Lesetagebuch: Star Wars Comics – Teil 1

Wer wie ich nicht genug vom Star Wars Universum kriegen kann (lassen wir kurz mal die Unterteilung nach „guten alten“ und „schlechten neuen“ Filmen außen vor), dem stehen bekanntlich noch etliche weitere Medien voll mit lizensiertem Lichtschwertspaß zur Verfügung.

Nun bin ich der Meinung, dass Star Wars in ein rein visuelles Medium gehört – Romane kamen für mich daher (bislang) nicht in Frage. Dann gibt’s ja noch zahlreiche nach glaubhaften Quellen auch sehr gute Computerspiele – aber ich bin einfach nicht so der Daddler. Nach meiner C64-Zeit hab ich eigentlich nur zwei Spiele ernsthaft gespielt: Age of Empires und World of Warcraft …

Bleiben die Comics (jaja … und zwei Ewoks-Fernsehfilme, ein Christmas-Special und der ganze Clone-Wars-Schrott … naknaknak). Ich habe vor über einem Jahr damit angefangen, mich in der Richtung umzutun. Vorausgegangen war dem, dass ich ein recht interessantes Heftchen auf dem Gratis Comic Tag 2010 abgestaubt habe, in dem eine Story aus der hervorragenden Dark Times Reihe zu finden war.

Dies war der Zeitpunkt der Infektion – mittlerweile hat mich ein handfestes Sammelfieber gepackt. Grund genug, an dieser Stelle ein wenig über meine aktuelle Obsession und das Objekt derselben zu berichten.

Die Comics der 80er …

Die ersten Star Wars Comics dürfte es schon kurz nach den ersten Filmen gegeben haben. Ich habe Cover aus den 80ern vor Augen, die noch recht schlicht gezeichnet waren – und wohl auch eher einfache Geschichten betitelt haben dürften. In Deutschland sind diese Dinger dereinst bei Ehapa erschienen – und werden zur Zeit bei Panini als „Classics“ wieder aufgelegt.
Inhaltlich spielen sie wohl ziemlich eng im Umfeld und mit dem Personal der Ur-Film-Trilogie.
Nun, für einen Komplettsammler dürften diese Dinger irgendwann sicher interessant sein – bei mir hält sich die Begeisterung aber vorerst noch in Grenzen.
Aktuell gibt es bei Panini acht Classics-Ausgaben, die alle halbe Jahre erscheinen.

… der 90er …

Die nächste „Welle“ der SW-Comics stammt aus den 90er Jahren, aus der Zeit, bevor Episode I in die Kinos kam.
Inhaltlich wird es hier etwas interessanter. Zumindest wird hier oft das enge Umfeld der Filme verlassen. Es werden Geschichten präsentiert, die etliche Jahrtausende davor spielen und die mythischen Ursprünge der Jedi sowie Sith beschreiben. Doch auch Luke und Co. kommen erneut zu ihrem Recht.
Die Qualität der Zeichnungen, der Charakterdarstellungen und der Handlungen kommt oft über „mittel“ nicht hinaus. Ein paar Perlen sind hier aber durchaus zu finden.
Die Comics dieser Epoche sind in Deutschland zunächst im Feest– sowie im Carlsen-Verlag erschienen. Aktuell erhält man sie am Besten in der „Essentials“-Reihe von Panini, wo diese nach und nach alle erneut aufgelegt werden.
Der Komplettsammler mag hier auch auf die älteren Carlsen- und Feest-Dinger wert legen – ich für meinen Teil beschränke mich aber auf die „Essentials“, die allesamt noch problemlos erhältlich sind.
Aktuell ist der 13. Essentials-Band erschienen. Pro Jahr kommen zwei hinzu.

… und das Beste von heute!

Schließlich startete 1999 mit dem Beginn der neuen Film-Trilogie eine dritte Welle von SW-Comics, die in deutschen Landen seitdem durchgängig bei Panini (einstmals Dino) erscheinen. Hier gibt es eine klassische Heft-Reihe, die aber regelmäßig in den so genannten „Sonderbänden“ zusammengefasst wird.
Hier wird es jetzt richtig spannend. Die Bandbreite der Szenarien ist noch einmal gewachsen. Es gibt nun Storylines, die die verschiedenen Lücken zwischen den Filmen ausfüllen, solche die teilweise weit in die Vergangenheit – aber auch in die Zukunft – der Film-Gegenwart reichen. Etliche Sammelbände und Unterreihen basieren auf Computerspielen und geben deren teils sehr interessanten Storylines gekonnt wieder.
Die Qualität der Zeichnungen aber auch der Handlungen ist noch einmal enorm gestiegen.
Hier liegt dann auch der Fokus meiner Sammelwut – wobei ich die Hefte aber außen vor lasse. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 68 Sonderbände erschienen. Über die einschlägigen Online-Kauf-Portale sind die eigentlich alle noch recht gut zu erstehen. Man muss halt auf Schnäppchen achten. Seit Anfang des Jahres werden zudem die allerersten Sonderband-Nummern unter der Bezeichnung „Star Wars Masters“ von Panini erneut aufgelegt – allerdings in anderer Reihenfolge.
Die Sonderbände erscheinen alle zwei Monate – die Masters ebenfalls.

