Schlagwort: Urlaub

Die Woche: Neu bei Twitter

Finn Mühlenkamp hat den Goetheblick

Mein “experimenteller Zweitaccount” @goetheblick liegt schon seit einigen Jahren in der Twitter-Brache herum, ohne dass ich ernsthaft etwas damit anzufangen wüsste. Dennoch war mir das Handle immer zu schade, um es aufzugeben. Bezieht es sich doch auf meine Sehschwäche, die im Volksmund diesen Namen trägt.

Seit dem Versuch, unter diesem Begriff ein Solo-Podcast-Projekt zu etablieren, sind auch schon wieder etliche Jahre ins Land gegangen. Nach intensiver Beratung mit dem Multi-Twitter-Account-Experten Robert kam mir nun jedoch eine Idee, wie dem Account wieder Leben einzuhauchen wäre.

Er möge fürderhin der Archivierung und Verbreitung alter und neuer eskapistischer Webfundstücke dienen. Folgt bei Interesse also gern dem Goetheblick.

Gleiches gilt für meinen frisch ins Leben gerufenen Fünftaccount1 @finnmühlenkamp, der just in dieser Woche das Licht der Welt erblickt hat. An anderer Stelle hatte ich bereits erläutert, wer sich hinter dem Pseudonym Finn Mühlenkamp verbirgt – nämlich ich – und wie es zustande gekommen ist.

Thema des Accounts ist natürlich mein unter diesem Namen erscheinendes Kinderbuch “Mette vom Mond” – und mal schauen, ob und was der gute Finn in Zukunft noch so im literarischen Köcher hat.

Wer also beim Entstehungsprozess des Buchs auf dem Laufenden bleiben und sofort informiert werden möchte, wenn der Erscheinungstermin feststeht – wir hoffen doch alle, noch in diesem Jahr –, möge Finn Mühlenkamp bei Twitter folgen.

Perry – unser Mann im All

Mehr aus Zufall bin ich kürzlich wieder in Kontakt zu den Perry-Rhodan-Comics der Alligator Farm geraten. Sie setzten bekanntlich zwischen 2006 und 2013 die Tradition der Studio-Giolitti-Comics aus den 60er und 70er Jahren fort.2 Danach verschwand das Projekt etwas aus meinem Fokus und ich wähnte es beendet. Weit gefehlt.

Meine Frau und meine Tochter sind auf einer Comicveranstaltung in Hamburg über einen Alligator-Farm-Stand gestolpert, der das jüngste Perry-Hardcover-Album feilbot. Eben jenes haben sie nicht nur sofort für mich erworben, sondern auch noch eine von den anwesenden Künstlern Till Felix und Maikel Das handgezeichnete Widmung hinzufügen lassen.

Seitdem weiß ich, dass die Perry-Comics seit 2016 in großen Abständen – der aktuelle ist erst Band zwo – in diesem Hardcover-Format fortgesetzt werden. Wer weiß, womöglich plaudere ich demnächst einmal in irgendeinem Podcast darüber.

Go West!

Und schließlich verfestigt sich dieser Tage in mir langsam die Hoffnung und Überzeugung, dass es im dritten Anlauf nach zwei Jahren Aufschub nun doch endlich mit dem Sprung über den großen Teich klappen wird. Nur noch wenige Wochen und ich werde die ehedem formulierte Frage Gibt es New York? schlussendlich beantworten können.

Alles ist gebucht, ESTA erfolgreich beantragt, Unterlagen liegen alle vor. Drücken wir die Daumen – and cross the fingers!

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  1. Wer alle zusammenbekommt bitte einmal ganz laut BINGO! rufen.[]
  2. und wie ich eigentlich lieber verschweigen will, hatte ich daran einmal sogar eher unrühmlichen Anteil[]

Die Woche: Wiederaufnahme der Reisetätigkeit

Ungeachtet des Titels dieser Rubrik blicke ich erneut ein paar Wochen mehr zurück, zunächst in jene beiden, die mit Osterurlauben gefüllt waren.

Hauptstadt der Dinosaurier

Nach zwei Jahren Abstinenz – abgesehen von einigen Tagesausflügen und Besuchen bei Verwandten – sind wir es erst einmal ruhig angegangen und haben zunächst der Hauptstadt einen Besuch abgestattet. Wie zuletzt vor drei Jahren ging es Anfang April für ein paar Tage nach Berlin. Schön war’s wieder!

Zum Glück sind wir unter anderem dem Rat des guten Robert gefolgt und haben das Museum für Naturkunde1 besucht. Dadurch konnte ich mir einen bald 40 Jahre alten Kindheitstraum erfüllen und die beeindruckenden Dinosaurierskelette in Echt und von Nahem bestaunen, die ich damals nur aus kleinen Fotos in meinem Was-ist-was-Buch kannte. Darunter auch das “Berliner Exemplar” des Archeopteryx. Der kleine Junge in mir hat wahre Luftsprünge gemacht. Falls ihr die Gelegenheit habt, unbedingt hingehen!

Drei Worte genügen

Immer wieder Rügen! Unter dem Motto ging es danach nach vier Jahren Abwesenheit endlich wieder für eine Woche auf Deutschlands größte und schönste Insel.

Wer Rügen sagt, muss natürlich auch Hiddensee sagen. Wald und Wellen bekommt man auch hier im Komplettpaket geboten. Zur allgemeinen Erbauung2 noch ein paar Ostsee-Impressionen.

