Lesetagebuch: Endstation Scheibenwelt und Perry-Rhodan-Pause

Veröffentlicht von Herr Kowski am
Lesetagebuch: Endstation Scheibenwelt und Perry-Rhodan-Pause

Liebes Lesetagebuch, wann soll ich das nur alles lesen ...?

Nachdem ich volle zwei Wochen damit ausgesetzt habe, kehrt meine kleine Leserubrik mit einer Premiere zurück, denn ich breche erstmals seit langem die Lektüre eines Romans ab. Mein Versuch, bei Perry Rhodan wieder einzusteigen erhält damit seinen ersten Dämpfer. Ansonsten hab ich meinen vorletzten Scheibenwelt-Roman durch und war in einem Comicladen. Doch lest selbst …

Abgebrochen

  • Der Linearraum-Dieb: So … der erste Enthusiasmus meines historischen Wiedereinstiegs bei Perry Rhodan ist erst einmal verflogen. Band 2855 liegt nun schon seit fünf Wochen auf meinem Kindle rum und ich hab mich gerade mal bis zur Hälfte durchquälen können. Beide Handlungsebenen waren langweilig und ich habe zu keinem der Protagonisten eine Bindung aufbauen können. Was treibt sie an? Was ist ihre Motivation? Die Autorin konnte es mir nicht vermitteln. Aber das schrob ich ja bereits. Hier mache ich also einen Schnitt – will aber nicht gleich wieder aufgeben. Man riet mir, ein paar Hefte zu überspringen und mit Band 2859 wieder einzusteigen, dann würde es wieder besser. Diese Chance bekommt meine einstige Lieblings-SF-Serie natürlich.

Gerade ausgelesen

  • Toller Dampf voraus: Ja, es war schön, noch mal über die Scheibenwelt zu wandeln – beziehungsweise unter Volldampf über sie hinwegzufegen. Doch auch wenn es dem Buch streckenweise gelang, das alte Scheibenwelt-Feeling zu erzeugen und den Leser in diese wunderbare Fantasywelt abtauchen zu lassen, war doch vieles nur noch ein Abglanz alter Tage. Die geliebten Charaktere wirken flacher als einst und die Handlung spult sich reichlich vorhersehbar ab. Besonders merkwürdig ist mir aber das Fehlen eines Charakters aufgefallen. In dem Roman wird sich geradezu Mühe gegeben, jede „Prominenz“ aus Ankh-Morpork wenigsens in einem Nebensatz zu erwähnen. So kommt sogar der gute alte Rincewind, Held der ganz frühen Romane, zu seinem Recht. Mit keinem Wort aber wird Karotte Eisengießersohn erwähnt. Das ist insofern erstaunlich, als dass das Schicksal der Zwerge in diesem Roman zentrales Thema ist. Hab ich da was verpasst? Ich kann mich nicht erinnern, dass dem guten Karotte in einem der letzten Romane was passiert wäre, schließlich hab ich sie alle gelesen. Bis auf den letzten Tiffany-Weh-Roman, der noch fällig ist.
  • World of Warcraft – Legion: Ich habe kürzlich mal wieder einen zaghaften Blick in Comixology geworfen. Ist ja immer gefährlich, da es da so interessante Sachen gibt. Kann schnell teuer werden. Aber es gibt auch immer mal wieder Zeugs für lau. Unter anderem diese beiden Heftchen aus dem WoW-Universum. Nichts spektakuläres, liest sich aber flott weg. Auch wenn ich nur mal ein gutes Jahr oder so darin rumgesprungen bin, mag ich das gute alte Azeroth immer noch.
  • Marvel Gratis Comic Tag 2016: Zum letzten GCT musste ich ja wieder passen. Was ein Glück, dass ich mich letztens in einen Comicladen verirrt hab, der noch ein paar Ausgaben rumliegen hatte und freigiebig verteilte. So riss ich mir Marvel Super Heroes unter den Nagel – auch um endlich mal einen tieferen Einblick in das neuere Marvel-Universum zu erhaschen. Zur Zeit hol ich mit der Hachette-Sammelreihe ja eher etwas ältere Storylines nach. Sowohl Marvel Now als auch das jetzt aktuelle All New All Different hab ich bislang aber nur aus der Ferne betrachtet. Dieser Einblick war daher sehr wertvoll – und unterhaltsam. Auch die neuen Marvel-Sachen können was. Ich werde da alsbald mal investieren müssen.