Da war ja noch was …

Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich an dieser Stelle noch die Clone Wars. Basierend auf der animierten Fernsehserie (die in den späteren Staffeln ja angeblich gar nicht mal so schlecht sein soll – was ich davon gesehen hab ist aber mehr als mäßig) gibt es natürlich auch ein ausgedehntes Comic-Angebot zu diesem unsäglichen Teil des Star Wars Universums – in Deutschland ebenfalls bei Panini.
Im Rahmen des Gratis Comic Tags hab ich ein paar Storys aus dieser Ecke in die Finger bekommen.
Gruselig!
Vermutlich soll damit eine wesentlich jüngere Zielgruppe angesprochen werden – aber ich bin der Meinung das würde auch in besserer Qualität gehen.
Egal – das Zeug kommt mir jedenfalls nicht ins Haus.

In loser Reihe werde ich an dieser Stelle über den Stand meiner Sammlung – und natürlich über die Comics selbst berichten.

8 Gedanken zu „Lesetagebuch: Star Wars Comics – Teil 1“

  1. Also die Sonderbände sind ein bisschen komplex: Eigentlich wird der ganze Ami-Kram auf die Hefte und die Sonderbände aufgeteilt, also entweder erscheint etwas im Heft oder im Sonderband. Vorallem früher gab es aber Ausnahmen, sodass eine Heftstory auch mal als SoBa erschien. Damit hörte man dann aber auf, bis vor Kurzem, als man Dark Times nochmal als SoBa brachte.

    Für Dark Times würde ich dir aber empfehlen, auch noch die Hefte zu lesen. Das ist sehr gut. Überhaupt würde ich nicht nur die Sonderbände lesen, da entgeht dir einiges gutes Zeug.

    1. Hm … Du willst mir also sagen, dass ich meinen Sammelwahn gern auch auf die Hefte ausdehnen kann?
      Na, das lass ich mir doch nicht zweimal sagen … 😉

  2. Yeah. Ein fellow Star Wars Comic-Fan! Liest du da regelmässig mit? Habe jetzt gerade nämlich für nen anderen Blog die Hefte 97 – 99 reviewt, und fand gerade den Boba-Zweiteiler ganz spannend!

    Ich finde das ganz alte Zeug super, wenn auch völlig abgedreht. Holy mother… Die Drachenschlangen. Oder Baron Tagge. Jesses. Das bescherte mir immer wieder viel Lachen. Die 90er-Comics sind mir ein bisschen zu abgefuckt, hat zwar ein paar coole Sachen drunter. Und alles nach Episode I, bzw. eigentlich nach Episode III ist – mit Ausnahme von Dark Times – immer ein bisschen dasselbe. Mit vereinzelten Lichtblicken, zwar. Gerade das TCW-Zeug find ich eigentlich ganz cool.

    1. Ich sammel nur die „Essentials“ und die „Sonderbände“ von Dino/Panini – letztere sind glaub ich schlicht Sammelbände der Hefte.
      „Dark Times“ ragt in meinen Augen auch besonders raus – da hab ich bislang aber auch nur den ersten Sammelband und den Teil aus der Vector-Storyline gelesen.
      Ziemlich gut gefällt mir auch die Legacy-Chose – sowie die Rogue-Squadron-Sachen (auch wenn ich sonst nicht so der Stackpole-Fan bin).

      Clone Wars … Hrm … Es gibt etwas ältere Comics, in denen vor allem der Jedi Quinlan Vos im Mittelpunkt steht. Die finde ich ganz gut. Was ich an neueren Clone Wars Heften in die Finger bekommen habe, fand ich ehrlich gesagt sehr mäßig.
      Wobei ich gehört habe, dass die TV-Serie zuletzt sogar ganz gut sein soll …

      Ich will auf jeden Fall alsbald mal wieder das Bloggen zu dem Thema aufnehmen – hab da noch einiges zu berichten. 😉

    2. Bei den 90er Sachen geb ich Dir auch Recht. Wobei es da wirklich löbliche Ausnahmen gibt. Die Comic-Version der Thrawn-Geschichte ist echt klasse (Essentials 8, glaub ich) – und die aktuellste Ausgabe 13 mit Boba Fett ist auch nicht schlecht.

  3. Danke für diesen schönen Bericht.
    In Deiner Erfahrung fehlt aber die Comic-Fernsehreihe um R2D2’s und C3PEO’s Solo-Abenteuer, bevor sie auf Leias Sternenkreuzer geraten.
    Viel Spaß beim recherchieren…

    1. Ja, stimmt, die TV-Serie gab’s auch noch. War glaub ich auch nur so mittel … Aber der Schwerpunkt soll hier ja eh auf den Comics liegen.

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