Rhodan alt und neu

Urlaubszeit ist immer auch Lesezeit. In meinem Fall seit längerem wieder mit großem Schwerpunkt auf Raketenheftchen. In der Erstauflage kommt der aktuelle Perry-Rhodan-Zyklus an der Schwelle zu seinem letzten Drittel offenbar langsam in die Gänge.3 Sowohl die Hefte 3163 als auch 3164 habe ich spontan in meine Top 5 dieses Zyklus’ aufgenommen. Robert Corvus lässt es in Freundliches Feuer ordentlich krachen, dabei gelingt es ihm außerdem, eine große Zahl an Charakteren würdig in Szene zu setzen. Michael Marcus Thurner zieht in Lloyd und das Chaofaktum die riskante Nostalgiekarte, macht dabei aber alles richtig.4 Klassische Rhodan-Epochen in modernem Gewande neu geschildert sind für mich immer ein Highlight der Serie. Sehr interessant im Übrigen auch der kurze Werkstattbericht des Autors.

Und nun muss ich wohl den aktuellen Stand meiner Top-5-Liste des Zyklus präsentieren, oder? Bitteschön:

  1. “Ein Kastellan für Apsuhol” von Michelle Stern (3112)
  2. “Lloyd und das Chaofaktum” von Michael Marcus Thurner (3164)
  3. “Die herrlichste Stadt aller Zeiten” / “Die Zukunft ist eine Falle” von Kai Hirdt (3159 & 3160)
  4. “Der unsichtbare Dritte” / “Mondmörder” von Kai Hirdt (3126 & 3127)
  5. “Freundliches Feuer” von Robert Corvus (3163)

Ganz ursprünglich war ich mir gar nicht sicher, ob ich die neue Miniserie Atlantis überhaupt lesen wollte. Das Szenario schien mir zu sehr an Traversan angelehnt, nur dass es diesmal Perry höchstselbst in die Epoche der Glanzzeit des Arkonidischen Imperiums versetzen sollte. Je näher der Erscheinungstermin rückte, desto interessierter wurde ich allerdings, was vor allem an den begeisternden Ankündigungen des Chefautors Ben Calvin Hary lag. So hat mich Band 1 Im Land der Sternengötter aus seiner Feder dann auch sehr angenehm überrascht. Der zusammengefasst eher schlicht klingende Plot – Perry Rhodan und Sichu Dorksteiger werden durch eine Verkettung wilder Zufälle in Abendkleid und Anzug auf den Kontinent Atlantis5 kurz vor dessen Untergang im Jahr 8.000 vor Christus versetzt und sehen sich gezwungen, mit dem damaligen Atlan Kontakt aufzunehmen, wobei ihnen eine Einheimische zur Seite steht – wird durchaus nachvollziehbar und sehr spannend erzählt. Vor allem aber merkt man in jedem Absatz, wieviel Mühe und Herzblut Hary in den Weltenbau gesteckt hat. Die Charaktere sind allesamt sehr gelungen und das Szenario ist durchdacht und detailreich, dass es eine Freude ist. In Band 2 Festung Arkonis von Lucy Guth setzt sich diese Freude an der Schilderung der Handlungsorte fort, leichte Abzüge gibt es bei etwas zu holperigen Auflösung des Plots. Die Rettung der Helden aus der tödlichen Gefahr war mir selbst für ein Raketenheftchen zu schwer nachzuvollziehen. Dennoch bin ich froh, die Miniserie angegangen zu sein und freue mich auf die weiteren Hefte.

Mein Vorhaben, gleich drei alte Zyklen nachzulesen ist erwartungsgemäß sehr ins Stocken geraten. Darüber muss ich mir noch einmal ernsthaft Gedanken machen und wenigstens einen davon weglassen. Zumal ich inzwischen Lust bekommen habe, ältere Mini- und Taschenbuchserien nachzulesen.

Immerhin habe ich im Urlaub aus einer Laune heraus6 das klassische Perry Rhodan Heft 13 Die Festung der sechs Monde gelesen. Die Lektüre hat wieder Spaß gemacht. Interessant aber, was für ein kleiner Ganove unser Perry damals sein konnte. Die false flag operation, mit der nebenher die ferronische Opposition diskreditiert wird, ist schon speziell. Ich frage mich bei der Gelegenheit, mit wem die Ferronen eigentlich offiziell das Handelsabkommen geschlossen haben? Formal darf Rhodan zu der Zeit nur für die Dritte Macht sprechen, seine Mikronation auf der Erde. Allerdings deutet der Roman an, dass Rhodan und Co. auch der ferronischen Führung gegenüber als Arkoniden auftreten. Wurden die Ferronen etwa jahrzehntelang im Unklaren gelassen, wer die Terraner wirklich sind? Aber gut, das führt jetzt zu tief in die Historie des Perryversums.

Alte Filme

Aus einer weiteren Laune heraus habe ich kürzlich “E.T.” geschaut – und zwar zum ersten Mal seit meiner Kindheit, als er damals im Kino lief.7 40 Jahre her also. Von ein paar winzigen Details abgesehen8 funktioniert der heute noch ziemlich gut. Und ich muss gestehen, erst heute geschnallt zu haben, wie sehr der ganze Film aus kindlicher Sicht geschildert ist. Lange Zeit sieht man von den meisten Erwachsenen die Gesichter und Köpfe nicht, das Handeln der Erwachsenen ist nur deshalb so bedrohlich, weil es unverständlich ist. Seht mir diese späte naive Erkenntnis nach, damals als Siebenjähriger ist mir das nicht aufgefallen.9

In dem Zuge kam mir der Gedanke, ein paar weitere Filmklassiker nachzuholen, die auf meiner Liste noch fehlen. Da habe ich komischerweise große Lücken. “Titanic” habe ich zum Beispiel erst vor ein paar Jahren erstmals gesehen.

