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Bingetagebuch

TopVier Serienremakes, die besser sind als ihre Vorbilder

Früher war alles besser? Pustekuchen! Mir fallen auf Anhieb locker vier TV-Serien ein, deren Remakes besser sind, als ihre Vorlagen.

Gerade schaue ich die Neuauflage einer liebgewonnenen Serie aus meiner Jugend und stelle fest, dass sie mir noch besser gefällt, als die alte Version von damals. Gleichzeitig wird mir bewusst, dass es mir schon öfter so ging. Viermal mindestens.

Hier also meine TopVier Serienremakes,1 die besser sind als ihre Vorbilder, in willkürlicher Reihenfolge, beginnend mit jener, die ich gerade am Wickel habe.2

1. Ducktales

Hier sei gleich vorangestellt: Wenn man etwas besser findet, als etwas anderes, heißt das noch lange nicht, dass man das andere schlecht findet. Die alte Ducktales-Serie aus den 80er/90ern habe ich nämlich in sehr positiver Erinnerung.

Trotzdem ist das 2017 gestartete Remake3 noch mal einen ganzen Zacken besser. Ich binge die beiden auf Disney+ verfügbaren Staffeln jedenfalls gerade mit großer Begeisterung durch.

Wie schon in der Originalserie werden Ideen der Comiclegenden Carl Barks und Don Rosa aufgegriffen und gekonnt in ein modernes Gewand gekleidet. Die Vorgaben der alten Serie werden respektvoll aufgegriffen – die Nostalgie wird aber auch nicht übertrieben. Zahlreiche eigenständige Ideen und aktuelle Popkulturbezüge halten sich gekonnt die Wage mit tonnenweise Anspielungen auf alte Filme, Comics und Serien.

Zudem gelingt der Serie ein guter Mittelweg zwischen klassischen Einzelabenteuern und einer forterzählten Metahandlung. Kern der Geschichte ist das Geheimnis um die Mutter von Tick, Trick und Track, die in dieser Version mal nicht wie dreifarbige Klone wirken, sondern erfolgreich individualisiert worden sind.

Wie es sich für eine gute Geschichte gehört stehen hier die Charaktere, ihre Beziehungen zueinander und die Entwicklung all dessen im Mittelpunkt, was die Serie zu einer großartigen Variation des Duck-Epos macht. Ich hoffe inständig, dass es alsbald auch die dritte Staffel irgendwo gibt. Bis dahin halte ich mich einstweilen mit den Kurzfilmen über Wasser, die ebenfalls bei D+ zu finden sind.

2. She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen

Hier liegt der Fall etwas anders. Die Vorlage war trashige Meterware aus den 80ern, die neue Serie von 2018 ist geradezu fantastisch. ich hatte mich bereits in der Vergangenheit lobend über She-Ra geäußert und kann dem heute kaum etwas hinzufügen.4

3. Battlestar Galactica

Bei den beiden Kampfsternen verhält es sich wieder ausgeglichener. Zumindest war die alte Galactica für ihre Zeit keine schlechte Science-Fiction-Serie, wenn man sie mit dem restlichen Angebot jener Tage vergleicht.5 Als Kinder haben wir damals vor allem die Filmzusammenschnitte mit einiger Begeisterung geschaut. Bei aller Nostalgie kann es aber keine zwei Meinungen darüber geben, dass die neue BSG-Serie mit Abstand besser ist. Schließlich zählt sie zu den besten SF-Serien überhaupt.

Nachdem ich sie vor ein paar Jahren zum ersten Mal komplett durchgeschaut habe, sind bereits mehrere BSG-Lobhudeleien von mir hier erschienen. Zuletzt ging ich sogar soweit, mir das etwas verkorkste Serienfinale schönzureden.6

4. Lost in Space

Okay, ich gebe es zu: In Wahrheit sind mir spontan nur drei Serienremakes eingefallen, die besser als ihre Vorlagen sind. Ich musste ein wenig grübeln, bis mir einfiel, dass mir Lost in Space recht gut gefallen hat – allerdings habe ich nie die Originalserie gesehen, weswegen ein Vergleich streng genommen gar nicht möglich ist. Aber ich nehme einfach mal an, dass sich die 60er-Jahre-SF heute nicht mehr so gut gucken lässt.

Die drei Staffeln der Netflix-Serie haben mir jedenfalls Spaß gemacht. Wenn man sich einmal auf den pathetisch-optimistischen Grundton eingelassen hat, funktioniert das SF-Familiendrama ziemlich gut. Und es hat hübsche Bilder und sehr schicke Raumschiffe.

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  1. auch, um diese glorreiche Clickbait-Listicle-Rubrik wiederzubeleben []
  2. also doch nicht ganz willkürlich []
  3. Sagt man heute überhaupt noch “Remake”? Oder eher “Reboot”? Egal! []
  4. Kurze Anmerkung: Ich habe die ebenfalls sehr gelungene neue He-Man-Serie “Revelations” hier nicht aufgelistet, da ich sie mehr als Fortsetzung der alten Serie und weniger als Reboot empfinde. []
  5. Wir hatten ja nix! []
  6. Was sehen meine entzündeten Augen? Es gibt jetzt alle vier Staffeln bei Peacock und somit bei Sky? Rewatch incoming! []

4 Antworten auf „TopVier Serienremakes, die besser sind als ihre Vorbilder“

Die dritte Staffel von Ducktales (2017) lief bereits im deutschen Pay-TV, liegt vermutlich also nur auf Halde, damit Disney+ demnächst mal wieder etwas Neues zu veröffentlichen hat, oder damit der Disney Channel eine Free-TV-Premiere feiern kann.

Und das Finale von Battlestar Galactica ist deutlich besser, als alle munkeln, jedenfalls auf der emotionalen Schiene holt es mich immer noch ab. Allein dieser Score – das Erste, was ich beim Schauen der neuen Foundation-Serie positiv bemerkte, war: Das ist auch Bear McCreary! Und ich bin gespannt, was sie mit dem angekündigten Remake des Remakes dieser Serie anstellen werden!

Ich bin da ganz bei Dir: Lost in Space hat viel Spaß gemacht und man hat einen sehr guten Abschluß gefunden. BSG hatte sich am Ende etwas “totgedudelt”, aber es war jetzt auch nicht so schlimm, wie bei LOST.

Und das neue Duck Tales macht richtig Spaß, das Original ist aber auch nicht wirklich gut gealtert…

In Sachen BSG-Finale muss ich wohl doch noch mal auf den Hügel steigen und auf meine oben verlinkte “Schönredung” verweisen. Bei “totgedudelt” bin ich nicht dabei, vor allem weil viele Charaktere einen würdigen Abschluss ihres Entwicklungsbogens erleben dürfen.

Aber wann kommt jetzt endlich die dritte DuckTales-Staffel?

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