erstveröffentlichung: 1981-1989
  • Anzahl Staffeln/Folgen: neun Staffeln mit jeweils zwischen 16 und 36 Folgen (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: einen Großteil werde ich gesehen haben – mit größeren Lücken in den hinteren Staffeln
  • Worum geht’s: Die TV-Abenteuer der kleinen blauen Wichte aus der Feder des belgischen Comiczeichners Peyo. Wer sie nicht kennen sollte: es handelt sich um vielleicht zehn Zentimeter große blauhäutige Wesen, die in einem mittelalterlichen Wald leben und meist enervierend fröhlich sind. Es gibt viel Magie – und diverse Bösewichter, die den Schlümpfen ans Leder wollen (allen Voran der Zauberer Gargamel). Viele Problemchen, mit denen sich die kleinen blauen Kerle rumplagen müssen, sind jedoch hausgemacht. Die ersten Folgen der TV-Serie orientieren sich noch mehr oder weniger eng an der Comic-Vorlage. Da es nur 16 Original-Alben gibt, werden spätestens ab Staffel zwei “neue” Abenteuer erzählt.
  • Wie isses: Nun bin ich ein großer Fan der hervorragenden Original-Comics (sowie der “offiziellen” Nachfolgewerke), in denen oft großer Witz, geistreiche Sozialkritik und ziemlich gute Fantasy stecken. Wenn man ganz ehrlich ist, kommen die Hanna-Barbera-Cartoons aber beiweitem nicht an diese Vorlage ran. Dennoch hab ich irgendwie einen Narren an der Serie gefressen. Zumal die zunächst sehr schlechten Zeichnungen und Animationen in den späteren Staffeln deutlich besser werden. Und auch die Handlungen sind dann nicht mehr ganz so einfach gestrickt. Hach, ich mag’s einfach.
  • Altersempfehlung: Das Zeug ist FSK 0 und extrem harmlos. Vermutlich will man das allerspätestens ab zehn nicht mehr gucken.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Ich hätt ja schon ganz gern irgendwann noch mal die hinteren Staffeln alle geguckt. Ein gewisses Interesse ist bei Töchterlein auch vorhanden – die ersten Staffelboxen liegen vor.
  • Link: Die Schlümpfe bei Wikipedia

Galaxy Rangers

  • Erstveröffentlichung: 1986
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 65 Folgen (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: fast alles, vermute ich
  • Worum geht’s: Recht klassische SF mit Western-Elementen. Die Menschheit hat sich im späten 21. Jahrhundert ein wenig im All ausgebreitet und trifft dabei auch auf Feinde. Die Helden sind eine Spezialeinheit mit Superkräften, die genannte Feinde bekämpfen soll.
  • Wie isses: Ich hab’s als recht kurzweilig in Erinnerung. War glaub ich etwas besserer 80er-Trash. Ich meine auch, dass es einen durchaus anständigen übergeordneten Handlungsbogen gab. Und Raumschiffe! Und Roboter!
  • Altersempfehlung: Das müsste FSK 6 sein. Ich war aber deutlich älter, als das damals bei Tele 5 kam.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Tja … ich vermute mal, dass man damit niemanden mehr so recht hinter dem Tablet hervorlocken kann. Mich würde aber doch mal interessieren, ob es wirklich so nett war, wie ich es in Erinnerung habe. Vielleicht gibt’s hier und da bei Youtube ja noch was davon zu sehen.
  • Link: Galaxy Rangers bei Wikipedia

Saber Rider und die Starsheriffs

  • Erstveröffentlichung: 1987-1988 (“westliche” Version)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 52 Folgen (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: fast alles, vermute ich
  • Worum geht’s: Auf den ersten Blick dasselbe wie die Galaxy Rangers in Japanisch – wobei hier natürlich noch eine ordentliche Portion Riesen-Roboter-Action hinzukommt. Kurz gesagt kloppen sich die Menschen im All mit den Wesen aus der Phantomzone und die Starsheriffs sind mit ihrem Raumschiff Ramrod, das sich in einen Riesenroboter transformieren kann, an vorderster Front dabei. Fast noch interessanter ist dabei die Tatsache, dass die japanische Originalserie den Titel “Sternenmusketier Bismarck” trägt und in sich wesentlichen Punkten von dem unterscheidet, was “westlichen” Kindern vorgesetzt wurde. Für den amerikanischen (und somit auch den europäischen) Markt wurde die Serie nämlich deutlich umgeschnitten mit zusätzlichen nachproduzierten Szenen versehen und anders synchronisiert. Man möge das en detail selbst bei Wiki nachlesen. Spannend.
  • Wie isses: Ich mochte damals ja aus irgendeinem Grund keine Animes. Das hat sich erst viel später mit den großartigen Studio-Ghibli-Sachen geändert. Saber Rider war aber schon damals eine Ausnahme. Ich fand’s cool – und auch die Meta-Handlung hat gegen Ende durchaus interessante Wendungen.
  • Altersempfehlung: FSK 6? FSK 12? Keine Ahnung. Ich war 15/16, als das bei Tele 5 kam.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Eher gering. Ich hätte höchstens mal Lust, in das japanische Original reinzuschauen. Kann die Sprache nur leider nicht …
  • Link: Saber Rider bei Wikipedia

Die Simpsons

  • Erstveröffentlichung: seit 1989
  • Anzahl Staffeln/Folgen: 26 Staffeln mit jeweils zwischen 20 und 25 Folgen (Staffel eins hat nur 13 Folgen) + ein Kinofilm (Staffel 27 läuft gerade)
  • Mein Guck-Stand: Bis Staffel 12 alles, dann stark abnehmend, von den letzten zehn Staffeln kenne ich so gut wie gar nichts, den Kinofilm hab ich gesehen.
  • Worum geht’s: Tja, eine amerikanische Durchschnittsfamilie in einer amerikanischen Durchschnittstadt erlebt ihren amerikanischen Durchschnittsalltag … naja … letzteres nicht so ganz und von Staffel zu Staffel immer weniger durchschnittlich.
  • Wie isses: Gar nicht so leicht zu beantworten. Diese Serie ist nichts Geringeres als eine TV-Ikone, die (mindestens) eine ganze Generation begleitet und geprägt hat. Und das zu Recht, denn sie war (fast) immer großartig. Ich könnte mich heute noch tagelang mit Gleichgesinnten ohne Mühe und mit großer Freude nur in Simpsons-Zitaten unterhalten. Man ist sich da draußen weitgehend einig, dass die Serie seit einigen Staffeln mehr und mehr nachlässt. Kann ich tatsächlich kaum noch beurteilen, da ich die hintere Hälfte schlichtweg nicht mehr kenne – was aber damit zu tun hat, dass ich sie ab Staffel 12/13 nicht mehr so reizvoll fand. Habe kürzlich gelesen, dass man all die Staffeln ohnehin in drei/vier Phasen aufteilen und streng genommen als drei/vier unterschiedliche Serien begreifen müsste. Da ist sicherlich was dran. Interessant auch die Fan-Theorie, die letztens kursierte, wonach die späteren Folgen und Staffeln nur Homers Komatraum seien. Wie auch immer: Die Simpsons bleiben die wichtigste Serie unserer Generation und waren mindestens in der ersten Hälfte so großartig, dass alles andere zu verzeihen wäre. Und der Film ist auch klasse. Spider-Schwein FTW!
  • Altersempfehlung: Schwankt wohl zwischen FSK 6 und FSK 12 (je nach Staffel). Spätere Folgen sind ohnehin immer mehr auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten. Richtiggehend für Kinder sind wohl nur die allerersten Folgen.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Die Serie ist dermaßen elementares Kulturgut, dass man gar nicht umhin kommt, sie irgendwann an die nächste Generation weiterzugeben. Bin gespannt, als wie zeitlos sich die ersten Staffeln dann erweisen – oder ob sie dann doch nur für die Generation am Ende des Prä-Internet-Zeitalters funktionieren.
  • Link: Die Simpsons bei Wikipedia

Parker Lewis

  • Erstveröffentlichung: 1990-1993
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je 26, 25 und 22 Folgen (abgeschlossen)
  • Mein Guck-Stand: Da müsste ich eigentlich alles gesehen haben.
  • Worum geht’s: Eigentlich eine recht klassische US-Highschool-Serie, bei der drei Freunde um den titelgebenden Parker Lewis im Mittelpunkt stehen. Der große Comedy- und Slapstick-Anteil sowie die für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen teils comichaften Absurditäten und Erzählweisen lassen sie jedoch herausragen. Zudem war fast jede Folge voll von popkulturellen Anspielungen.
  • Wie isses: Die Serie war für uns damals in der Oberstufe recht prägend – auch wenn sie heute ziemlich in Vergessenheit geraten scheint. Richtig gut waren dabei im Übrigen nur die beiden ersten Staffeln. Staffel drei ist Mist, da sie auf alle prägenden Besonderheiten verzichtet und eine öde Teenie-Highschool-Serie zurücklässt. Wurde danach auch zu Recht eingestellt.
  • Altersempfehlung: War damals was für Jugendliche.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Kann man sich heute glaub ich nicht mehr anschauen. Ist doch viel zu sehr in seiner Zeit verhaftet.
  • Link: Parker Lewis bei Wikipedia