Ich weiß, der Hauptdarsteller ist eine äußerst kritische Figur10 – aber für jemanden meines Jahrgangs ist es mehr als überfällig, endlich einmal “Top Gun” zu schauen – auch weil da alsbald ein zweiter Teil ansteht.  Ich kann mich noch sehr gut an den Schulkumpel erinnern, der nach Genuss des Films behauptete, nun problemlos eine F-14 fliegen zu können.11 Puh. Naja, ist nicht ganz so gut gealtert wie “E.T.”, um es vorsichtig auszudrücken.12 Ist aber sehr typisch für seine Zeit und somit Teil der Popkultur meiner Generation.13

Neue Serien

Serien wurden in den vergangenen Wochen und Monaten etliche gestreamt. Ich beschränke mich auf die aktuellsten.

Star Trek: Picard krankt nach vielversprechenden ersten Folgen an denselben Problemen wie in der ersten Staffel: zu wenig Produktions-Ressourcen, zu viele Folgen und die Handlung besteht aus kaum mehr als Nostalgie. Die mittleren Episoden hängen furchtbar durch, drei, vier Parallelplots plätschern uninspiriert vor sich hin und alles wird nur mühselig von der durchaus guten Besetzung am Leben gehalten. Naja, wenigstens haben wir jetzt Gaius Baltar in Sternenflottenuniform gesehen. Ja, so schlimm ist das alles auch nicht. Ich gucke die Serie trotz allem nicht gänzlich ohne Begeisterung. Darüber wird alsbald ausführlich in der Eskapedia zu reden sein.

Moon Knight hingegen ist großartig! Oscar Isaac füllt die Rolle des multiplen Helden wunderbar aus. Vor allem als Steven läuft er zu Hochtouren auf. Ich bin gespannt, ob sich die Gerüchte zur Verknüpfung mit dem nächsten Thor-Film bewahrheiten. Und hoffe inständig, dass Moon Knight noch in etlichen MCU-Filmen auftauchen wird.

Die große Serienüberraschung schließlich ist Severance. Ich hatte mir das Apfelfernsehen wegen Foundation14 und For all Mankind15 zugelegt, wegen Severance werde ich es behalten. Schon die Grundidee klingt interessant. Durch ein chirurgisches Verfahren werden bei einigen Menschen die Erinnerungen und somit das Bewusstsein zweigeteilt, einmal für das Privatleben und einmal für das Berufsleben. Man weiß zu Hause also nichts mehr von seinem Beruf und im Büro nichts mehr von seinem Privatleben. Die Umsetzung der Idee ist grandios, die Schauspieler und ihre Figuren sind hervorragend. Mit minimalsten Mitteln wird eine unglaublich spannende Geschichte erzählt, die einen am Ende der ersten Staffel mit einem nervenzerfetzenden Cliffhanger zurücklässt.

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  1. Oh! Die haben auch einen Podcast! Interessant![]
  2. und als Beweis, dass wir wirklich auf einer Insel waren[]
  3. Ich teile beziehungsweise verstehe die oft geäußerte Kritik an der schleppenden Metahandlung durchaus, bleibe aber wegen der guten bis sehr guten Einzelromane bei der Stange.[]
  4. Im Gegensatz zu einer gewissen Trek-Serie, zu der ich weiter unten komme.[]
  5. Jepp, den gab es im Perryversum in echt.[]
  6. und aus Fanfiction-Recherchegründen[]
  7. Ja, so alt bin ich.[]
  8. Die Kussszene in der Schule ist schon ziemlich strange. Dafür wirkt die alleinerziehende Mutter der Hauptfigur geradezu modern.[]
  9. Ich bin im übrigen nicht sicher, welche (Schnitt-) Fassung ich da gesehen habe. Bekanntlich hat Spielberg in einem späteren Cut ein paar Waffen der Polizisten CGI-mäßig durch Funkgeräte ersetzt. Ein Funkgerät war mir aufgefallen – ansonsten waren die aber alle immer noch doll bewaffnet. Außerdem schienen mir ein paar Szenen zu fehlen, an die ich mich zu erinnern meinte.[]
  10. Blöderweise gefallen mir die meisten Filme mit dem.[]
  11. Gruß nach Quickborn![]
  12. Alter, wie übergriffig macht Maverick sich bitte an sein Love-Interest ran?!? Von der Navy-Verherrlichung, die bekanntlich volle Absicht war, ganz zu schweigen. Wie bei derartigen Filmen üblich, hat das Militär an seiner Entstehung maßgeblich mitgewirkt.[]
  13. Die zu Recht mit einiger Selbstkritik betrachtet werden muss.[]
  14. Davon hatte ich mehr erhofft.[]
  15. Die erste Folge hatte mich arg abgeschreckt, da bin ich noch immer nicht weitergekommen.[]

Gibt es New York?

Ich weiß nicht, ob es euch auch so ging – aber um an philosophische Grundfragen herangeführt zu werden, wurden bei mir im entsprechenden Unterricht damals Fragen erörtert wie “Woher weißt du eigentlich, dass es New York wirklich gibt?” Die Folge waren stets erbauliche und im Ergebnis fruchtlose Diskussionen, die jedoch das Bewusstsein dafür schärften, vermeintliche Wahrheiten nicht unüberlegt als gegeben hinzunehmen – und darüber nachzudenken, was “Wahrheit” überhaupt meint.

