Lesetagebuch: noch mehr Perry Rhodan … eventuell

Veröffentlicht von Herr Kowski am

Perry RhodanIch war ja letzthin selbst erstaunt, dass mir ein aktueller Perry-Rhodan-Roman gefallen hat. Mittlerweile spiele ich sogar ernsthaft mit dem Gedanken, wieder probehalber in die Serie einzusteigen. Zumal ich bald endlich mit „Olympos“ durch bin. Aber lest selbst …

Gerade ausgelesen

  • Die Jenzeitigen Lande: Hinter diesem ulkigen Titel verbarg sich ein richtig schicker kleiner SF-Roman. Das Perry-Rhodan-Heft Nr. 2850 hat mir überraschend gut gefallen. Woran lag’s? Ich glaube, mir hat es vor allem die bild- und lebhafte Beschreibung einer sehr fremdartigen Umgebung angetan, in der die Helden unterwegs waren. Der gute alte „sense of wonder“ wehte ebenfalls durch die Romanzeilen, sodass mich fast ein wohliger nostalgischer Schauer erfasste. Zudem wurde komplett auf Dinge verzichtet, die mich einsmals so genervt und letztlich zum Ausstieg aus der Serie getrieben haben – allem voran dämliche Charaktere mit nicht nachvollziehbaren Motivationen und Handlungen. Doch, das war fein.
  • Howard the Duck: Marvel konnte offenbar schon in den 70ern selbstironisch und witzig sein. Mir hat diese Klassiker-Sammlung aus der Hachette-Reihe jedenfalls gut gefallen. Gibt’s eigentlich nennenswerte modernere Inkarnationen dieser Ente?

Aktueller Lesestoff

  • Olympos: So! Nagelt mich ruhig drauf fest: Nächste Woche hab ich das Ding endlich durch. Bin mitten im Showdown, der sich noch spannender – und somit auch flüssiger – liest, als die 800 Seiten davor. Die schwarzen Löcher werden entschärft. Odysseus bittet Circe, die Hightech auf der Erde wieder einzuschalten und das Mittelmeer zu fluten. Die Titanen stürmen gerade den Olymp. Doch, es geht mächtig zur Sache jetzt. Aber es schleichen sich erstmals auch Handlungselemente ein, die mir weniger gefallen. Doch dazu mehr, wenn ich es endlich fertig habe …
  • Atlas der fiktiven Orte: Nach der Lektüre des Kapitels über Mittlerde ist dieses Kartenwerk deutlich in meinem Ansehen gesunken. Was mir schon in den Kapiteln zum Auenland und zu Gondor komisch aufgefallen ist, tritt hier endgültig zu Tage. Der Autor Werner Nell hat ganz offensichtlich noch nie irgendwas von Tolkien gelesen. Schon in den anderen Kapiteln faselt er immer vom „dritten Ring“, die „Valar“ nennt er hier kontinuierlich „Vatar“ und auch Beschreibung und Analyse dieses „fiktiven Orts“ sind eher schwach auf der Brust. Schade.

Was als nächstes?

  • Perry Rhodan: Wie oben bereits angedeutet, spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, mal wieder probehalber in die größte Science-Fiction-Serie der Welt einzusteigen. Nach gut zehn Jahren (nie ganz vollständiger) Abstinenz. Soweit ich das mitbekommen habe, ist mittlerweile auch eine neue Autorengeneration am Start, die mit vielen Dingen, die mich damals geärgert und genervt haben, gebrochen hat. Dass man das alles jetzt bequem digital lesen kann, macht es noch zusätzlich einfacher, die wöchentlichen Heftchen zu verkonsumieren. Vielleicht so: Ich schau mir Band 2851 mal an – und wenn der mich nicht komplett wieder abschreckt, gebe ich der Serie sagen wir bis Band 3000 eine zweite Chance …
  • Mars-Trilogie: Oder ich geh endlich mal „Roter Mars“ – „Grüner Mars“ – „Blauer Mars“ von Kim Stanley Robinson an. Schiebe ich auch schon etliche Jahrzehnte vor mir her …