Spongebob Schwammkopf

  • Erstveröffentlichung: seit 1999
  • Anzahl Staffeln/Folgen: neun Staffeln mit je 20 bzw. 26 Folgen + 15 Specials + zwei Kinofilme + zwei TV-Filme (Staffel zehn geplant)
  • Mein Guck-Stand: ziemlich viel querbeet
  • Worum geht’s: “Weeeeeer lebt in ner Ananas ganz tief im Meer?” Der sympatische quaderförmige gelbe Schwamm Spongebob erlebt mit seinen Freunden (u.a. ein Eichhörnchen im Taucheranzug, das in einer Unterwasserkuppel lebt) ziemlich bizarre und absurde Abenteuer, die sich oft um die Zubereitung von Krabbenburgern oder das Einfangen von Quallen drehen.
  • Wie isses: Herrlich! Keine Ahnung, was man rauchen muss, um sich so einen Quatsch auszudenken. Mir gefällt’s extrem gut.
  • Altersempfehlung: Funktioniert schon sehr gut bei Sechsjährigen – ich kann mich mit 40 immer noch total drüber beömmeln.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Töchterlein ist begeistert – also werde ich noch lange meine Freude dran haben.
  • Link: Spongebob bei Wikipedia

Kleine Prinzessin

  • Erstveröffentlichung: seit 2006
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je 30 bzw. 35 Folgen
  • Mein Guck-Stand: ziemlich viel aus den ersten beiden Staffeln
  • Worum geht’s: Die etwa vierjährige Prinzessin lebt mit Mama Königin, Papa König, dem Premierminister, dem Kindermädchen, dem Admiral, dem General und dem Gärtner in einem Schloss und tut, was Vierjährige so tun.
  • Wie isses: Sehr, sehr lustig.
  • Altersempfehlung: Es ist schon sehr stark auf Vorschulkinder zugeschnitten. Die mitschauenden Erwachsenen können aber auch gut drüber lachen.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Nicht vorhanden. Spätestens ab sechs schaut man sich das nicht mehr an. Erst wenn man selbst wieder Vorschulkinder hat.
  • Link: Kleine Prinzessin bei Wikipedia

Shaun das Schaf

  • Erstveröffentlichung: seit 2007
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit je 40, 20 oder 30 Folgen (in der deutschen Wikipedia werden die Folgen in sechs Staffeln unterteilt) + ein Kinofilm (streng genommen zählt noch der Wallace & Gromit Film dazu, in dem Shaun seinen ersten Auftritt hatte)
  • Mein Guck-Stand: etliche Einzelfolgen, überwiegend aus den ersten Staffeln und der Kinofilm
  • Worum geht’s: Shaun lebt inmitten einer kleinen Schafherde bei seinem Bauern auf dem Lande. Bewacht vom Hütehund Bitzer treiben sie allerhand Blödsinn – stets darauf bedacht, dass der Bauer nichts davon mitbekommt.
  • Wie isses: Großartig! Die Stop-Motion-Technik ist ganz wunderbar. Die Stories sind absurd-witzig. Macht richtig Spaß.
  • Altersempfehlung: Funktioniert schon im Vorschulalter – und sollte jedermann und jederfrau bis ins hohe Alter gefallen.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Ich werde nicht ruhen, ehe ich jede einzelne Folge mindestens drei Mal gesehen habe.
  • Link: Shaun das Schaf bei Wikipedia

Mascha und der Bär

  • Erstveröffentlichung: seit 2009
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell insgesamt 52 Folgen
  • Mein Guck-Stand: eine Handvoll Folgen
  • Worum geht’s: Das kleine Mädchen Mascha besucht ihren Freund den Bären im Wald und erzeugt dabei einiges an Chaos.
  • Wie isses: Hervorragend. Nett animiert – auch wenn’s CGI ist, erinnert es ein bisschen an den Stil klassischer Warner-Cartoons. Aber mit einem ganz eigenen slapstickhaften Cartoon-Humor, der manchmal vielleicht einen Hauch derber ausfällt, als man es von modernen amerikanisch-westeuropäischen Produktionen gewöhnt ist. Wichtiges Thema ist oft das Essen und seine Zubereitung.
  • Altersempfehlung: Spaß vom Vorschul- bis ins Greisenalter
  • (Wieder-)Guck-Chance: Das werde ich mir mit Töchterlein jetzt mal alles reindrehen.
  • Link: Mascha und der Bär bei Wikipedia

Ben und Holly

  • Erstveröffentlichung: seit 2009
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit je 26 Folgen
  • Mein Guck-Stand: ziemlich viel aus der ersten Staffel und ein bisschen was aus der zweiten
  • Worum geht’s: Holly ist die Tochter des Feenkönigs, Ben ist der Enkel des Weisen Alten Elf. Elfen und Feen leben gemeinsam in einem kleinen Königreich auf einer Wiese (ja, beide Völker sind sehr klein). Die eher magischen Feen und die eher technisch begabten Elfen necken sich vielleicht gern mal, leben aber sonst recht friedlich miteinander, weswegen die Freundschaft von Ben und Holly auch nichts ungewöhnliches ist. Gemeinsam erlebt man allerlei absurde Abenteuer.
  • Wie isses: Großartig. Es ist ein Skandal, dass es die Serie hierzulande immer noch nicht auf DVD oder gestreamt oder sonstwie gibt. Wie viele aktuelle Serien, gelingt es auch diesem britischen Kleinod, sowohl für kleine Kinder als auch für Erwachsene ansprechend zu sein. Die Absurditäten des Alltags werden hier herrlich auf die Spitze getrieben, worüber man sich in jeder Altersklasse beömmeln kann.
  • Altersempfehlung: Wie gesagt – Klein und Groß werden ihre Freude daran haben.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Ich bzw. wir sind dran.
  • Link: Ben and Holly’s Little Kingdom bei der englischen Wikipedia (der deutschen ist diese großartige Serie komischerweise keinen Eintrag wert)

My Little Pony

  • Erstveröffentlichung: seit 2010
  • Anzahl Staffeln/Folgen: fünf Staffeln mit je 26 Folgen (außer Staffel drei – die hat nur 13; Staffel sechs ist geplant)
  • Mein Guck-Stand: Staffel vier fertig (mit Lücken in der dritten Staffel)
  • Worum geht’s: Die Fantasy-Welt Equestria ist von kleinen sprechenden Ponys bevölkert, die allerlei magische Abenteuer erleben. Die Hauptfiguren sind ein Sextett aus je zwei Einhorn-, Pegasus- und Erdponys, die in Ponyville ihr Dasein fristen.
  • Wie isses: Ehrlich gesagt ziemlich gut. Mit der glücksbärchihaften Pony-Serie aus den 90ern hat diese neue Serie fast gar nichts mehr gemein. Die Geschichten sind geistreich, witzig und oft ziemlich gute Fantasy. Nicht umsonst besteht die Hälfte des Fandoms aus kleinen Mädchen – und die andere aus Mit-30er-Nerds.
  • Link: My Little Pony bei Wikipedia

Lego Ninjago: Meister des Spinjitzu

  • Erstveröffentlichung: seit 2011 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit zwischen acht und 13 Folgen + zwei Pilotfilme und zahlreiche Minifilme (Staffel sechs ist gerade gestartet – und ein Kinofilm in Arbeit)
  • Mein Guck-Stand: Staffel drei fertig (mit geringfügigen Lücken am Anfang)
  • Worum geht’s: Die Abenteuer der Ninjago-Legofiguren aus dem gleichnamigen Spielset. Staffel für Staffel müssen sich die Spinjitzu-Ninja anderen Schurken stellen: Skelette, Schlangen, Piraten, Stein-Samurai, Roboter – das volle Programm.
  • Wie isses: Ja, da stecken mein Nachwuchs und ich voll in der Merchandise-Falle des dänischen Klötzchen-Herstellers. Aber die Serie ist echt gut! Glaubt mir! Die Geschichten sind selbstironisch witzig, sehr spannend und vollgepackt mit popkulturellen Anspielungen. Macht richtig Spaß.
  • Link: Ninjago bei Wikipedia

Mia and Me

  • Erstveröffentlichung: seit 2011
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit je 26 Folgen
  • Mein Guck-Stand: Staffel zwei fertig
  • Worum geht’s: Mia ist ein italienisches Mädchen, das seine Eltern auf unbestimmte Weise verloren hat und nun in einem Internat in Florenz lebt. Mit einem magischen Buch, das ihr ihre Eltern hinterlassen haben, zaubert sie sich Folge für Folge in die Elfenwelt Centopia, wo auch sie mit Feenflügeln umherflattert, mit Einhörnern parliert und mit anderen Elfen gegen die fiesen Munkulusse antritt. Die Szenen in der echten Welt sind real gespielt, die in der Elfenwelt CGI-animiert.
  • Wie isses: Gar nicht mal sooo schlecht. Alles ein bisschen sehr rosa, die Schauspielkünste in den Real-Szenen sind eher mäßig. Aber es ist irgendwie erträglich – und die Lütten stehen grad drauf.
  • Altersempfehlung: Ab Vorschulalter – könnte die Lütten bis zur Pubertät interessieren. Mal abwarten.
  • (Wieder-)Guck-Chance: Nö. Einmal reicht.
  • Link: Mia and Me bei Wikipedia

Bereits in dieser Reihe erschienen:

TV-Serien: Star Trek Special

Hier also alle Serien von Enterprise bis Enterprise – und was ich davon so verkonsumiert habe.