Ich war noch niemals in New York

Nachdem ich über Jahrzehnte hinweg keine Gelegenheit beziehungsweise Muße gefunden hatte, wollte ich in diesem Jahr endlich selbst einmal nachschauen (dass die Vertrauenswürdigkeit der eigenen Sinne ebenfalls diskutabel ist, sei dahingestellt – oder meinethalben ein Thema für die Drukos). Genaugenommen sollte es Ende März soweit sein. Eine gute Woche lang wollte ich Manhattan und vielleicht ein wenig Brooklyn unsicher machen – und euch mit unzähligen Insta-Bildchen und Filmchen belästigen. Hat nicht sollen sein. Eine Weile werde ich bei Udo Jürgens noch einstimmen müssen.

Ockhams Rasierklinge

Halb im Scherz, halb aus Betrübnis drängte sich mir eingangs gestellte Frage wieder auf. Wäre ich etwas wirreren Geistes (noch wirreren Geistes, als ohnehin schon), hätte ich mir womöglich ein Truman-Show-Szenario ausgemalt, das … Aber Scherz beiseite!

Flatten the Curve

Selbstverständlich ist es aktuell nicht nur sinnvoll sondern geboten, alles dazu beizutragen, dass sich der Erreger, der gerade die Welt in Atem hält, so langsam wie möglich ausbreitet, um Gesundheitssysteme und Infrastruktur nicht in die Knie zu zwingen. Daher ertrage ich mein Schicksal tapfer und hadere fast gar nicht damit. Und aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

Nächstes Jahr ist auch noch ein Jahr

Glaubt also nicht, dass ihr meiner pauschaltouristischen Reiseberichterstattung aus New York entkommt. Nächstes Jahr seid ihr fällig. Immerhin kann ich eine leicht nerdige Färbung versprechen, denn es sind zum großen Teil die Dinge aus einschlägigen Filmen und Comics, die ich in der Stadt, die niemals schläft, entdecken möchte.

New York, New York

Sei es die Brücke, auf der sich Spider-Man und der Goblin gekloppt haben (ganz zu schweigen von der Fähre, die der Vulture im Kampf mit ihm zerlegt hat, und dem Vergnügungspark, in den die beiden reingekachelt sind), das Museum, in dem Agent J seinen ersten Alien gejagt hat, oder die Enterprise. Hach, es gibt so viel zu entdecken, egal, ob real wie die Captain America Statue in Brooklyn oder fiktiv:

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Was vergessen?

Machen wir das beste draus. Hiermit habe ich ein Jahr Zeit, weitere Tipps für den Big Apple zu sammeln. Empfehlt mir was!

Zwei Runden um den Polarkreis

Als ich acht Jahre alt war haben unsere Eltern mit uns in den Sommerferien eine dreiwöchige Kreuzfahrt durch die Nordpolarregion unternommen – und zwar auf dem sowjetischen Kreuzfahrtschiff ODESSA. Heute liegen mir davon leider keine Fotos mehr vor – daher habe ich die Tour jetzt, 36 Jahre später, mit meiner Familie wiederholt.

Disclaimer: 35+ Jahre alte Erinnerungen

Bei der Rekonstruktion dieser Geschichte bin ich wie gesagt komplett auf meine über 35 Jahre alten Erinnerungen angewiesen. Weder auf Fotos noch auf Unterlagen der damaligen Reise habe ich heute noch Zugriff. Selbst bei der konkreten Jahreszahl bin ich mir nur zu 90% sicher. Es war definitiv vor 1985 und nach 1981 – die Wahrscheinlichkeit für den Sommer 1983 ist definitiv am größten. Gesichert sind immerhin Name und Herkunft des Schiffes und der grobe Verlauf der Route. Bei einigen Hintergründen und Details erlaube ich mir etwas zu spekulieren und gegebenenfalls sogar dramaturgisch auszuschmücken. Im Großen und Ganzen ist es aber genauso gewesen.

Made in the USSR: Mittelschicht-Kreuzfahrt in den 80ern

Wir schreiben also das Jahr 1983. Etwa ein Jahr zuvor war meine Oma aus dem Saarland zu uns nach Schleswig-Holstein gezogen. Da sie krankheitsbedingt auf Pflege angewiesen war, hatten meine Eltern entschieden, sie nach dem Tod meines Opas zu uns zu holen. Als kleines Dankeschön hatte sie uns allen einen gemeinsamen Urlaub spendiert. Für die damalige Zeit und unsere Gehaltsklasse (durchaus gehobene Mittelschicht – aber halt nicht mehr) womöglich etwas unüblich (hier beginne ich zu spekulieren) fiel die Wahl auf eine Kreuzfahrt, die uns in skandinavische Gefilde führen sollte. Da AIDA und Co. noch mindestens 15 Jahre auf sich warten lassen sollten, war die einzige (?) Möglichkeit offenbar, auf sowjetische Anbieter zurückzugreifen.

