NaNoWriMo 2012 – jetzt gibt’s kein Zurück mehr

50.000 Wörter in 30 Tagen? Na loggesch!

Mit dem heutigen Tage heißt es nur noch drei Mal schlafen bis zum NaNoWriMo-Startschuss. Vom 1. bis zum 30. November müssen dann 50.000 Wörter in die Tastatur gekloppt werden. Worauf hab ich mich da nur eingelassen?

Ich hoffe mal auf eine ganze Menge Spaß!

Immerhin hab ich mir nach einigem Hin und Her einen recht tauglichen Plot (wie ich finde) überlegt und sogar eine Menge writing buddies gefunden bzw. animieren können. Und ich hab sogar einen Plan, wie ich die 50.000 Wörter mit Glück schaffen könnte …

Der Plot

Im Gegensatz zu großen NaNoWrimo-Helden wie Axel Hollmann und Marcus Johanus hab ich kein detailliertes „Stufendiagramm“ erstellt und jede Szene im Vorwege ausgearbeitet. Dennoch hab ich mich ein wenig gewunden, bis ich eine Idee ausgebrütet habe, die meinen eigenen Ansprüchen genügt.

So habe ich die Idee mit dem Gasriesen-Mond, von der in meinem ersten Artikel noch die Rede war, mittlerweile verworfen. Wie bei mir üblich, waren hier Welt und Szenario gut ausgearbeitet – es mangelte aber heftigst an einem schlanken und abgeschlossenen Plot. Wäre mehr so ein Entwicklungsroman mit losem Ende und Potential zum epischen Fantasy-Mehrteiler geworden.

Die zündende Idee kam mir dann während einer Busfahrt vor ein paar Tagen. Mir fiel ein recht einfacher aber ausreichend spannender Plot ein, der sich prima in ein anderes Szenario einbetten ließ, das ich vor Jahren mal erdacht hatte. Ich zitiere einfach mal die synopsis meiner NaNoWriMo-Novel namens Sol Invictus:

Wir schreiben das Jahr 1951 im Zeitalter der Fische. Gut 20 Jahre nach dem Ende der verheerenden Vampirkriege herrscht Frieden im Fränkischen Bund und dem restlichen Europa.

Marcus Carl ist ein junger Student an der Universität Aachen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als Raketen zu konstruieren, mit denen man dereinst die Monde und Planeten innerhalb der Sternensphäre bereisen kann. Und tatsächlich bietet man ihm bald an, an einem entsprechenden Forschungsprojekt teilzunehmen.

Sein Glück wächst schier ins Grenzenlose, als er die junge Geschichts-Studentin Petra Arminius kennenlernt.
Doch das Glück währt nicht lang und es hat seinen Preis. Denn die Mitarbeit beim Raketen-Projekt erfordert gewisse Voraussetzungen, Petra bringt gewisse Dämonen mit in die Beziehung …

… und zu allem Übel dräut am Horizont eine finstre Bedrohung für alle denkenden Wesen auf dem Planeten Erde.

Lasst euch einfach überraschen … 😉

Scheitern mit Ansage?

Abgesehen davon, dass dies mein erster NaNoWriMo überhaupt ist und ich streng genommen auch ein bisschen aus der Übung bin, werde ich mich wohl sehr schwer damit tun, die 50.000 Wörter zu schaffen.

Mein letztes größeres Projekt war „Perrikles der Okeanide„. Für die schlappen 16.000 Wörter habe ich über ein Jahr gebraucht. Zusammenreißen allein wird also nicht reichen.

Ich werde mich aber auch nicht 30 Tage lang 24/7 um dieses Projekt kümmern können. Ich hab ne Familie und nen Job, die beide auch im November ihre rechtmäßige Aufmerksamkeit von mir erhalten werden. Gerade an den Wochenenden werde ich daher eher weniger Wörter runterreißen können. Das mag nicht die richtige Einstellung sein – ist aber nicht zu ändern.

Mein Plan ist auch vielmehr, feste Zeitfenster im Alltag zu okkupieren, die ansonsten ungenutzt verstreichen oder mit Lesen und ähnlichen Freizeitaktivitäten gefüllt werden. Darunter fallen unter anderem längere U-Bahn-Fahrten, die im November allesamt mit Laptop auf den Knien absolviert werden. Ob so allerdings die durchschnittlich erforderlichen 1.667 Wörter pro Tag zu schaffen sind – da wiederum lass ich mich überraschen …

Wir bringen die Band wieder zusammen!

Wie auch die kongenialen Schreibdilettanten in ihrem letzten Podcast-Special vor dem NaNoWriMo-Startschuss ganz richtig sagen, ist der soziale Aspekt das A&O bei dem Ganzen. So wie die beiden Kapeiken mich zur Teilnahme animiert haben, habe ich durch penetrantes Nerven den guten Ace Kaiser mit an Bord geholt – und schließlich mit Freuden festgestellt, dass wenigstens zwei weitere Freunde aus alten Fandom Tagen ebenfalls mit von der Partie sind. Freunde, mit denen ich in der guten alten Zeit Schreibprojekte wie die Perry-Rhodan-Fanserie Rätsel der Galaxien umgesetzt habe. Diese jetzt als writing buddies an meiner Seite zu wissen, gibt mir schon ein wohliges Gefühl.

Ich freu mich jedenfalls riesig auf die nächsten 30 Tage!

6 Gedanken zu „NaNoWriMo 2012 – jetzt gibt’s kein Zurück mehr“

  1. Mach Dir keine Sorgen, ich habe schon zwei Mal die „50000“ beim NaNo geschafft, letztes Jahr ist sogar ein vorzeigbarer Roman dabei ‚rausgekommen. „Geheimauftrag MARIA STUART“ erscheint demnächst gedruckt beim TCE, zwar „nur“ als Fanroman, aber die TCE-Fanromane haben, was das „Lektoriat“ angeht, einen guten Ruf. (An dieser Stelle dank an Kurt und Yvonne fürs Korrigieren und Ausmerzen stilistischer Schwächen und böser Logikfehler!)
    Später bringe ich ihn wahrscheinlich auch als E-Book ´raus.
    Zum Thema „Zeit“: ausgerechnet vorletztes Jahr, als ich arbeitslos den ganzen Tag zuhause saß, hatte ich es *nicht* geschafft! Das Jahr davor konnte ich jobbedingt nur spät abends schreiben, und es hat geklappt.

    So, nur noch eine 3/4 Stunde *hibbel*!

    1. Das Phänomen kenn ich gut. Wenn man viel Zeit hat, schafft man weniger bis gar nichts. 🙂
      Zu dieser Stunde hab ich grad mal 10% des Tagespensums geschafft – mal schauen, was noch geht … 😉

  2. Mach Dir mal absolut keine Sorgen. Wenn ich nach der ersten Woche mit meinen fünfzigtausend Wörtern fertig bin, werde ich Dich schon ausgiebig und hinreichend nerven und triezen, versprochen. Muahahahaha.

    Btw, bei mir steht wie üblich noch nichts. Außer dem groben Plot. Wohin ich damit fliege oder gehe, weiß ich noch gar nicht. Vielleicht versuche ich mich ja mal an einem nicht so Happy Ending…

    Ach ja, Tre, wenn Du es schaffst, was machst Du dann eigentlich mit Deinem NaNoWriMo-Beitrag?

      1. Dass er „gut“ wird, daran zweifle ich nicht. Ob er fertig wird, daran habe ich Zweifel. Aber ich bin ja Dein Schreibbuddy geworden, um Dich zu fordern wie Detlef D. seine Tanz-Epileptiker. Muahahahaha.

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