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dies und das

Ab jetzt mit Fußnoten

Aus Prokrastinationsgründen habe ich meinem Blog hiermit Fußnoten verpasst. Mit dem richtigen WordPress-Plugin eigentlich ganz einfach.

Aus Prokrastinationsgründen habe ich meinem Blog hiermit Fußnoten verpasst. Mit dem richtigen WordPress-Plugin eigentlich ganz einfach.

Jede und jeder, die beziehungsweise der längere Texte schreibt – sei es im Rahmen von Schule und Studium, aus beruflichen Gründen oder schlicht aus Spaß – kennt das Phänomen der Prokrastination:1 Man sucht sich Arbeit, die einen davon abhält, besagten Text weiterzuschreiben.

Wer formatiert, der bleibt

Bei mir war und ist dies oft das Formatieren des Textes. Wie viele Stunden habe ich nach der perfekten Schriftart, dem idealen Zeilenabstand und dem exakten Seitenrand gesucht, ehe auch nur eine Seite geschrieben war?2 Gerade im Kontext universitärer Hausaufgaben und Abschlussarbeiten hat die Fußnote bedeutenden Raum eingenommen: Position, Format und Schriftgröße wollten wohl überlegt sein.

Die Fußnote als Stilmittel

Als Leser schätze ich die Fußnote durchaus auch als Stilmittel außerhalb wissenschaftlicher Texte. Schon als junger Asterix-Fan mochte ich die Sternchen mit Übersetzungen oder näheren Erläuterungen. Auch der ein oder andere Romancier greift zu meiner Freude darauf zurück, allen voran der großartige Terry Pratchett.

Zum Leidwesen meiner Brieffreunde3 habe ich mir vor einiger Zeit angewöhnt, auch in meiner Korrespondenz4 auf dieses Stilmittel zurückzugreifen. Nun sind meine Blogartikel dran.

Welches Plugin soll es sein?

Auch hier gilt: Die Wahl des passenden WordPress-Plugins will wohl überlegt sein. Soll ja hübsch aussehen, einfach zu handhaben sein und mit der aktuellen WordPress-Version sowie dem Theme meiner Wahl kompatibel sein.

Bereits vor einigen Jahren hat sich Sabine Melnicki auf ihrem Blog mit dieser Frage befasst und sich in einem kleinen lesenswerten Auswahlprozess auf die Suche nach dem besten Plugin begeben. Sie hat sich zunächst für footnotes und später nach einem Theme-Wechsel für Easy Footnotes entschieden. Beide erfüllen heute nicht mehr ganz ihre damals aufgestellten Kriterien,5 machen aber einen unverändert guten Eindruck. Einen erneuten Test wären sie also wert.

Bei der Suche sprang mir selbst außerdem Footnotes Made Easy ins Auge, das als einziges Plugin für die aktuellste WordPress-Version getestet wurde. Außerdem wirkt es nicht nur dem Namen nach angenehm schlank.

Suche vorzeitig abgebrochen

Nun war mein ursprünglicher Plan, alle drei Plugins auszuprobieren. Der Auswahlprozess fand jedoch ein vorzeitiges Ende, da mir gleich das erste Testobjekt ob seiner unkomplizierten Funktionalität so sehr zusagte, dass ich meine Suche für beendet erklären konnte. Footnotes Made Easy machte daher das Rennen, ohne dass seine Mitbewerber überhaupt an den Start gehen konnten. Zugegeben vielleicht etwas ungerecht – ich bin mit dem Ergebnis jedoch zufrieden.

Fußnoten leicht gemacht

Der Name ist tatsächlich Programm. Einmal aktiviert erzeugt das Plugin automatisch dort Fußnoten im Blogtext, wo man zwischen doppelten Klammern6 den gewünschten Fußnotentext einfügt. Nicht mehr und nicht weniger. Ein bisschen kann man an den Einstellungen drehen – zum Beispiel, ob die Fußnoten einfache Zahlen oder Buchstaben oder ähnliches sein sollen7 –, ansonsten sind die Freiheitsgrade aber recht gering. Was ich für meine Zwecke aber ganz angenehm finde.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ab jetzt hier mit Fußnoten!

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  1. Der Begriff selbst sollte inzwischen auch hinlänglich geläufig sein. []
  2. Rhetorische Frage, ich weiß. Ich beantworte sie dennoch: Es waren viele. []
  3. Seit einer Weile tausche ich mich mit mehreren Freunden ganz klassisch per Brief aus. Macht richtig Laune. Wobei ich es bei per E-Mail versandten hübsch formatierten PDFs belasse. Soweit geht mein Zugeständnis an die klassische Briefeschreiberei dann doch nicht, dass ich zu Papier und Füller greifen würde. Wer es auch mal probieren möchte – Mail genügt. []
  4. Um der ganzen Wahrheit die Ehre zu geben: Einer meiner Brieffreunde hat mit den Fußnoten angefangen, was ich sofort mit großer Begeisterung übernommen habe. Inzwischen hat es bereits auf einen Dritten abgefärbt. Fußnoten sind ansteckend. []
  5. vor allem was die Aktualität angeht []
  6. Falls man hier lieber eckige Klammern oder ganz andere Sonderzeichen hätte, kann man das in den Einstellungen individuell gestalten. []
  7. Ich habe mich für die klassischen Zahlen entschieden []

5 Antworten auf „Ab jetzt mit Fußnoten“

Du weißt, dass man Fußnoten auch bequem per [Markdown](https://www.markdownguide.org/extended-syntax/) in WordPress einfügen kann, falls man bspw. Jetpack oder ein anderes Markdown-Plugin nutzt[^1]? Da ich ohnehin meine Beiträge meist in Markdown verfasse und später nur in WordPress kopiere, ist das super bequem[^2].

[^1]: Geht sogar in manchen Kommentaren, ob das hier funktioniert, muss man sehen. Falls nicht, bleibt es zumindest lesbar. :-)
[^2]: Und es bringt noch den gewaltigen Vorteil, dass man hier auch nach Wegfall eines Plugins dies vermutlich weiternutzen, respektive zumindest weiterlesen kann.

Das wusste ich bis dato tatsächlich nicht – daher herzlichen Dank für den Hinweis beziehungsweise die wertvolle Ergänzung. Ich nutze die Markdown-Jetpack-Geschichten bislang nicht. ((weswegen es hier auch nicht funktioniert)) Den Effekt, dass es mit meiner Lösung auch nach Wegfall oder Defekt des Plugins noch lesbar bleibt, habe ich allerdings auch.

Ah, guck an, in meinen eigenen Kommentaren funktioniert es auch nicht. ;-) Ist womöglich eine Einstellungssache – demonstriert aber ganz gut die Lesbarkeit bei Defekt.

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