Ich erinnere mich noch vage an die einschlägigen Urlaubskataloge, die wir damals gewälzt haben. Die Schiffsnamen, die im Gespräch waren, klangen alle irgendwie russisch. Ganz offensichtlich bot die Sowjetunion zu dieser Zeit als Devisenquelle solche Reisen für westeuropäische und namentlich westdeutsche Touristen an. Wir entschieden uns schließlich für …

Die MS ODESSA

Ich habe das Schiff noch gut vor Augen – mit dem fetten Hammer-und-Sichel-Symbol auf dem Schornstein und dem kyrillischen Namen am Bug. Auf dieser Seite sind alle Daten der MS ODESSA nebst einem Postkartenmotiv von damals zu finden. Mit knapp 140 m Länge und gut 500 Passagieren ist das Ding aus heutiger Sicht natürlich winzig. Ein stylisches Schiffchen war es aber durchaus – und für einen Achtjährigen wie mich und meinen zwei Jahre jüngeren Bruder war es ein wunderbarer Spielplatz. Viele junge Familien waren damals im Übrigen nicht an Bord. Einschränkend muss gesagt werden, dass mein Bruder und ich lieber unter uns geblieben sind – bewusst habe ich aber nur ein weiteres Geschwisterpärchen in Erinnerung, das ungefähr in unserem Alter war.

Die Crew war komplett russisch – beziehungsweise sowjetisch (es werden sicher auch etliche Besatzungsmitglieder aus den anderen Sowjetrepubliken an Bord gewesen sein). Das Ausflugs- und Entertainment-Programm hingegen wurde von Westdeutschen gemacht: abgehalfterte Schlagersänger und Entertainer, ein schwerstalkoholischer Zauberer – selbst aus meiner damaligen Kindersicht eine ziemlich wilde Truppe.

Besagter Zauberer ist mir besonders in Erinnerung geblieben: mit seiner Feuernummer, die damit endete, dass er hektisch seine brennenden Handschuhe ausziehen, auf den Boden werfen und austreten musste – oder als ihm beim Gang von der Bühne seine Messer zum Jungfrauenzersägen entglitten und einer Zuschauerin auf den Kopf fielen (von einer kleinen Platzwunde abgesehen zum Glück ohne größere Blessuren).

Ein starker Kontrast war der letzte Entertainment-Abend, der von der sowjetischen Crew bestritten wurde und alle Bemühungen der westdeutschen Unterhaltungstruppe in den Schatten stellte.

Nach Aussage meiner Eltern soll der Kaffee an Bord übrigens eine Katastrophe gewesen sein, was sie zum Anlass nahmen, auf Tee umzusteigen, der an Bord hervorragend war. Seitdem sind wir eine Tee-Familie – eine Tradition, die ich bis heute unerschütterlich in Ehren halte.

Die Route einst und jetzt

2019 haben meine Familie und ich diese Reise mit der AIDAluna nachvollzogen. Die Route war nahezu identisch, sie unterschied sich nur in einigen Stationen. Die Erlebnisse und Eindrücke waren erneut fantastisch – auch wenn ich einige Details anders oder gar nicht mehr in Erinnerung hatte. Damals startete die Reise in Hamburg (bin ich mir zumindest ziemlich sicher). Diesmal ging es in Kiel los.

Schottland: einst Shetland – jetzt Orkney

Damals war unsere erste Station auf den Shetland-Inseln. Viel Erinnerung daran habe ich nicht mehr – eigentlich nur noch, dass wir eine Bustour über die Insel gemacht haben und wir durch eine durchaus schöne aber recht neblig-karge Landschaft gefahren sind.

In diesem Jahr ging’s etwas südlicher nach Kirkwall auf den Orkney-Inseln. Etwas bedeckt war es erneut, das Örtchen war jedoch sehr sehenswert und lud zu einem kurzweiligen Spaziergang ein. Und es gab ziemlich leckere Scones.

Island: einst Reykjavik – jetzt mehr

Die nächste Station war Island, damals nur die Hauptstadt Reykjavik mit einem Ausflug zu den Geysiren. Vor allem letzterer deckt sich in meiner Erinnerung ziemlich genau mit der Erfahrung in diesem Jahr – einschließlich des außerordentlich guten Wassers, das zum Mittagessen gereicht wurde. Hatte sich vor 36 Jahren ziemlich bei mir eingeprägt. Dunkel erinnere ich mich außerdem an eine Wanderung zu einem Vulkan.

Diesmal ging es mit Island aber in Akureyri los. Die Stadt im Norden der Insel war die erste von insgesamt drei Stationen dort und empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, der die Wanderung zum botanischen Garten besonders erfreulich machte. Man beachte außerdem die herzförmigen Ampeln. Von hier aus haben wir zudem eine Whalewatching-Tour gemacht.

Laut der Meeresbiologin an Bord unseres Ausflugsbötchens hieß der Buckelwal “Dark Knight” – und er zeigte uns immerhin ein paarmal seinen entzückenden Rücken.

Der zweite Island-Stopp 2019 war das wunderschöne Ísafjörður im Nordwesten.

Und schließlich ging es auch dieses Mal nach Reykjavik, was mich mit am stärksten an den damaligen Besuch erinnerte – allem voran das Geysirfeld, zu dem es einst wie jetzt einen Ausflug gab. Ich glaube, hier haben die Erinnerungsneuronen am stärksten gefeuert, da vieles noch sehr ähnlich war – bis hin zum allgegenwärtigen Schwefelgeruch.

Im Gegensatz zu damals hatte der Ausflug diesmal jedoch noch zwei weitere Ziele. Zum einen den beeindruckenden Gullfoss Wasserfall und zum anderen das sowohl erd- als auch menschheitsgeschichtlich höchst bedeutsame Thingvellir. Hier grenzen nämlich nicht nur die eurasische und nordamerikanische Erdplatte aneinander. Die Felswand auf dem untenstehenden Foto ist quasi die Kante Nordamerikas, während die Islandflagge auf eurasischem Boden steht.