Stand: 8.5.2017 | Keine Angst: Spoiler sind nicht zu befürchten.

“Star Trek” aka “TOS” aka “Classic” aka “Raumschiff Enterprise”

  • Erstveröffentlichung: 1966-1969
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit 29, 26 und 24 Folgen + ein Pilotfilm + sechs Kinofilme (abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: eigentlich alles – außer “Patterns of Force” (hat sich irgendwie nie ergeben)
  • Worum geht’s: Nun ja … Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise. Damit ist eigentlich alles gesagt. Das Flaggschiff der Vereinigten Föderation der Planeten unter dem Kommando von Captain James T. Kirk ist unterwegs auf einer fünfjährigen Forschungs- und Erkundungsmission in unbekannte Regionen der Galaxis. Die Jahrzehnte später erschienenen sechs Kinofilme schildern jeweils weitgehend in sich abgeschlossene Abenteuer in entsprechender Zukunft.
  • Wie isses: Es fällt schwer, einen derartigen Klassiker der Fernsehgeschichte beurteilen zu wollen. Natürlich ist die Serie eine unantastbare Ikone, die ihrer Zeit weit voraus war – und natürlich sind die Geschichten und Charaktere oft auch übelster Pulp. Aber hey: Meine erste TV-Erinnerung ist “Raumschiff Enterprise” auf dem ZDF (ja, so alt bin ich schon), auf dem Grundschulhof haben wir uns immer über die neuesten Folgen unterhalten – und beim Enterprise-Spielen war ich immer Spock. Die späteren Kinofilme sind von unterschiedlicher Qualität und reichen von ganz ordentlich bis großartig.
  • Wiederguckbarkeit: Ich bin ja sonst nicht so der OV-Fanatiker – aber hier könnt ich mir durchaus vorstellen, das alles irgendwann noch mal im Original zu schauen. Es heißt ja, dass die deutsche Synchro an vielen Stellen sehr sinnentstellend gewesen sei, um die Geschichten auf ein kindliches Publikum umzudeuten. Und für einen Star-Trek-Film-Marathon bin ich immer zu haben.
  • Link: Raumschiff Enterprise bei Wikipedia

“Star Trek: The Animated Series” aka “TAS” aka “Die Enterprise”

  • Erstveröffentlichung: 1973-1974
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit 16 bzw. sechs Folgen (abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: So gut wie gar nichts, kann mich nur bruchstückhaft an eine Folge mit Tribbels erinnern.
  • Worum geht’s: Die Handlung der Zeichentrick-Serie schließt relativ direkt an die Ereignisse der Originalserie an und beschreibt wohl die zweite Fünfjahresmission der Enterprise. Im Original werden die Hauptfiguren sogar von den Original-Schauspielern gesprochen. Nach dem ersten Kinofilm wurden die Ereignisse dieser Serie offiziell für nicht-kanonisch erklärt – was nach einer Neuveröffentlichung auf DVD allerdings zurückgenommen wurde.
  • Wie isses: Keine Ahnung. Hab hin und wieder gehört, dass die Storys gar nicht mal so schlecht sein sollen. Zeichnungen und Animation habe ich als sehr hölzern und wenig anspruchsvoll in Erinnerung.
  • Wiederguckbarkeit: Ich glaube nicht, dass ich das jemals gucken werde – naja, man weiß ja nie …
  • Link: Die Enterprise bei Wikipedia

“Star Trek: The Next Generation” aka “TNG” aka “Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert”

  • Erstveröffentlichung: 1987-1994
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sieben Staffeln mit je 26 Folgen (Staffel zwei hat nur 22 Folgen) + vier Kinofilme (abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: komplett (bin ich mir zumindest ziemlich sicher)
  • Worum geht’s: Knapp 100 Jahre nach Kirk & Co. trägt das aktuelle Flaggschiff der Föderation erneut den Namen Enterprise und erlebt unter dem Kommando von Jean-Luc Picard etliche neue Abenteuer. Die Kinofilme schließen recht nahtlos an die Serie an und setzen die Abenteuer ungebrochen fort.
  • Wie isses: Es ist schon ziemlich gut. Ja, die ersten ein, zwei Staffeln sind noch ganz schön mau; ja, wir hatten damals auch sonst nix anderes in diese Richtung und ja, es mag ein ganzes Stück nostalgischer Verklärung drin stecken, da die Serie – mitten in der Schulzeit – auch in den Höhepunkt meines regelmäßigen Fernsehkonsums fiel. Aber ich bleibe dabei, dass es mit die beste Science-Fiction-Serie überhaupt ist.
  • Wiederguckbarkeit: In die hinteren Staffeln könnte man durchaus mal wieder reinschauen – und die Filme sind immer einen Blick wert.
  • Link: TNG bei Wikipedia

“Star Trek: Deep Space Nine” aka “DS9”

  • Erstveröffentlichung: 1993-1999
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sieben Staffeln mit je 26 Folgen (Staffel eins hat nur 20 Folgen, abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Lückenhaft, habe in jeder Staffel wenigstens ein paar Folgen gesehen, die ersten noch nahezu komplett, nach hinten raus immer ausgedünnter.
  • Worum geht’s: Ort der Handlung ist die titelgebende Raumstation Deep Space Nine, die in einer politischen Krisenregion der Galaxis liegt und von der Föderation unter dem Kommando von Benjamin Sisco übernommen wird. Schon zu Beginn stellt sich heraus, dass sich ganz in der Nähe ein stabiles Wurmloch in den Gamma-Quadranten befindet, das somit einen bequemen Reiseweg in diese weit entfernte Region ermöglicht. Der Raumstation und dem nahegelegenen Planeten Bajor kommen dadurch schlagartig eine besondere Bedeutung in der Föderation zu – zumal sich sowohl hinter als auch in dem Wurmloch allerlei merkwürdige Kreaturen und Geheimnisse verbergen.
  • Wie isses: Sehr gut! Die Tatsache, dass diese Serie zu ihrer Zeit nicht die einzige ihrer Art war, hat ihr nicht im mindesten geschadet. Im Gegenteil, ganz nach dem Motto “Konkurrenz belebt das Geschäft”, haben sich DS9 und eine gewisse andere Serie um eine Raumstation gegenseitig beflügelt. Es ist eine müßige Debatte, ob jetzt der eine von dem anderen abgekupfert hätte. In jedem Fall weiß DS9 durch seine über die Staffeln immer wichtiger werdende Metahandlung und die erstmals über die Folgen hinweg laufenden Handlungsstränge enorm zu begeistern.
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch. Gerade weil ich in den entscheidenden hinteren Staffeln große Lücken habe, müsste ich die Serie eigentlich noch mal komplett durchgucken.
  • Link: DS9 bei Wikipedia

“Star Trek: Voyager” aka “VOY” aka “Star Trek: Raumschiff Voyager”

