Kategorien
Lesetagebuch

Lesetagebuch: Pelipontalus und die Königin der Maschinen von Robert Schulz

Erneut hat ein guter Freund ein Buch geschrieben. Es war mir eine große Ehre und Freude, seine Entstehung ein wenig zu begleiten. Das Ergebnis liegt nun vor.

Bereits seit Jahren schwirrte meinem guten Freund und Podcast-Kollegen1 Robert die Idee für ein Kinderbuch im Kopf herum. Doch es wollte nicht nur aufgeschrieben sein, sondern auch einen angemessenen Rahmen verpasst bekommen. Ein richtiges Buch sollte es werden, vor allem – wenn nicht gar ausschließlich – zur eigenen Erbauung.

Ein neuer Stern am Verlagshimmel

Also hat Robert kurzerhand einen eigenen Verlag gegründet und sich selbst an die Veröffentlichung gemacht. So hat 2020 der Literarische Lloyd das Licht der Welt erblickt und wird als Verlag für Besonderes womöglich noch öfter von sich Reden machen.

Bildgewaltige Unterstützung

Zudem ist es Robert gelungen mit Sina Loriani einen ganz wunderbaren Künstler für sein Projekt zu gewinnen, der neben dem Titelbild auch zahlreiche Innenillustrationen beigesteuert hat. Sein zeichnerisches Schaffen kann – und sollte! – man auf seinem Twitter- (@theonepotato) und Instagram-Kanal (@the0nepotato) verfolgen.

Das Pelipontalus ist da!

Nach all diesen organisatorischen und künstlerischen Bemühungen ist es endlich soweit: Seit dem 5. Juli 2021 kann das Buch überall käuflich erworben werden – sei es im kleinen Buchladen um die Ecke2 oder online direkt beim Verlag:3

Pelipontalus und die Königin der Maschinen

Ein Weltraumtier berichtet

Wer oder was ist eigentlich das Pelipontalus und was tut es? An dieser Stelle nur soviel: Es ist ein recht kleines, flauschiges, neugieriges und hin und wieder etwas verfressenes Weltraumtier, das der jungen Heldin der Geschichte hilfreich zur Seite steht.

Dankenswerterweise stellt es sich dem Erzähler – und somit der Leser:innenschaft – gleich zu Beginn des Buches in einer amüsanten kurzen Rahmenhandlung vor.

Familienleben im Weltall

Gleich darauf lernen wir die kleine Joni kennen, die mit ihren Eltern und besagtem Haus- und Kuscheltier auf einem Frachtraumschiff lebt, das Jahr um Jahr zwischen den Sternen unterwegs ist.

Wir befinden uns also in einer fernen Zukunft und in einem waschechten Science-Fiction-Szenario. Davon abgesehen wirkt Jonis Leben zunächst sehr vertraut. Wie jedes Kind erkundet sie ihre Umgebung – in diesem Fall das Raumschiff Millimallikas –, stellt viele Fragen und langweilt sich hin und wieder auch ein wenig.

Vom Roboterkrieg und der Maschinenkönigin

Selbstverständlich ist es mit der Langeweile sehr schnell aus, als sie jäh in ein Abenteuer geworfen wird, das sie ganz allein bestreiten muss. Nun ja, nicht ganz. Das Pelipontalus ist natürlich treu an ihrer Seite.

Es folgt eine rasante Reise über fremdartige Planeten, durch noch fremdartigere Dimensionen sowie in die verborgende Vergangenheit von Jonis eigener Familie. Natürlich erfahren wir dabei, wer die Maschinenkönigin wirklich ist und wie das alles mit dem großen Roboterkrieg4 zusammenhängt.

Am Ende liegt der Leser:innnenschaft eine runde abgeschlossene Geschichte vor, die dennoch genug rote Fäden für eine eventuelle Fortsetzung offen lässt.

Wunderbare Geschichte, fantastische Zeichnungen

Das Buch liest sich ganz wunderbar und kommt in einem hübschen kleinen gebundenen Format daher. Und ohne die Leistung des Autors damit schmälern zu wollen – Lorianis Zeichnungen, zehn ganzseitige farbige Illustrationen, wären allein schon den Erwerb des Bändchens wert.

Der Zeichenstil ist comichaft im besten Sinne. Einige der Illustrationen wirken in ihrer Detailverliebtheit fast wie Wimmelbilder. In der Tradition der linie claire setzen sie Roberts Visionen ganz wunderbar in Szene.

Einfallsreiche Science-Fiction für Jung und Alt

Doch auch für sich allein genommen entfaltet der Text seine fantasieanregende Wirkung. Es ist ein Kinderbuch, wie es sein soll, das sowohl einer jungen Zielgruppe – ich würde sie angesichts des Alters der Haupt- und Identifikationsfigur auf ungefähr acht Jahre einpendeln –, als auch einer erwachsenen Leser:innenschaft viel Freude bereiten kann.

Ganz alltägliche Sorgen und Nöte einer Familie mischen sich mit einem einfallsreichen Science-Fiction-Szenario, in das man sehr gern bald wieder zurückkehren würde. Denn eines ist klar: Die Geschichte von Joni und dem Pelipontalus ist noch lange nicht auserzählt.

Ich freue mich schon auf Band zwei.

_____________________________
  1. Lauschet der Eskapedia! []
  2. Das Buch ist ganz offiziell gelistet mit ISBN und allem Schickimuck. Kann also jede Buchhandlung besorgen. []
  3. Ja, natürlich gibt’s das auch beim ollen Bezos. Aber dann müsst ihr dort auch eine wohlmeinende Rezi hinterlassen! []
  4. Etwa der „Butlers Djihad“? []

2 Antworten auf „Lesetagebuch: Pelipontalus und die Königin der Maschinen von Robert Schulz“

Schreibe einen Kommentar zu Herr Kowski Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.