Zudem befindet sich hier eine Wiege der europäischen Demokratie, wo die Isländer zwischen den Jahren 900 und 1800 ihre Versammlungen abhielten. Thingvellir ist somit eines der ältesten Parlamente der Welt.

Spitzbergen: einst ohne – jetzt mit Zivilisation

Diesen nördlichen Endpunkt menschlicher Zivilisation hatte ich sehr menschenleer und eisig in Erinnerung. 1983 sind wir umgeben von Eisbergen mit Tenderbooten an Land gegangen und haben dort kaum Menschen und Behausungen vorgefunden. In meiner Vorstellung hat es da nur eine kleine Forschungsstation gegeben.

Entweder erinnere ich mich sehr lückenhaft – oder wir waren damals schlicht an einer anderen Stelle von Spitzbergen. Denn der Ort Longyearbyen, den wir dieses Mal ansteuerten, existiert schon seit über 100 Jahren. Ein reicher Ami hat damals dort eine Kohlegrube mit Stadt drumrum gegründet. Ein Stollen ist da wohl noch aktiv – alles andere aber nur noch historisches Industriedenkmal. Der Ort lebt mittlerweile überwiegend von der Forschung – die Universität hat hier eine Außenstelle – und vom Tourismus.

Bei unserem Ausflug zur nächstgelegenen Endmoräne war Schutz durch bewaffnete und behundete Guides vorgeschrieben. Die Eisbärwarnschilder stehen dort nicht zum Spaß. Gesehen haben wir aber keine.

Nordkap: einst wie jetzt ohne Sonnenuntergang

Sind wir mal ehrlich – das Nordkap ist eigentlich Touristennepp. Man wird da hoch gekarrt, um ein Postkartenfoto von dieser Kugel zu machen (siehe unten) – und befindet sich nicht mal tatsächlich am nördlichsten Festlandpunkt Europas. Meine Erinnerung an den Besuch 1983 reduziert sich daher auch auf einen ganz kurzen Moment, an dem mir meine Eltern erklären, dass es ja ganz toll sei, hier zu stehen und um Mitternacht die Sonne zu sehen.

In diesem Jahr war es kaum anders – auch wenn der Ausblick bei dem tollen Wetter, das wir hatten, schon spektakulär war. Das galt für die Fahrt zum und vom Nordkap aber fast noch mehr. Vor allem weil wir etliche weiße Rentiere gesehen haben.

Norwegens Fjorde: einst ohne – jetzt mit Eisbärenclub

Damals wie heute ging es schließlich entlang der norwegischen Küste Hafen für Hafen wieder gen Süden. Diesmal lauteten die Stationen: Hammerfest, Tromsø, Lofoten, Bergen und schlussendlich wieder Kiel. Ich weiß es nicht mehr so genau – aber damals war es glaube ich fast identisch. Möglich, dass wir 1983 die Lofoten ausgelassen und dafür weiter südlich Trondheim angesteuert haben – aber auch hier ist meine Erinnerung arg lückenhaft. Rundgänge von damals habe ich überhaupt nicht mehr präsent. Die Städte waren mir in diesem Jahr alle völlig neu. Eigentlich kann ich mich nur noch an einen Bötchenausflug durch einen Fjord erinnern (das mag Hammerfest gewesen sein – aber ich weiß es wirklich nicht mehr).

In diesem Jahr hatten wir in jedem Hafen unfassbares Glück mit dem Wetter und konnten jede Stadt zumindest zeitweise unter blauem Himmel genießen (ausdrücklich auch die angeblich regenreichste Stadt Europas Bergen). All diese Orte waren wunderschön – aber aus irgendeinem Grund ist uns Hammerfest diesmal besonders in Erinnerung geblieben. Vielleicht auch, weil wir dort in die königliche und altehrwürdige Eisbärengesellschaft aufgenommen wurden.

Im Ernst: Skandinavien hat für mich auch 36 Jahre später nichts an seiner damals in mir gepflanzten Faszination verloren. Selbstredend ist das Gegenteil der Fall. Und bei allem Fernweh nach neuen Horizonten, das es als nächstes zu stillen gilt – an vielen Orten dieser Tour waren wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal. Slartibartfaß hat einfach viel zu gute Arbeit geleistet.

Frohe Ostern!

Stand der Denkpause

Wie unlängst berichtet, denke ich auf ein paar inhaltlichen Veränderungen meiner Bloggerei herum – namentlich die Abschaffung / Umgestaltung meiner Linklisten-Rubrik. Die entsprechenden Gedanken sind schon recht weit fortgeschritten. Es wird wohl – wie schon angekündigt – auf die intensivere Befassung mit einer einzigen Fundsache pro Woche hinauslaufen. Bald mehr dazu.

Wie war Berlin?

Großartig! Und dann war auch noch das Wetter der Hammer. Ist schon ne tolle Stadt – auch wenn ich da nicht wohnen wollen würde. Da es unser erster Hauptstadt-Trip als Familie (und mein erster nicht-dienstlicher Besuch seit langem) war, lief es auf die üblichen Ausflugsziele zwischen Siegessäule, Hauptbahnhof, Fernsehturm und Potsdamer Platz hinaus: Spreefahrt, Brandenburger Tor, Regierungsviertel, Nofretete, Weltzeituhr usw. usf.

