Minifiguren in Szene gesetzt: Mein selbstgebautes Ribba-Lego-Minifiguren-Display

Veröffentlicht von Nerdlicht Nerdlicht am

Ribba-Lego-Minifig-Display

Ihr kennt das sicher: Da sammelt man haufenweise Lego-Minifiguren an – und weiß bald nicht mehr, wohin damit. Irgendwo schön drappieren, damit sie alle sehen können? Schön und gut – aber einstauben sollen sie ja auch nicht … Die Lösung hat – wie so oft – Ikea …

Das „Problem“: Zu viele Minifiguren

Bekanntermaßen sammel ich ja mit großer Begeisterung die Collectable Minifigures des besten Spielzeugherstellers der Welt. Da kommt nach und nach natürlich ganz schön was zusammen. Und ebenso natürlich möchte man seine Sammelerfolge ja auch gebührend präsentieren.

Staubiger Weg zur Lösung

Dass ein gewisses schwedisches Möbelhaus was passendes haben könnte, ist ein naheliegender Gedanke – und instinktiv galt mein erster Griff auch einem Objekt aus der Ribba Serie. Doch das durchaus nette Mini-Regal (bzw. offiziell „Bilderleiste“) hat vor allem den unleugbaren Nachteil, dass die Figürchen darauf früher oder später mächtig einstauben.

Staubige Sache: Minifiguren auf Miniregalen

Staubige Sache: Minifiguren auf Miniregalen

Ab hinter Glas!

Es begab sich, dass ich bei Brickset.com erstmals auf die Möglichkeiten eines Ribba-Bilderrahmens aufmerksam wurde, der ja die großartige Eigenschaft hat, dass zwischen Rückwand und Frontscheibe ausreichend Abstand für Lego-Minifiguren ist. Wenn man nun nach Ribba Minifig Display googelt findet man eine Vielzahl Beispiele und Bauanleitungen für unterschiedlichste Umsetzungen mit eingebauten Legogerüsten, Grundplatten-Rückwänden oder hochwertigen Klebe-Varianten. Mein Ehrgeiz war gepackt – ich wollte natürlich, dass es so schick wie möglich aussieht. Also machte ich mich ans Werk.

Ribba: Der Rahmen der Wahl

Ribba: Der Rahmen der Wahl

Man nehme:

  • Einen Ribba-Bilderrahmen beliebiger Größe. Ich habe mich gleich für das 50×50 cm Modell entschieden. Erhältlich bei Ikea.
  • Einen weißen Papier-/Pappe-/Karton-Bogen mit mindestens denselben Maßen wie der Rahmen. Meine Wahl fiel auf einen 50×70 cm Bastelbogen mit einer Stärke von 300 g/m². Theoretisch ginge sicher auch dünneres Papier. Bei künftigen Versuchen würde ich aber eher zu noch dickerer Pappe tendieren. Erhältlich in jedem gut sortierten Schreibwarengeschäft.
  • Das Lego Teil Nr. 366001 (inverse „Dachziegel“ 45°) in weiß entsprechend der Anzahl der zu präsentierenden Minifiguren. Für den Bilderrahmen dieser Größe empfehle ich 48 Stück, angeordnet in sechs Reihen a acht Stück. Theoretisch bekommt man auch mehr unter – das sieht in meinen Augen aber nicht aus. Erhältlich via Pick a Brick oder im lokalen Lego-Laden.
  • Bastel- oder Sekundenkleber. Ich habe mühselig recherchiert, womit man am besten Lego auf Pappe geklebt kriegt. Stinknormaler Bastelkleber tut’s wunderbar. Erhältlich in jedem Supermarkt.
  • Einen Bleistift. Kennt ihr.
  • Ein großes Lineal oder einen Zollstock. Is auch klar.
  • Zeuch zum an die Wand hängen (Hammer und Nägel oder Bohrer, Dübel, Schrauben). Erhältlich bei Eisen-Karl oder bei …
"Dachziegel"-Steine, Invers, 45°, weiß

Frisch geliefert: „Dachziegel“-Steine, invers, 45°, weiß

Frisch ans Werk!

1. Rahmen auseinandernehmen und die Pappe auf der Rückwand befestigen. Ich habe mich dafür entschieden, die Pappe nicht zuzuschneiden, sondern sie umzuknicken und nur auf der Rückseite festzukleben. Kann aber auch direkt auf die Rückwand geklebt werden.