  • Erstveröffentlichung: 1995-2001
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sieben Staffeln mit je 26 Folgen (Staffel eins hat nur 16 Folgen, abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Sehr lückenhaft, in den ersten ein, zwei Staffeln habe ich noch das meiste gesehen, zum Ende hin nur noch vereinzelte Folgen.
  • Worum geht’s: Das Föderationsschiff Voyager und ein Schiff des Maquis (eine föderationsinterne Terror-Truppe) wird durch ein zunächst unbekanntes Phänomen in den fernen Delta-Quadranten der Galaxis verschlagen. Da dieser Vorgang unumkehrbar ist, müssen sich die beiden Mannschaften zusammenraufen, um sich gemeinsam auf die lange Reise zurück in heimatliche Gefilde zu machen. Mit herkömmlichen Mitteln würde diese Reise 70 Jahre dauern – und so erstrecken sich die Bemühungen der Voyager auch über sieben lange Staffeln.
  • Wie isses: Tja … gilt ja immer als die schlechteste der (neueren) Trek-Serien. Auch ich bin mit ihr nie so recht warm geworden und kenne die hintere Hälfte so gut wie gar nicht. Allerdings ragen aus der mäßigen Metahandlung immer wieder hervorragende Einzelfolgen heraus, die zum Besten an TV-SF überhaupt zählen.
  • Wiederguckbarkeit: Eigentlich müsste man ja mal … Aber ich weiß nicht … Eine Auswahl vielleicht.
  • Link: Voyager bei Wikipedia

“Star Trek: Enterprise” aka “ENT”

  • Erstveröffentlichung: 2001-2005
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit je 26 Folgen (Staffel drei und vier haben nur 24 bzw. 22 Folgen, abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel eins lückenhaft, danach noch ein, zwei Einzelfolgen, die letzten beiden gar nicht
  • Worum geht’s: Diese Serie spielt etwa 100 Jahre VOR der klassischen Star-Trek-Serie mit Kirk & Co. und beschreibt die ersten selbständigen Schritte der Menschheit in die Galaxis. Man verfügt zwar schon seit 90 Jahren über die Warp-Technologie und ist ebenso lange mit den Vulkaniern in Kontakt, doch erst jetzt steht der Erde mit der Enterprise ein Schiff zur Verfügung, mit dem man sich mal ein bisschen zwischen den Sternen umschauen kann. Und so bricht das Schiff unter dem Kommando von Captain Archer auf und erlebt allerlei Abenteuer, die schließlich in der Gründung der Föderation münden sollen.
  • Wie isses: Was ich bisher gesehen habe, hat mir recht gut gefallen – auch wenn die erste Staffel manchmal nicht so recht in Fahrt kommt. Das soll, hab ich mir sagen lassen, später deutlich besser werden – und gerade die letzte Staffel soll es ja noch mal in sich haben.
  • Wiederguckbarkeit: Wollt ich mir schon längst mal komplett angeguckt haben. Sind ja auch nur vier Staffeln. Man kommt halt zu nix …
  • Link: Enterprise bei Wikipedia

“Star Trek” aka “Reboot” aka “Narada-Kelvin-Zeitlinie”

  • Erstveröffentlichung: 2009-2016
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Kinofilme
  • Mein aktueller Guck-Stand: komplett
  • Worum geht’s: Ja, ich weiß, ist keine TV-Serie. Ich wollte es der Vollständigkeit halber aber hier erwähnt haben. In diesem reinen Kino-Reboot wird das Franchise wieder zu seinem Anfang geführt. Die Filme erzählen erneut die Abenteuer des originalen Raumschiffs Enterprise mit ihrer Besatzung aus Kirk, Spock und Co. – doch nicht ganz … Es wird sich eines Tricks bedient, um diese Geschichten einerseits verändern zu können und andererseits eine Verbindung zu den bisherigen Serien aufrecht zu erhalten. Tatsächlich handelt es sich bei dieser Version nämlich um eine per Zeitreise veränderte Zeitlinie.
  • Wie isses: Die Geister scheiden sich an diesem Reboot bekanntlich gewaltig – ich finde ihn aber gelungen. Ich kann mir nicht helfen, mir gefällt die Neuinterpretation des Klassikers – und ich kann auch mit dem Zeitreise-Trick gut leben.
  • Wiederguckbarkeit: Doch, die guck ich mit Sicherheit noch mal.
  • Links: Star Trek, Star Trek Into Darkness und Star Trek Beyond bei Wikipedia

Star Trek: Discovery

  • Erstveröffentlichung: Voraussichtlich geht’s 2017 los.
  • Anzahl Staffeln/Folgen: Die erste Staffel soll 13 Folgen lang sein. Heute hat man’s ja etwas kürzer.
  • Mein aktueller Guck-Stand: naturgemäß noch nix
  • Worum geht’s: Die Serie ist wieder in der Original-Zeitlinie angesiedelt und spielt zehn Jahre vor TOS. Im Mittelpunkt steht das Föderations-Raumschiff Discovery.
  • Wie isses: Wir werden sehen.
  • Wiederguckbarkeit: Auch das wird sich zeigen.
  • Link: Star Trek: Discovery bei Wikipedia

Bereits in dieser Reihe erschienen:

TV-Serien: Was ich zuletzt geguckt habe

Im zweiten Teil meiner losen Reihe über die Erzeugnisse des serienproduzierenden Gewerbes liste ich diesmal jene auf, die ich in “jüngster” Zeit komplett konsumiert habe – und auf die ein oder andere Art für erwähnenswert halte.

Stand: 16.5.2017 | Auch hier wieder die Beruhigung: Keine Spoiler zu befürchten.

Marco Polo

  • Erstveröffentlichung: 2014-2016
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit je 10 Folgen plus eine Special-Episode (eingestellt)
  • Worum geht’s: Lose basierend auf der historischen Vorlage werden die Abenteuer des jungen Marco Polo auf seiner Reise durch das Mongolische Reich des Kublai Khan beschrieben.
  • Wie isses: Sehr gut! Die Serie ist spannend und gut ausgestattet. Historische Autentizität darf man natürlich nicht erwarten – aber die soll ja schon bei Marco Polos tatsächlichem Bericht fraglich sein. Als Game of Thrones in der Mongolei des 13. Jahrhunderts kann man das aber gut gucken – und der Khan ist großartig.
  • Wiederguckbarkeit: Will ich nicht ausschließen – auch wenn der abrupte Abbruch nach Staffel zwei mich dann erneut traurig stimmen würde.
  • Link: Marco Polo bei Wikipedia

Unser Kosmos: Die Reise geht weiter

  • Erstveröffentlichung: 2014
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 13 Folgen (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Der großartige Neil deGrasse Tyson setzt die wunderbare Wissenschaftsserie von 1980 von und mit Carl Sagan fort – natürlich mit den neuesten Erkenntnissen und ziemlich beeindruckenden Spezialeffekten auf der Höhe der Zeit. Wie schon bei der Vorlage wird in den 13 Folgen nicht weniger versucht, als einen kompletten Überblick über das naturwissenschaftliche Wissen der Welt zu geben – von der Entstehung des Lebens über den Aufbau der Materie bis zum Lauf der Sterne und Galaxien.
  • Wie isses: Großartig! Es bleibt natürlich nicht beim Versuch – der Überblick ist grandios. Zudem gelingt es der Serie und ihrem Host, die Faszination für die Wissenschaft zu vermitteln und Begeisterung zu wecken. Pflichtprogramm!
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch. Ist in nicht allzu ferner Zukunft Pflichtprogramm für Töchterlein.
  • Link: Unser Kosmos bei Wikipedia

Die Brücke

  • Erstveröffentlichung: seit 2011
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je zehn Episoden
  • Worum geht’s: Die titelgebende Öresundbrücke verbindet Kopenhagen mit Malmö und ist Schauplatz eines Verbrechens, das Auftakt zur gemeinsamen dänisch-schweidschen Ermittlungsarbeit zweier recht gegensätzlicher Polizisten ist.
  • Wie isses: Die Vorschusslorberen sind recht groß – und das zu Recht. Die Handlung ist sehr spannend und überraschend, die Charaktere sind herrlich schräg und gut durchdacht. Das alles ist hervorragend gespielt. Auch die dritte Staffel hat trotz neuer Zweitbesetzung begeistert und endet mit einem durchaus spannenden Cliffhanger. Bin gespannt, ob es irgendwann weitergeht.
  • Wiederguckbarkeit: Ausschließen will ich nichts – aber einmal reicht eigentlich.
  • Link: Die Brücke bei Wikipedia

Breaking Bad

  • Erstveröffentlichung: 2008-2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: fünf Staffeln mit je 13 Folgen (Staffel eins hat nur sieben Folgen, Staffel fünf hingegen 16 – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Der hochintelligente aber eher langweilige Chemielehrer Walter White aus New Mexico erhält die niederschmetternde Diagnose Lungenkrebs. Dank des eher mäßigen Gesundheitssystems in den USA (Obamacare war zu der Zeit noch kein Thema) stehen er und seine Familie dadurch vor unüberwindlichen finanziellen Herausforderungen. Als einziger Ausweg bietet sich Walter eine Karriere als Drogenproduzent an. Durch seine chemischen Kenntnisse gelingt es ihm, das beste Christal Meth auf dem Markt herzustellen.
  • Wie isses: Grandios! Das Thema Doppelleben wird hier noch mal einen ganzen Zacken konsequenter behandelt als bei Dexter. Der Vergleich wird den beiden Serien ansonsten aber nicht gerecht. Hier liegt der Schwerpunkt deutlich stärker auf der Entwicklung des Hauptcharakters und seines Umfeldes, bzw. der Auswirkungen seiner Taten. Das alles gepaart mit hervorragenden Schauspielern macht die Serie zu einer ganz großen und runden Erzählung.
  • Wiederguckbarkeit: Hoch! Diese Serie wird stets als ein ganz großer Klassiker in der kollektiven Erinnerung bleiben.
  • Links: Breaking Bad bei Wikipedia; Breaking-Bad-Wiki (englisch)