Bei dem herrlichen Wetter ein Traum – was uns außerdem die Gelegenheit gab, alles zu Fuß zu erkunden. Hat mir echt gut gefallen.

Auf zum fröhlichen Eiersuchen!

Aber jetzt erst einmal fröhliche, erholsame und sonnige Ostertage euch allen!

Familie Kowski unterwegs: Rügen

Nach vier langen Jahren der Abstinenz waren wir endlich wieder dort zu Besuch und haben es uns eine Woche lang gutgehen lassen.

Osterferien an der Ostsee

Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns ist grundsätzlich ein lohnendes Ziel, das wir seit Jahren immer wieder gern ansteuern. Rügen hatten wir dabei in letzter Zeit etwas vernachlässigt. Dieser unhaltbare Zustand sollte in den diesjährigen Osterferien ein Ende haben. Also hieß es: Ab an die Ostsee!

Auf Schnee folgt Sonne

Nun entschied sich der Winter vor allem zum Osterfeste selbst noch mal ein kleines Comeback zu feiern. Statt Osterfeuer gab es Schneegestöber und die Osternester mussten im Schnee beziehungsweise in den warmen und trockenen vier Wänden gesucht werden. Was auch mal nett ist.

Familie Kowski stellt sich vor

In dem Zusammenhang hatte auch Familie Kowski ihren ersten offiziellen Auftritt. Wie man das als legoaffine Sippe so macht, die gerne ihre Privatsphäre wahrt: Man schickt die eigenen Lego-Avatare vor die Linse.

Unterkunft und Verpflegung

Das soll hier keinesfalls in eine ausgefeilte Hotelkritik ausarten. Nur soviel: Das Haus unserer Wahl war während unserer früheren Aufenthalte auf der Insel sowas wie unsere Stammunterkunft, mit der wir viele schöne Erinnerungen verbinden. Nach mehreren Besitzerwechseln in den letzten Jahren hat es nun leider etwas nachgelassen. Nett war es immer noch – aber beim nächsten Mal suchen wir uns was anderes. Gut gespiesen wurde unter anderem in der Ostseeperle in Glowe und natürlich im Goldenen Anker in Vitt – ach ja, und der Burger, den sie beim Baumwipfelpfad servieren, war auch ganz in Ordnung.

Strandspaziergang und Steinesammeln in Glowe

Zu den entspannendsten und schönsten Tätigkeiten zählt der gute alte Strandspaziergang. Das Örtchen Glowe hat sowohl einen wunderbaren Sandstrand zu bieten – als auch etwas weiter südlich einen etwas steinigeren mit kleiner Kreideabbruchkante. Einen solchen Spaziergang trete man immer mit Rucksack und/oder Beutel bewehrt an, um schöne Steine, Hühnergötter und vielleicht den ein oder anderen Donnerkeil mitzunehmen. Von Bernstein wagt man ja nicht zu träumen.

Prora und der Baumwipfelpfad

In der Nähe von Prora kann man seit einigen Jahren auf dem Baumwipfelpfad wandeln. Zu dieser Jahreszeit waren die Wipfel zwar noch reichlich kahl – doch die Sonne schien und die Aussicht war herrlich. Prora selbst hat einen schönen Sandstrand – ist aber vor allem durch das KdF-Bauwerk bekannt, das nicht umsonst Koloss von Prora genannt wird. Kann man sich mal angucken.

Der Rasende Roland

Zu meiner Schande habe ich meinem dampfbetriebenen Namensvetter bei vergangenen Rügenurlauben nie einen Besuch abgestattet. Eine Fahrt mit der Traditionsbahn war also überfällig. Nun bin ich sonst gar nicht so der Trainspotter oder Dampflokenthusiast. Hier wurde aber auch ich zum kleinen begeisterten Jungen – auch wenn der Gleis überraschend schmal ist. Schmalspur halt.

Kap Arkona

Ein Höhepunkt einer Rügenreise ist gleichzeitig der nördlichste Punkt der Insel: Kap Arkona mit seinen Leucht- und Peiltürmen, Kreidefelsen, altslavischen Heiligtümern, Künstlerbuden und dem pittoresken Fischerdörfchen Vitt. Aufgrund der Küstenabbrüche war vieles abgesperrt. Dennoch hatten wir bei strahlendem Sonnenschein einen herrlichen Tag.

Urlaubskatzen

Die putzigen Vierbeiner dürfen natürlich nicht fehlen. Traditionell laufen uns im Urlaub immer etliche über den Weg. Vor die Linse bekommen habe ich diesmal jedoch nur drei. Mit etwas gutem Willen.

Drei Worte genügen!

Immer wieder Rügen! Nuff said!

Von Candamir bis Uno – der Ultimative Urlaubs-Brettspiele-Marathon

Mein soeben zu Ende gegangener Familien-Urlaub hat mich einiges gelehrt. So weiß ich nun, dass ich gar nicht mal sooo schlecht Tischtennis spiele (immerhin treffe ich regelmäßig den Ball) und dass Soltau ein hübsches kleines Städtchen ist, das ein sehr interessantes Spielmuseum vorweisen kann. Vor allem aber habe ich bei unserem Urlaubs-Brettspiele-Marathon ein paar neue Spielchen kennengelernt, endlich mal wieder alte Klassiker auf dem Tisch gehabt – und sogar die meisten davon gewonnen.