Aktueller Lesestoff

  • Atlas der fiktiven Orte: Nach längerer Pause habe ich auch mal wieder zu diesem Folianten gegriffen und mir unter anderem Schilda und das Schlaraffenland beschreiben lassen. Immer noch nett – hat aber ein wenig von seinem anfänglichen Zauber verloren.
  • Blutroter Stahl: Die Qualität der Kurzgeschichten in dieser Fantasy-Anthologie ist durchaus durchwachsen. Entsprechend ist mein Lesefluss mal etwas schneller und mal etwas langsamer. Nach recht flottem Einstieg ist gerade eine langsamere Phase angesagt.
  • Die Zwerge: Wie gesagt, ich bin kürzlich zufällig in einen Comicladen gestolpert. Wenn man sich selbst erst mal soweit hat, dass man nur ein, zwei Sachen mitnehmen will, ist die Qual der Wahl umso größer. Es lief dann auf die Comic-Version des Markus-Heitz-Fantasy-Klassikers (kann man das schon so nennen?) Die Zwerge hinaus. Die augenscheinlich sehr hohe zeichnerische Qualität dieses Albums aus deutschen Landen hat mich angesprochen – außerdem wollte ich die Geschichte immer schon mal lesen. Geht auch ganz nett los. Klassische Hau-drauf-Fantasy mag ich hin und wieder halt ganz gern.

Was als nächstes?

  • Parallel-Historien-Comics: Unter anderem hatte ich in dem Comicladen auch den dritten Band aus der Reihe Tag X in der Hand, in dem die Geschichte der ersten – und zwar sowjetischen! – Mondlandung erzählt wird. So Parallelhistorienkrams mag ich ja ganz gerne. Leider war das Ding eingeschweißt und ich konnte mir kein Bild von der Qualität der Zeichnungen machen (Oh … sehe ja jetzt erst, dass das von Philippe Buchet gezeichnet ist. Der Typ ist genial!). In eine ähnliche Richtung gehen die Manhattan Projects, die ich mir auch irgendwann mal zu Gemüte führen muss. Etwas gespaltener bin ich bei Über. Das klingt auch ganz interessant – sollte für meinen Geschmack aber nicht zu verherrlichend daher kommen. Ich werd da bei Gelegenheit mal reinschauen.
  • Fortzusetzende Comicreihen: Eine meiner Lieblings-SF-Comicreihen ist ja Sillage. Da ist schon seit längerem Band 16 Das Böse im Blut zu haben. Wird Zeit, dass ich mir den zulege. Ähnliches gilt für Die Elfen, die ich im Zuge des Gratis Comic Tags 2014 kennen und schätzen gelernt habe. Hier muss ich aber noch ne ganze Menge nachholen, da ich bislang nur die ersten drei Bände mein Eigen nenne.
  • Saga der Zwerge: Und wenn ich die Elfencomics komplett habe, sind wohl diese Zwergencomics dran, die im selben Fantasy-Universum angesiedelt sind. Hauptsache, das nimmt nicht solche gewaltigen Ausmaße wie das Troy-Universum an …
  • Valerian und Veronique: In besagtem Comicladen stand ich mindestens zehn Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange vor der siebenbändigen Komplettausgabe dieses SF-Klassikers. Da ich mir dieses Jahr aber noch einen Urlaub leisten möchte, habe ich die Prachtbände zu je 35 Schleifen besser im Regal gelassen. Irgendwann sind die aber fällig.
  • Das Schloss in den Sternen: Davon hab ich im Splitter-Katalog gelesen. Steampunk, oder? Kennt das einer? Taucht das was?
  • Munchkin-Comics: Was? Es gibt Munchkin jetzt auch als Comic? Muss ich haben!
  • Star Wars Masters 14: Die Reihe der Star-Wars-Sammelbände aus der Dark-Horse-Ära setzt Panini ja dankenswerterweise unbeirrt fort. Auch wenn sie nun keine Kanon-Stufe mehr haben, sind das doch sehr feine Geschichten. In Feuerträger wird die großartige Dark-Times-Storyline fortgesetzt. Der Band ist bereits auf dem Weg zu mir und ich bin sehr gespannt.
  • Die ParaFrakt-Konferenz: Mir wurde glaubhaft versichert, dass die Perry-Rhodan-Serie ab Band 2859 wieder etwas lesbarer wird, weswegen das mein nächstes Heft sein wird. Uwe Anton habe ich aus meiner alten Zeit auch als einen der besseren Autoren in Erinnerung. Mal sehen, wie er sich heute so macht.