Dexter

  • Erstveröffentlichung: 2006-2013
  • Anzahl Staffeln/Folgen: acht Staffeln mit je 12 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Dexter Morgan ist Blutspurenanalytiker bei der Mordkommission Miami – und in seiner Freizeit Serienmörder. Bei seinem “Hobby” achtet er stets darauf, nur “böse Jungs” (und Mädels) um die Ecke zu bringen – und selbstredend auch, vor aller Welt unerkannt zu bleiben. Das ist freilich nicht leicht und liefert Stoff für etliche spannende Staffeln.
  • Wie isses: Im Großen und Ganzen sehr gut. Auch wenn sich in ein, zwei Staffeln einige Handlungsstränge wiederholen, es meiner Meinung nach in der Mitte der Serie einen Hänger gibt und der Serien-Abschluss in Teilen enttäuscht, bleibt das Szenario durchgehend spannend. Leider flacht die Serie zum Ende hin wie gesagt etwas ab – und die Konstellationen zwischen den Nebencharakteren wechseln manchmal allzu willkürlich. Dennoch scheint man hier das richtige Maß zwischen Charakterentwicklung und Wiedererkennungswert gefunden zu haben. Ohnehin ist Dexter für mich eine sehr radikale Superhelden-Geschichte. Denn was anderes ist Dexter als ein konsequenter Ritter der Nacht, der die bösen Buben beseitigt und dabei eine Tarnidentität aufrecht erhalten muss.
  • Wiederguckbarkeit: Schwer zu sagen – vermutlich nicht nochmal komplett. Die erste Staffel aber ist eine in sich sehr runde und abgeschlossene grandiose Geschichte, die sicher mal wieder einen Blick wert ist.
  • Links: Dexter bei Wikipedia; Dexter-Wiki (englisch)

Heroes

  • Erstveröffentlichung: 2006-2010
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit zwischen 11 und 25 Episoden (abgeschlossen – wurde 2016 mit Heroes Reborn fortgesetzt)
  • Worum geht’s: Um Superhelden. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen – ach ja: Hier tragen sie keine Kostüme. OK, ein bisschen detaillierter vielleicht: Überall auf der Welt (naja, eigentlich nur in Japan und den USA … und in Indien) stellen mehr oder weniger einfache Menschen fest, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Selbstverständlich stellt sich heraus, dass sie alle ein verborgenes gemeinsames Schicksal teilen, das entweder auf die Vernichtung einer Millionenstadt hinausläuft – oder auf deren Rettung.
  • Wie isses: Die vorherrschende Meinung ist ja, dass die erste Staffel ziemlich gut – und der Rest Schrott sei. In der Tendenz stimme ich dem zu, möchte mit dem Rest der Serie aber nicht ganz so hart ins Gericht gehen. Ich zumindest hatte viele der Charaktere so ins Herz geschlossen, dass ich ihr Schicksal auch durch schwächere Plots gern weiter verfolgt habe. Aber: Vieles wiederholt sich, die Handlung wird zunehmend wirrer – und der Schluss ist schon ziemlich enttäuschend. Hätte es nur die erste in sich runde und abgeschlossene Staffel gegeben, hätte man die Serie wohl als herausragenden Meilenstein in Erinnerung behalten.
  • Wiederguckbarkeit: Die erste Staffel würd ich irgendwann glaub ich schon mal wieder sehen wollen.
  • Links: Heroes bei Wikipedia; Heroes-Wiki (englisch)

Rome

  • Erstveröffentlichung: 2005-2007
  • Anzahl Staffeln/Folgen: zwei Staffeln mit 12 bzw. 10 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Die beiden Staffeln beschreiben die historischen Ereignisse ab 50 vor Christus im antiken Rom – also den Aufstieg und Fall Julius Cäsars sowie den darauffolgenden Aufstieg Augustus’. Darin eingeflochten sind die fiktiven Erlebnisse zweier Legionäre, die selbst sogar auf historischen Personen basieren, die in Cäsars de bello gallico erwähnt werden.
  • Wie isses: Hervorragend! Es gelingt dieser Serie, die historische Vorlage einigermaßen akkurat darzustellen und recht gekonnt mit einer ausgedachten Handlung zu verzwirnen. Dabei bleibt es immer spannend.
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch! Das guck ich definitiv irgendwann noch mal.
  • Links: Rome bei Wikipedia

Lost

  • Erstveröffentlichung: 2004-2010
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit zwischen 14 und 25 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Alles beginnt mit einem Flugzeugabsturz auf einer Insel. Die Überlebenden finden sich in einer sehr rätselhaften Umgebung mit etlichen übernatürlichen Elementen wieder. Nach und nach versuchen die Protagonisten herauszubekommen, was hier vor sich geht – und wie sie die Insel wieder verlassen können. Diese Bemühungen strecken sich über sechs Staffeln.
  • Wie isses: Spätestens als sich zu den Anderen noch die anderen Anderen gesellten wurde vermutlich jedem klar, dass sich die Macher der Serie nie einen Kopf darüber gemacht haben, wie die zunehmend verwirrenden Verknüpfungen unter den Charakteren und die immer mystischeren Rätsel eigentlich aufzulösen sind. Das ist insofern schade, als dass der gebannte Zuschauer so über sechs Staffeln hinweg Zeuge wird, wie eine der vielversprechendsten Serien ihrer Zeit langsam aber sicher an die Wand gefahren wird. Denn rein handwerklich und was die meisten Charaktere angeht bleibt die Serie eigentlich durchgehend gut – nur ergibt irgendwann halt alles keinen Sinn mehr. Richtig schlimm wird’s aber erst in der letzten Staffel.
  • Wiederguckbarkeit: Dadurch, dass alle etwaigen Details aus den frühen Staffeln später keine Bedeutung haben bzw. diese erst später hingebogen wurde, braucht man sich das alles eigentlich kein zweites Mal anzuschauen.
  • Links: Lost bei Wikipedia; Lost-Wiki (englisch)

Star Wars: Clone Wars

  • Erstveröffentlichung: 2003-2005
  • Anzahl Staffeln/Folgen: drei Staffeln mit je zehn unterschiedlich langen Episoden (Staffel drei hat nur fünf Episoden – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Nicht zu verwechseln mit “The Clone Wars”! Hier soll es um die Zeichentrick-Serie gehen, die fünf Jahre vor der CGI-Serie an den Start ging, und die Ereignisse zwischen den Star Wars Episoden zwei und drei in Mini-Folgen von wenigen Minuten erzählt. Darunter sind durchaus auch “bedeutende” Ereignisse, wie zum Beispiel die Entführung von Palpatine kurz vor Episode drei.
  • Wie isses: Mäßig … Nein, seien wir ehrlich, es ist schon ziemlich schlecht. Spätestens, wenn Yoda auf seiner Reitziege vorbeihoppelt, möchte man den Bildschirm mit Schmackes aus dem Fenster befördern. Ganz kleiner Lichtblick ist höchstens die Episode, in der Anakin sein Pendant zu Lukes “Höhlengleichnis” auf Dagobah erlebt.
  • Wiederguckbarkeit: Och nö … lassma …
  • Links: Clone Wars bei Wikipedia

Firefly

  • Erstveröffentlichung: 2002 (Kinofilm 2005)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: eine Staffel mit 14 Episoden + ein Kinofilm (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: In mehr oder weniger ferner Zukunft hat sich die Menschheit (oder ein Teil davon) in einem Sonnensystem mit zahlreichen bewohnbaren Planeten breitgemacht. Etliche Generationen nach der Besiedelung herrschen dort einige politische Spannungen und ernsthafte Bedrohungen, die von der repressiven Allianz bis zu den Reaver-Kannibalen reichen. In diesem Spannungsfeld ist die Mannschaft der Serenity unterwegs, die sich mit Handel und Schmuggeleien über Wasser hält – und nebenher noch die diversen Geheimnisse dieses Universums auflöst.
  • Wie isses: Um es gleich zu sagen – ich halte diese Serie für maßlos überschätzt. Nein, sie ist tatsächlich nicht schlecht, die Charaktere sind gut, es gibt viele nette Ideen und im Prinzip ist das alles eine runde Sache. Aber die allgemeine überbordende Begeisterung im Geektum kann ich überhaupt nicht teilen. Allein die plumpen Western-Allegorien gehen mir dermaßen auf den Zeiger und sorgen so für mächtig Punktabzug in der Gesamtwertung.
  • Wiederguckbarkeit: Nö, muss nicht sein. Obwohl ich vielleicht irgendwann noch mal prüfen müsste, was ihr alle daran findet …
  • Links: Firefly bei Wikipedia; Firefly-Wiki (englisch)