2. Klebestellen für die Steine markieren. Mit Bleistift und Lineal habe ich die Stellen markiert, auf denen später die Steine fixiert werden. Zunächst habe ich je 1 cm Rand abgemessen – 48 geht deutlich besser durch sechs und acht als 50, außerdem braucht das Abstand haltende Rahmenelement auch ein bisschen Platz. Jede Minifigur hat dann einen Bereich von 6 cm Breite und 8 cm Höhe für sich. Mit Hin- und Hergerechne hat sich für mich ergeben, dass ich in der Horizontalen die erste Markierung bei 4 cm (ab Außenrand) und alle folgenden alle 6 cm gemacht habe (die letzte hat dann natürlich wieder 4 cm Abstand zum Außenrand). In der Vertikalen hat die unterste Markierung 3 cm Abstand zum Außenrand, die weiteren folgen in je 8 cm Abstand und die letzte hat noch 7 cm Abstand zum Außenrand. In der Vertikalen sei es jedem überlassen, das ganze noch etwas nach unten zu verschieben – aber ich finde es so ganz schick.

3. „Dachziegel“-Steine festkleben. Das letzte Stück Fleißarbeit besteht daraus, jeden der „Dachziegel“-Steine auf der Rückseite mit einem dünnen (!) Film Bastelkleber zu versehen und mit den Noppen nach oben auf die Markierungen zu kleben. Erst ab der zweiten Reihe kam ich auf die Idee, das Passepartout als Schablone zu nutzen, damit die Steine auch ordentlich in Reih und Glied aufgeklebt sind. Wahlweise kann man auch ein Lineal oder so nehmen.

4. Minifiguren drappieren. Nun schnappe man sich 48 Minifiguren seiner Wahl und stelle sie auf die „Dachziegel“-Steine. Nur stellen, nicht kleben – man will sie ja auch wieder rausnehmen oder austauschen können. So man sie denn komplett hat, passen exakt drei Sammelserien in so einen Bilderrahmen. Da meine Sammlung längst noch nicht so weit ist, habe ich meine Bestände der ersten vier Serien darin untergebracht – und hatte sogar noch Platz für zwei blaue Jungs.

ACHTUNG: Für einige Figuren kann es dennoch zwischen Rückwand und Glasscheibe – je nach Accessoires – etwas eng werden. Einfach ausprobieren, ggf. an der Armhaltung werkeln, sonstwie improvisieren – oder im Zweifel auf die Figur verzichten.

5. Rahmen wieder zusammensetzen, an die Wand hängen und fertig. Dabei natürlich vorsichtig sein. Nichts ist ärgerlicher, als wenn das Bild hängt und einer Minifigur dann noch beispielsweise eine Fledermaus aus der Hand fällt …


Kommentare ( 8 )

  1. AntwortenShulg
    Ahoi. Wurden die Rabba Rahmen von Ikea geändert? Habe mir gestern welche mitbringen lassen, doch jetzt zeigt sich, dass der innere Teil des Rahmens, auch braun (unbehandelt) ist und nicht weiß. Außerdem ist die Rückwand des Rahmens fast direkt hinter der Glasscheibe, man müsste also noch Abstandshalter montieren. War das bei dir auch so?
    • AntwortenAutorRoland
      Moin, meines Wissens hat Ikea an den Rahmen nichts geändert. Nun ist "Ribba" ja eine ganze Reihe mit ganz unterschiedlichen Versionen. Das richtige Ding ist meines Wissens dieses hier mit 50 cm Seitenlänge: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/60078034/ Der "Abstandhalter" ist da inklusive. Die Rückseite ist unbehandelt, richtig. Wie ich in dem Post beschreibe, muss man den Hintergrund selbst gestalten - ich hatte mich für weiße Pappe entschieden. Viele Grüße, Roland
      • AntwortenShulg
        Danke für deine Nachricht. Der Fehler wurde auch schon gefunden. Bin davon ausgegangen, dass die Ribba Dinger alle gleich sind vom Aufbau. Nunja, das ist nicht der Fall. Ich habe mir das hier rausgesucht: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/40078332/ Da gibt es aber keine Abstandshalter und die Innenseite des Rahmens ist halt unbehandelt. Bei deinem ist der innere Teil weiß: http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/60078034/ Sind also doch unterschiedliche Versionen. Die Rückseite selbst ist unbehandelt, das habe ich auch schon aus deinem Text heraus gelesen. Danke nochmal für die Rückmeldung :) Schöne Weihnachten wünsche ich.
        • AntwortenAutorRoland
          Ich wünsche ebenfalls eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr! :)
  2. Die Nicht-nur-Rollenspiel-Nachrichten 05/2014 | Ausgespielt
    […] Ikea: „Ribba“ (Roland) ✔ Geliebt (siehe auch: Rolands kleine Bastelanleitung) […]
  3. AntwortenAce Kaiser
    Nicht schlecht, nicht schlecht. Und wenn Du mit den Figuren spielen willst?
    • AntwortenAutorRoland
      Dann hol ich sie einfach aus dem Rahmen - sind ja nicht festgeklebt. :)
  4. AntwortenGreifenklaue
    Schicke Lösung!