Im folgenden eine kleine Liste der gespielten Spiele nebst Kurzbeschreibung, Mini-Rezi und Erfolgsbericht:

Candamir – Die ersten Siedler

Kannte ich noch nicht. Läuft unter dem Catan-Logo und stammt auch aus der Feder von Klaus Teuber – hat mit dem Spieleklassiker aber so gut wie gar nichts zu tun, jedenfalls regeltechnisch. Candamir stellt (mal wieder) den Versuch dar, klassisches Pen&Paper-Rollenspiel stark vereinfacht als Brettspiel umzusetzen. Der Versuch ist durchaus gelungen. Man hat ein Charakterkärtchen mit Grundeigenschaften, die man mit Erfahrungspunkten steigern kann. Zudem darf man recht frei über das Spielfeld laufen und bekommt per Karte zufällige Begegnungen vor die Nase. Spielziel ist, Ressourcen zu sammeln, um damit Dinge herzustellen. Dafür gibt’s dann Siegpunkte (bzw. man gibt diese ab). Wer als erstes alle seine Siegpunkte weg hat, gewinnt.
Ein bisschen schade ist, dass man anscheinend nur wenig Möglichkeiten hat, andere Spieler direkt zu stören oder sonst mit ihnen zu interagieren. Zumindest in unserer Partie hat jeder der vier Spieler mehr für sich seinen Stiefel runtergespielt. Aber vermutlich habe ich in der einen Partie längst nicht alle Möglichkeiten ausgelotet. Das Spielprinzip hat mir ansonsten gut gefallen. Zudem habe ich die eine Partie auch noch gewonnen.

Carcassonne – Jäger und Sammler

Kenne ich schon länger und hab ich auch schon öfter gespielt. Unterscheidet sich fast gar nicht vom Original-Carcassonne – außer dass die Straßen durch Flüsse und die Städte durch Wälder ersetzt wurden, um das Ganze an ein “Urmenschen”-Szenario anzupassen.
Zwei, drei kleine Regelerweiterungen machen daraus aber trotzdem ein feines eigenständiges Spiel. Eine Partie gespielt – ich hab gewonnen.

Dominion (+ erste Erweiterung “Seaside”)

Der Klassiker ist mir natürlich ebenfalls bekannt. Er trägt den Titel “Spiel des Jahres” völlig zu Recht. Im Prinzip ein einfaches Kartenspiel, das durch etliche Kombinationsmöglichkeiten immer wieder neu ist. Das Grundprinzip ist schlicht: Man muss sein Geld mehren, um damit Siegpunkte zu kaufen. Die unterschiedlichsten Aktionskarten sorgen dabei für Spannung, indem sie die Dinge beschleunigen oder Mitspieler stören. Da die Karten oft aufeinander aufbauen oder kombinierbar sind, empfiehlt es sich, die Sets gut zu wählen – oder die vorgeschlagenen Sets zu nutzen. Wir haben eine Partie mit einem Set aus dem Basisspiel gespielt – die hab ich gewonnen. Von den zwei Partien mit unterschiedlichen Sets aus der ersten Erweiterung “Seaside” hab ich immerhin eine gewonnen.

El Grande

Das Spiel des Jahres 1996 habe ich hier zum ersten Mal gespielt – und bin begeistert. Man selbst ist einer der titelgebenden Granden und muss im alten Spanien seinen Einfluss mehren und verfestigen. Dazu muss man in möglichst vielen Regionen die Mehrheit mit seinen Caballeros erringen – und bis zu den Wertungsrunden auch halten. Lustige Aktionskarten geben einem natürlich auch hier ausreichend Möglichkeiten, überraschende Vorteile zu erringen – oder die Mitspieler zu ärgern. Die dadurch entstehende direkte Interaktion zwischen den Spielern gefällt mir ebenso wie die sehr starke Reduzierung des Zufallselements. Sehr gutes Spiel! Wir haben zwei Partien gespielt – die erste habe ich gewonnen, bei der zweiten habe ich kläglich versagt.

Risiko

Ein Uralt-Klassiker, den man kaum erklären muss. Man spielt im Grunde Weltkrieg und vertreibt seine Mitspieler mit Armeen und Würfelglück von der Landkarte. Ich fand’s schon immer klasse. Einmal gespielt – ich hab gewonnen.

Schwarzer Peter

Jupp, das gute alte Kartenspiel, in dem man Paare sammeln – und den titelgebenden Schornsteinfeger meiden – muss, haben wir auch mal gespielt. Mit unseren Lütten. Mein Töchterlein hat gewonnen.

Star Munchkin + Erweiterung “Die Clown Kriege”

Das Kartenspiel Munchkin ist letztlich eine Parodie auf das klassische Rollenspiel. Man lässt es sich am besten von Wil Wheaton erklären. Es zählt zu den Spielen, die ich in den letzten Jahren vermutlich mit am intensivsten gespielt habe. Wir haben die Science-Fiction-Version nebst Erweiterung gespielt. Zwei Mal. Ich hab beide Male verloren.

Tabu

Ebenfalls eine Premiere für mich. Ist ja mehr so ein Party-Spiel – ich fand’s aber gar nicht mal sooo schlecht. Zwei Teams treten gegeneinander an. Es gilt sich Begriffe zu erklären – ohne allerdings Worte zu nutzen, die Tabu sind. Vier Partien wurden gespielt – ich war nicht ein Mal im Gewinner-Team.

Uno

Und schließlich haben wir noch – ebenfalls mit unseren Lütten – eine Runde Uno gespielt. Muss man auch nicht erklären denke ich. Mau-mau halt mit Spezial-Karten. Töchterlein hat gewonnen.

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