Six Feet Under

  • Erstveröffentlichung: 2001-2005
  • Anzahl Staffeln/Folgen: fünf Staffeln mit je 12/13 Episoden (abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Die Saga eines kalifornischen Bestattungsunternehmens in Familienbesitz. Die Serie beginnt mit dem Unfalltot des “Oberhaupts” und der mehr oder weniger freiwilligen Übernahme des Betriebs durch die nächste Generation. In buddenbrookesker Weise wird hier die Entwicklung dieser Familie beschrieben – naturgemäß begleitet von etlichen Todesfällen.
  • Wie isses: Sehr gut. Man folgt der Entwicklung der mal mehr mal weniger durchgeknallten Charaktere bis zuletzt mit Spannung. Und auch diese Serie wartet mit einem bemerkenswert zufriedenstellenden Ende auf.
  • Wiederguckbarkeit: Angesichts der Komplexität der Handlung eigentlich recht hoch. Im Rückblick habe ich aber ein wenig das Gefühl, dass dieses amerikanische Sittengemälde der Jahrhundertwende ein bisschen zu sehr seiner Zeit verhaftet sein könnte. Mag eine falsche Einschätzung sein, aber obwohl ich die Serie damals sehr gern gesehen – und ich mittlerweile das meiste vergessen habe, reizt mich ein Griff ins DVD-Regal zur Zeit überhaupt nicht.
  • Links: Six Feet Under bei Wikipedia

Sopranos

  • Erstveröffentlichung: 1999-2007
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit je 13 Episoden (Staffel sechs hat 21 Episoden – abgeschlossen)
  • Worum geht’s: Das Alltagsleben einer ganz normalen Familie im New Jersey des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Ach ja … der Familienvater ist rein zufällig der lokale Mafia-Boss, der seit einiger Zeit zu allem Übel unter Panikattacken leidet.
  • Wie isses: Großartig! Eine der besten TV-Serien … überhaupt. Klar, man muss Mafia-Geschichten mögen. Aber darüber hinaus ist es einfach eine hervorragende unheimlich dichte und komplexe Charakterstudie, spannend, witzig, schockierend, mit wunderbaren Einzelplots und Nebenschauplätzen, die aber nie den großen roten Faden vernachlässigt – und dieser ist nicht mehr und nicht weniger als die Saga einer Familie und ihres … nun, da wollen wir nicht zu viel verraten. Dies ist außerdem eine der wenigen Serien, deren gelungener Abschluss ewig in Erinnerung bleibt.
  • Wiederguckbarkeit: Sehr hoch! Jederzeit und immer wieder! Kann mir jemand schnell die Komplettbox ausleihen? Nicht? Auf zu Media Markt!
  • Links: Sopranos bei Wikipedia; Sopranos-Wiki (englisch)

Bereits in dieser Reihe erschienen:

TV-Serien: Was ich gerade gucke

Ich bin nun wahrlich kein überdurchschnittlicher TV-Serien-Konsument und kann auf dem Gebiet kaum mit Expertenwissen glänzen. Dennoch ist es mir ein kleines Bedürfnis, darüber zu plaudern, was mir in den letzten Jahren zugesagt hat, was zur Zeit in meinem DVD-Player rotiert (beziehungsweise durch die Datenleitung streamt) – und was man sich mal zu Gemüte führen könnte.

Hier also zu jenen Serien, die aktuell von mir konsumiert werden.

Stand: 17.8.2017 | Gleich zur Beruhigung: Der gesamte Artikel ist spoilerfrei.

Better Call Saul

  • Erstveröffentlichung: seit 2015 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell drei Staffeln mit je zehn Folgen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel drei fertig
  • Worum geht’s: Die äußerst amüsante Figur des zwielichtigen Rechtsanwalts Saul Goodman aus Breaking Bad erhält mit diesem Spin-off seine eigene Serie. Nach einer kurzen Szene, die offenbar nach Breaking Bad spielt, handelt die Serie (zunächst) von der Vorgeschichte Goodmans, etwa sechs Jahre bevor er Walter White kennen lernt. James McGill (so sein richtiger Name) ist zu dem Zeitpunkt ein wenig erfolgreicher Anwalt, der sich mit dem Job des Pflichtverteidigers über Wasser hält. Sein durchgeknallter Bruder, ein paar besonders böse Buben und ein Parkplatzwächter machen ihm dabei das Leben nicht gerade leichter.
  • Wie isses: Mir hat die erste Staffel hervorragend gefallen. Sie knüpft nahtlos an die hohe Qualität der “Mutterserie” an. Ganz groß. Auch Staffel zwei bietet die gewohnten Qualität und hinterlässt den Zuschauer mit gleich zwei nervenzerfetzenden Cliffhangern, die in der dritten Runde ungetrübt aufgegriffen – und am Schluss noch mal übertroffen werden.
  • Links: Better Call Saul bei Wikipedia

The Man in the High Castle

  • Erstveröffentlichung: seit 2015 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell zwei Staffeln mit je zehn Folgen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel zwei fertig
  • Worum geht’s: Die Verfilmung des Romans von Philip K. Dick (in der deutschen Übersetzung Das Orakel vom Berge) ergänzt die Vorlage um etliche Details und Handlungselemente – bleibt ihr im Groben aber recht treu. Wir befinden uns in einer alternativen Version der frühen 60er Jahre, in der Deutschland und Japan den 2. Weltkrieg gewonnen und die USA unter sich aufgeteilt haben. In dieser Welt kursieren im Widerstand Filme, die aus unserer realen Welt zu stammen scheinen, da sie das Scheitern der Achsenmächte zeigen. Im weiteren Verlauf zeigt sich, dass es tatsächlich Verbindungen zwischen den Welten gibt, was jedoch geheimnisvoll bleibt. Parallel wachsen die Spannungen zwischen Deutschland und Japan, woraus ein neuer Weltkrieg zu entbrennen droht.
  • Wie isses: Ich war sehr angenehm überrascht. Die Buchvorlage hat mir damals durchaus gefallen – auch wenn ich mit Dicks wirrem Stil nicht immer etwas anfangen kann. Die Veränderungen und Ausschmückungen in dieser Umsetzung machen daraus eine sehr spannende und faszinierende Handlung.
  • Links: The Man in the High Castle bei Wikipedia

Narcos

  • Erstveröffentlichung: seit 2015 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell zwei Staffeln mit zehn Folgen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel zwei fertig
  • Worum geht’s: Die Serie erzählt das Leben und die “Karriere” des (realen) Drogenbarons Pablo Escobar im Kolumbien der 70er, 80er und 90er Jahre im Speziellen und das Wirken der kolumbianischen Drogenkartelle im Allgemeinen.
  • Wie isses: Großartig! Durchsetzt mit Originalaufnahmen von damals wirkt das ganze oft wie eine – allerdings unheimlich spannende – Doku. Dabei bleibt es aber ein sehr gut besetztes und erzähltes Drama. Daran, dass ein Großteil der Dialoge in Spanisch und untertitelt sind, gewöhnt man sich in Windeseile.
  • Links: Narcos bei Wikipedia

Fargo

  • Erstveröffentlichung: seit 2014 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell drei Staffeln mit je zehn Folgen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel drei fertig
  • Worum geht’s: Irgendwo in einem winzigen Örtchen in Minnesota kommt es zu einer Anhäufung gleichsam brutaler und absurder Todesfälle. Deren Aufklärung ist dabei eher Nebensache (der Zuschauer weiß ohnehin von Anfang an, wie alles passiert ist) – es geht vielmehr um die Schilderung der beteiligten Personen und ihrer nicht weniger absurden Verstrickungen untereinander. Staffel zwei schildert eine ähnlich brutale und absurde Handlung, die allerdings über 30 Jahre vorher im gleichen Ort spielt. Staffel drei schwenkt wieder in die Jetztzeit mit neuen Figuren um – es bleibt allerdings absurd und brutal.
  • Wie isses: Macht von Anfang an sehr viel Spaß. Hat ein bisschen was von Twin Peaks – wobei der Vergleich bei näherem Hinsehen hinkt. Übersinnliches kommt gar nicht vor (zumindest nicht in der ersten Staffel – in Staffel zwo gibt’s aber auch nur Andeutungen). Der Fokus liegt auf herrlich absurdem schwarzem Humor.
  • Link: Fargo bei Wikipedia

The Flash

  • Erstveröffentlichung: seit 2014 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell drei Staffeln mit je 23 Folgen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel zwei fertig
  • Worum geht’s: Der allseits bekannte DC-Superheld Flash – der schnellste Mann der Welt rennt hier in seiner zweiten TV-Serien-Inkarnation über den Bildschirm. Begann als Spinoff der recht erfolgreichen Serie Arrow, ist aber trotz gelegentlicher Crossover eigenständig sehr erfolgreich. Bestandteil des DC-TV-Serien-Universums, zu dem mittlerweile auch Supergirl und Legends of Tomorrow gehören.
  • Wie isses: Großartig! Hätte ich nicht gedacht. Ich bin ja immer mehr der Marvelianer und fand den “Roten Blitz” bei DC sogar stets besonders wenig reizvoll. Aber das hier ist klasse! Sehr spannend, packend, gute Charaktere, okaye Effekte. So hat SHIELD mich beispielsweise nicht packen können. Dass das wissenschaftlich, juristisch und zeitreiselogisch hinten und vorne nicht hinkommt, verzeiht man dieser wunderbaren Serie komplett.
  • Link: The Flash bei Wikipedia

Der Tatortreiniger

  • Erstveröffentlichung: seit 2011 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit zwischen drei und sechs Episoden
  • Mein Guck-Stand: Staffel sechs fertig
  • Worum geht’s: Die Tätigkeit eines Tatortreinigers ist durch die Berufsbezeichnung bereits hinreichend erklärt. Die Hauptfigur dieser norddeutschen Comedy-Serie geht eben jener Tätigkeit nach – und erlebt dabei allerlei Skurriles und Amüsantes. Dabei kommt jede Folge wie ein kleines Kammerspiel daher, das sich auf kaum mehr als einen Raum und die Interaktion des Titelhelden mit ein, zwei weiteren Protagonisten beschränkt.
  • Wie isses: Nach einhelliger Meinung ist diese Serie ein Beispiel dafür, dass auch deutsche TV-Produzenten hin und wieder Hochwertiges auf die Mattscheibe bekommen. Und tatsächlich: Schotty – so der Name unseres Helden – macht Laune. Er ist ein typischer einfacher Hamburger mit dem Herz am rechten Fleck. Die Begegnungen mit seinen skurrilen Gegenparts sind stets hervorragend gespielt und oft von tiefgründigem Witz. Hier und da (vor allem in der zweiten Staffel) wird mir der Holzhammer ein wenig zu sehr ausgepackt, ansonsten ist es aber großartig und macht ne Menge Spaß. Und es wird stetig besser. Die fünfte Staffel ist grandios – die sechste mit drei Folgen viel zu kurz.
  • Link: Der Tatortreiniger bei Wikipedia

Game of Thrones

  • Erstveröffentlichung: seit 2011 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell sieben Staffeln mit je zehn Folgen (Staffel sieben hat sieben Folgen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel sieben, Folge fünf
  • Worum geht’s: Die Verfilmung der bereits grandiosen Fantasy-Buchvorlage von George R.R. Martin behandelt die dramatischen Ereignisse auf dem Kontinent Westeros. Wie der Titel schon andeutet, drängt es etliche Adelshäuser und sonstige Fraktionen an die Macht in dem Königreich, wobei Ränke, Intrigen, Mord und offener Krieg die probaten Mittel der Ziellerreichung sind. Magie gibt’s auch ein wenig – und Drachen.
  • Wie isses: Der Hammer! Ich mag gerade mit akutem Gedächtnisschwund gesegnet sein, aber ich wüsste jetzt nicht, ob es jemals eine auch nur annähernd so gute Fantasy-TV-Serie gegeben hat. Doch nicht nur die Ausstattung ist kinowürdig – auch Handlung und Charaktere begeistern. Vor allem die erste Staffel hält sich noch sehr eng an die Buchvorlage – das soll von Staffel zu Staffel weniger werden, was aber mit dem Segen des Autors geschieht, der regelmäßig Drehbücher zu Einzelfolgen beisteuert. Mit Staffel sechs wurden die Bücher sogar schon überholt – aber es bleibt klasse. Hold the door!
  • Links: Game of Thrones bei Wikipedia; Game-of-Thrones-Wiki (englisch)

Sherlock

  • Erstveröffentlichung: seit 2010 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: vier Staffeln mit je drei Episoden und ein Weihnachts-Special
  • Mein Guck-Stand: Staffel vier fertig (inklusive Special)
  • Worum geht’s: Die Abenteuer des berühmten Londoner Meisterdetektivs Sherlock Holmes und seines treuen Begleiters Dr. Watson – in der heutigen Zeit.
  • Wie isses: Grandios. Die hohe Qualität der Hauptdarsteller ist bekannt. Und auch der Transfer in die Neuzeit ist gelungen – zumindest ist es halbwegs glaubhaft und stimmig dargestellt. Leider fällt die vierte Staffel stark ab und erreicht nicht mehr ganz die Qualität der restlichen Serie.
  • Link: Sherlock bei Wikipedia

Star Wars: The Clone Wars

  • Erstveröffentlichung: 2008-2014
  • Anzahl Staffeln/Folgen: sechs Staffeln mit je 22 Episoden (Staffel fünf und sechs haben 20 bzw. 13 Episoden) + ein Pilot-Kinofilm (abgeschlossen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel zwei, Folge acht
  • Worum geht’s: Diese CGI-Serie schildert ausführlichst die Ereignisse zwischen den Star-Wars-Episoden zwei und drei. Die Republik kloppt sich mit den Separatisten – Klonsoldaten hauen sich mit Kampfdroiden. Zwischendrin mischen mal noch Kopfgeldjäger, Mandaloriander und irgendwelche Sith-Lords mit.
  • Wie isses: Dieser Pilotfilm ist schon eher mäßig. Aber was ich so aus den späteren Staffeln aufgeschnappt habe, war gar nicht mal so unschick. Und auch das Fandom gab sich spätestens ab der Hälfte ja relativ angetan. Gucke jetzt mit dem Nachwuchs von Vorne durch – und muss sagen: Es gefällt durchaus auch schon am Anfang.
  • Link: Star Wars: The Clone Wars bei Wikipedia, The Clone Wars bei Jedipedia.net

The Big Bang Theory (TBBT)

  • Erstveröffentlichung: seit 2007 (läuft noch)
  • Anzahl Staffeln/Folgen: aktuell zehn Staffeln mit je 23/24 Folgen (Staffel eins hat nur 17 Folgen)
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel acht fertig, einzelne Folgen aus der neunten
  • Worum geht’s: Die Comedy-Serie schildert den “Alltag” einer Truppe Klischeenerds. Damit ist eigentlich schon alles gesagt.
  • Wie isses: Kurzweilig. Ich hatte anfangs meine Mühe reinzukommen, da es doch eine sehr klassische Sitcom mit Sofa in der Mitte und eingespielten Lachern ist. Natürlich sind die Charaktere auch oft extrem überzeichnet. Alles in allem unterhält sie aber gut und bildet das Nerdtum in der Regel angemessen ab. In der achten Staffel wird dem ganzen kaum mehr neues hinzugefügt – nett bleibt es aber doch.
  • Links: TBBT bei Wikipedia; TBBT-Wiki (englisch)

Battlestar Galactica

  • Erstveröffentlichung: 2003-2009
  • Anzahl Staffeln/Folgen: Vier Staffeln mit je 13 bzw. 20 Folgen plus einem zweiteiligen Pilotfilm und diversen TV-Filmen
  • Mein aktueller Guck-Stand: Staffel eins fertig
  • Worum geht’s: Neuerzählung der alten Kampfstern Galactica Serie aus den 70ern. Die von Menschen bewohnten zwölf Kolonialwelten werden von den menschengemachten Zylonen angegriffen und fast vollständig vernichtet. Nur einer Flotte aus wenigen Raumschiffen gelingt die Flucht. Man macht sich unter dem Schutz des einzigen verbliebenen Kampfschiffs auf die verzweifelte Suche nach einer neuen Heimat. Der legendären Erde.
  • Wie isses: Unfassbar gut! Wie konnte ich diese Serie nur so lange ignorieren? Vor allem die Charaktere und ihr Zusammenspiel sind so gut durchdacht und konfliktreich, dass es eine wahre Freude ist. Ich hoffe, die Qualität der ersten Staffel bleibt bestehen. Hat das Zeug, eine der besten SF-Serien überhaupt zu sein.
  • Link: Battlestar Galactica bei Wikipedia

Ebenfalls in dieser Reihe erschienen:

Die besten Bibliotheken des Multiversums

Wanderung durch den B-Raum

Für mich alten Bücherwurm kommt eine große gut sortierte Bibliothek der Vorstellung vom Elysium ziemlich nahe. Darstellungen herausragender Bücher- und Wissensarchive in einschlägigen Genrewerken haben es mir daher besonders angetan.

Wie wir alle wissen, sind alle Bibliotheken des Multiversum durch den B-Raum miteinander verbunden. Leider verfügen nur erfahrene Bibliothekare über das Geheimwissen, diese Verbindungswege zu nutzen. Sollte ich das dennoch irgendwann einmal lernen, hätte ich einige interessante Reiseziele parat.

Hier also meine (unvollständige) Liste der besten Bibliotheken des Multiversums (die nicht ohne Grund in einigen Punkten meiner Liste fiktiver Städte gleicht):

Die Bibliothek der Unsichtbaren Universität (Ankh-Morpork, Scheibenwelt)

Dieser Hort arkanen und sonstigen Wissens steht natürlich ganz weit oben – und muss, weil er einen besonders bedeutenden Knotenpunkt des B-Raums darstellt, an erster Stelle genannt werden.

Klar, sie ist eine Parodie auf ihr weiter unten genanntes Pendant in der Miskatonic University. Und klar ist sie etwas arg auf Sachbücher fokussiert (bin ja eigentlich mehr für Prosa) – aber was für welche!

In das ein oder andere ungefährlichere magische Werk hätte ich gern reingeblättert – vorzugsweise eines, das nicht angekettet werden muss. Es muss schließlich nicht gleich das Oktav sein. Und welche Bibliothek kann von sich behaupten, einen Orang-Utan als Bibliothekar zu haben?

Die Bibliotheken von Buchhaim (Zamonien)

Die Stadt Buchhaim und seine Bibliotheken sind kaum voneinander zu trennen, da sich die gesamte Stadt der Literatur verschrieben hat.

Für mich wäre diese Lesestätte besonders reizvoll, da der Schwerpunkt auf fiktivem Schriftgut – also Prosa und Lyrik – liegt. Naja gut, Lyrik ist jetzt auch nicht so meins. Aber in ein, zwei Romanen oder Novellen des Herrn Mythenmetz würde ich durchaus gern schmökern.

Mit seinen Katakomben bietet Buchhaim zudem die abenteuerlichste Bibliothek von allen. Man munkelt sogar, dass der oben erwähnte äffische Bibliothekar hier dereinst sein Ende finden wird.

Wer übrigens einen optischen Eindruck davon haben möchte, dem sei dringend ein Blick auf Kassiopeyas Modell der Katakomben von Buchhaim empfohlen. Gewaltiges Projekt und beeindruckende Arbeit!

Die Bibliothek der Miskatonic University (Arkham)

Die Bibliothek dieses ehrwürdigen Instituts kann zwar keinen Primaten als Bibliothekar aufweisen, die exklusiven Ausgaben, über die es verfügt, können sich in Macht und Gefährlichkeit aber durchaus mit jenen in der Unsichtbaren Universität messen. Ein Besuch hier wäre sicher nett – auch wenn ich mir das Nekronomikon und Der unaussprechlichen Kulten lieber nur von weitem anschauen würde.

Dreams Bibliothek (Traumland)

Man sagt mir ja immer nach, dass ich das Werk von Neil Gaiman geringschätzen würde. Das stimmt so nicht ganz. Ich teile halt nicht die überbordende Begeisterung, die in weiten Teilen des Geekdoms und Nerdtums herrscht. Grundsätzlich halte ich aber viele seiner Werke für ganz nett und etliche Gedanken daraus für bemerkenswert.

Dies gilt auch für seinen Sandman-Kosmos, dessen Hauptfigur der “Ewige” Dream ist – im Grunde der Gott (oder die anthropomorphe Personifikation, wie Terry Pratchett sagen würde) des Schlafes und Traumes.

Diese Comic-Reihe birgt einige schicke Ideen – unter anderem die Bibliothek in Dreams Traumreich. Sie enthält nämlich nicht die geschriebenen, sondern vielmehr die potentiellen Bücher – also alle, die hätten geschrieben werden sollen oder können.

Vermutlich wird das die einzige Bibliothek im Multiversum sein, in der alle meine großartigen Romane, Fantasy- und SF-Zyklen sowie philosophischen Traktate zu finden sein werden.

Das Schlaue Buch (Entenhausen)

Ein einzelnes Buch? Geht’s hier nicht um Bibliotheken? Tjahaaa, aber das Schlaue Buch ist nicht irgendein Buch. Man muss kein Donaldist sein, um zu wissen, dass in diesem Büchlein des Fähnlein Fieselschweif nahezu jede Information für alle denkbaren Lebenslagen zu finden ist. Ob historische Fakten, geografische Daten, Überlebens- oder Verhaltenstipps – es gibt nichts, was dieses A5-Bändchen mit schätzungsweise 500 Seiten nicht beinhaltet.

Wie uns Don Rosa lehrt, enthält es auch nichts geringeres, als das konzentrierte (und stetig aktualisierte) Wissen aus der unten erwähnten Bibliothek von Alexandria.

Ein Blick hinein würde sich also unbedingt lohnen. Allerdings genügt es nicht, irgendwie nach Entenhausen vorzudringen – man müsste auch noch Fieselschweifling sein. Normalsterblichen bleibt ein solcher Blick nämlich verwehrt.

Der Anhalter (weite Teile der Galaxis)

Wo wir schon bei enzyklopädischen Einzelwerken sind, darf Der Anhalter natürlich nicht fehlen. Ähnlich wie das Schlaue Buch, enthält dieser – man würde ihn in unseren Regionen und Zeiten als eBook-Reader bezeichnen – alles, was der per Anhalter Reisende in der Galaxis wissen muss. Ein klassischer Reiseführer also – allerdings mit einem dermaßen gewaltigen raum- und zeitübergreifenden Reiseziel, dass er letztlich “alle” denkbaren Informationen enthalten muss.

Hinzu kommt ein formschön schlichter Einband mit der beruhigenden Aufschrift: Keine Panik!

Sobald man das richtige Universum erreicht hat (eines, in dem die Antwort auf die letzte Frage “42” lautet), kann der Anhalter auf jedem halbwegs frooden Planeten käuflich erworben werden.

Das Jedi-Archiv (Ossus/Coruscant/Dantooine)

Keine Ahnung, ob im Jedi-Archiv verzeichnet ist, wer nun wirklich als erster geschossen hat. Aber die exakten Baupläne eines Lichtschwerts (und ein paar Tipps, wie man sich damit nicht selbst die Arme absäbelt) wird man mit Sicherheit dort finden.

Denn:

„Wenn etwas nicht in den Archiven verzeichnet ist, dann existiert es auch nicht!“

Jocasta Nu

Die Bibliothek von Alexandria (antikes Ägypten)

Um diesen Hort des Wissens zu besuchen, müsste man nicht mal das Universum wechseln – aber eine Zeitmaschine wäre durchaus hilfreich. Ebenso sollte man recht fit in alten Sprachen sein (“Kann hier jemand Altgriechisch?!?”)

Auch wenn er mit Sicherheit kein Affe war, aber ein Bibliothekar, der auf den Namen Kydas von den Speerträgern hört, ist schon arschcool.

Diese geradezu legendäre Bibliothek der Antike wurde vom ollen Caesar abgefackelt – wie groß die Verluste tatsächlich waren, kann heute wohl niemand mit Sicherheit sagen. Unter anderem soll sie die Originalwerke von Aristoteles enthalten haben. Gerüchte wollen aber, dass der Wissensschatz über die Zeit und auf etlichen Umwegen nahezu komplett bis nach Entenhausen gerettet wurde.

Das Internet (überall)

Doch warum in die Ferne schweifen? Haben wir die coolste, beste und größte aller Bibliotheken nicht längst um uns?

Ja, ich weiß, wir müssen auf die fliegenden Autos und die Hoverboards weiterhin warten. Aber ist die Vorstellung, zumindest theoretisch von jedem Ort aus Zugriff auf das Wissen der Welt zu haben, nicht eine der gewaltigsten Zukunftsvisionen überhaupt? Und wir erleben sie gerade.

Es wird natürlich mehr und mehr unsere Aufgabe sein, relevante Informationen aus diesem “Weltwissen” herauszufiltern. Ob das mit der “Schwarmintelligenz” wirklich so klappt, hab ich meine Zweifel. Aber ich bin sicher, wir kriegen das auf Dauer hin.

Bei der Gelegenheit sei gleich noch mal auf meine Liste der fantastischen Wikis hingewiesen, die es im weltweiten Netz so zu finden gibt.

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